FDP Parteitag für Legalisierung von Cannabis

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Die FDP war in den letzten Jahren – seitdem sie aus dem Bundestag rausgewählt wurde – als deutsche Partei nicht wirklich auf der Medienoberfläche vertreten. Umso überraschender ist ihre Rückkehr ins Rampenlicht: Mit einem sehr grünen Thema hat die FDP sich wieder Aufmerksamkeit verschafft, sie will eine Legalisierung von Cannabis anstreben. Egal ob Haschisch rauchen oder Hanfsamen anpflanzen, das kontroverse Thema soll ein für alle Mal politisch geklärt werden. Die FDP entscheidet sich, gegen das bestehende Verbot vorzugehen. Das ist sehr mutig für eine deutsche Partei dieser Ausrichtung.

Bisher haben sich nur die Grünen, Linken und Piraten dazu bekannt, den Konsum von Marihuana legalisieren zu wollen. Auf dem Berliner Parteitag hat die liberale FDP sich diesem Wunsch nun angeschlossen. Natürlich soll Cannabis nicht einfach so jedem zur Verfügung stehen. Anbau, Verkauf und Konsum sollen strikten Auflagen unterworfen werden. In ganz bestimmten Läden dürfen dann Erwachsene Cannabis erwerben und als Genussmittel rauchen oder andersweitig konsumieren.

Die Liberalen folgen damit dem Weg, den schon einige US-Bundesstaaten eingeschlagen haben. Die Rechnung geht, zumindest wirtschaftlich, auch definitiv auf: Steuergelder, die im Schwarzmarkt verschluckt werden, können gültig gemacht werden; die Kriminalitätsverfolgung würde durch eine Legalisierung entlastet und damit auch viele Gelder gespart werden. Und durch einen neuen, legitimen Wirtschaftszweig kann die Wirtschaft parallel dazu angekurbelt werden. Das alles dürfte dem Image der Partei entsprechen.

Anders als die große Koalition erkennt die FDP den Wert einer Legalisierung. In Deutschland sind Cannabis-Produkte verboten, weil sie als Suchtmittel gelten. Zwar können schwer Kranke eine Ausnahmegenehmigung für Cannabisprodukte von ihrem Arzt bekommen, aber das ist keine Regel.

Die FDP möchte mit den gesparten und zusätzlich eingenommenen Geldern an dieser Stelle ansetzen und mehr in Suchtprävention und Jugendschutz investieren. So könne man einen erwachsenen Umgang mit dem Rausch kultivieren, statt weiterhin auf die altbewährte Methode des Verbots zu setzen, die sichtlich nichts bringt. Denn trotzdem wächst die Anzahl der Cannabiskonsumenten in Deutschland, und die Diskussion um eine Legalisierung nimmt immer weiter Fahrt auf. Ob die FDP sich durchsetzen kann, bleibt eine Frage der Zeit. Die Partei ist gerade dabei, sich neu zu strukturieren und nach ihrem herben Abstieg aus der politischen Sphäre eine neue Rolle in der Gesellschaft zu finden.

Gastbeitrag von Wolfgang Schutz, pic J. Patrick Bedell, pd

3 Kommentare

  1. scheiss auf die FDP.
    die julis die ich kannte waren alles menschenverachtende faschisten.

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  2. übrigens könnte die blume auf dem bild mehr licht vertragen ^^

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  3. es sollte doch klar sein was genau passieren wird wenn cannabis in DE tatsächlich legalisiert werden sollte, oder?

    monsanto und/oder konsorten.sowie die mit ihnen verbandelten agrar-konzerne bauen an . . .

    . . . die pharma-industrie verarbeitet das produkt und vertreibt es im großhandels-sytem . . .

    . . . am ende der verwertungskette stehen zuletzt die apotheker die davon profitieren dürfen . . .

    und nur die und niemand anderes.

    der eigen-anbau wird zumindest extrem eingeschränkt oder fast unmöglich gemacht bzw. wenn nicht sogar weiterhin verboten bleiben.

    sollten“ coffee-shops“ entstehen (dürfen) werden sie mit sicherheit nur in einer art franchise-lizenz-system genehmigt welches natürlich NUR und ausschließlich von einem der o.g. konzerne oder verbände (aka: „partei-freundchen“) vergeben werden darf . . .

    . . . evtl. noch von den einzelnen kommunen (wiederum natürlich nur in zusammenarbeit zB. mit den örtlichem apothekerverbänden usw.) betrieben werden darf.

    man braucht doch nicht im traum daran denken das in diesem absolut korrumpierten land auch nur ein einziger „armer tropf“ (also normalbürger) – sei es nun bauer, verkäufer oder existenzgrüder (evtl. gar noch „aus der szene“) – auch nur einen einzigen lumpigen euro wird daran verdienen dürfen.

    außerdem wird es auch nicht billiger oder die ware gar qualitativ hochwertiger als jetzt. es ist eher anzunehmen das es genau gegenteilig laufen wird, denn einen echten, von echten marktwirtschaftlichen gesetzen geleiteten markt, mit ECHTER konkurrenz wird es erst gar nicht geben (oder zugelassen) in dieser KONZERN-KONFORMEN BANANEN-REPUBLIK.
    allenfalls – wie bei fast allen relevantem produkten – nur einen schein-konkurenz-markt ala‘ energie, versicherungen, banken etc. pp. u.ä. usw. usf.

    ich kann mir sogar vorstellen das es eine rein von steuergeldern finanzierte (stasi-ähnliche denunziations)-behörde (außerhalb von polizei und justiz-behörden) geben wird die extra dafür da ist den konzernen und verbänden sowie deren spezels (also den profiteuren) die private konkurrenz vom leibe zu halten.

    ich würde jede wette darauf geben.

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