Religionskriege der Ersten Welt: MP3 gegen WAV

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Eine der langlebigsten techno-spirituellen Diskussionen, nämlich MP3-Musik gegen unkomprimierte WAV (oder weniger komprimierte wie FLAC, oder gar das sogenannte Hi-Def) kommt nicht zur Ruhe. Nachdem es neue Streamingangebote wie Tidal gibt, Alt-Rocker Neil Young einen eigenen Hi-Def-Audio Service startete und Sony uns einen digitalen Walkman in Hi-Def für einen runden Tausender andrehen will, sollten wir uns kurz zurücklehnen und fragen: Wer braucht das alles? Ist MP3 wirklich schlecht? Wie geht Musikhören? Was muss ich tun? Hört euch mal diesen Test auf der Website des us-amerikanischen NPR (National Public Radio) an und lest dann weiter.

Na, wieviele Treffer hattet ihr? Ich bin ausgebildeter Toningenieur (SAE Diplom), hab eine einfache Studio-Abhöre (Technics-Vollverstärker und JBL Control-One Boxen) an meinem PC und trotzdem nur 2 „richtige“, in den anderen 4 Fällen gefiel mit das 320er MP3 besser – ich erklär gleich, warum.

Natürlich hat das WAV die geringste Abweichung von der Originalaufnahme. Ein MP3 mit 128 kbps (Kilobit pro Sekunde Datenübertragungsbandbreite) verfärbt den Klang deutlich: Die Musik klingt irgendwie „dreckiger“. Durch die Komprimierung werden Obertöne erzeugt, wo vorher keine waren, und andere weggelassen. Das tun auch Geräte wie Röhrenverstärker oder Vinylschallplatten, nur sind es dort in der Regel harmonische Obertöne, die dann „wärmer“, „fetter“ oder „nasser“ klingen, und das Hörerlebnis angenehmer machen – auch wenn es technisch gesehen anders klingt als das Original. Deswegen haben die 320er-Hörbeispiele beim NPR-Test für mich subjektiv besser geklungen.

Verschlimmert wird das Alles unter Umständen durch schlechte Software (Encoder), die vor allem in der Anfangszeit der MP3-Musik noch dürftigere Ergebnisse lieferten als das mit heutiger Software der Fall ist. Ein 320kbps-MP3 nimmt zwar deutlich mehr Platz auf der Festplatte ein als ein 128er, aber immer noch deutlich weniger als ein WAV oder FLAC. In unzähligen Hörtests hat sich gezeigt, dass niemand 320er MP3s von unkomprimierter Musik unterscheiden kann, auch keine Klassik-Tonmeister, die ansonsten die Flöhe husten hören können. Das gleiche gilt übrigens für Hi-Def (High-Definition-Audio), bei dem eine grössere Datentiefe (24 statt 16 bit) und eine höhere Samplingfrequenz (96 oder 192 statt 44,1 Kilohertz) für genau dasselbe Hörergebnis sorgen wie ein ganz normales 320er MP3. In meinen eigenen Tests in der Vergangenheit hab ich festgestellt, das sich ein 128er MP3 recht klar als „schlechter“ raushören lässt, aber 256 und 320 kbps eigentlich nicht von einer unkomprimierten Version zu unterscheiden sind.

Der technisch wichtigste Bestandteil der Musikwiedergabe sind und bleiben die Lautsprecher. Wenn ihr Boxen benutzt, die neu nicht deutlich über 100 Euro (pro Paar) gekostet haben, oder Kopfhörer, die im Laden nicht mindestens 50 wert waren, seid ihr auf der Schattenseite des Lebens. Richtig durchsichtig klingen Kopfhörer in der Preisklasse von 150€, bei Lautsprecherboxen mit Verstärker muss man einen Tausender anlegen (oder ein gebrauchtes Schnäppchen machen), um ein maximales Hörergebnis zu erhalten. Teurer muss es nicht werden – wer zehnmal so viel ausgibt, bekommt nicht zehnmal so viel Klang, sondern ein vielleicht irgendwie etwas besseres Ergebnis. In der Zwischenzeit: Viel Spass beim MP3-Hören.

pic PJ cc by sa

18 Kommentare

  1. […] 11k2 über den sinnlosen Religionskrieg zwischen Audiophilen und der MP3-Fraktion. Ich stehe voll auf Fritz' Seite. […]

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  2. Ich sage: es liegt an der Hardware. Ich kann doch keinen 4k Film auf einem10″ Röhrenfernseher in Mono schauen.
    Die Unterschiede zwischen 128 und 320 waren für mein Laienohr aber mehr oder weniger spührbar. Nur was nutzt es, wenn ich mir denke: es soll so „dreckig“ klingen?
    Ich höre das einmal und es ist wieder weg.
    Bei Bildern ist das anders. Wir brauchen 1000 Hz und 60p ganz unbedingt, 35mm wäre mir aber dennoch lieber, wenn es so aussehen soll.
    Auf der Schattenseite fühle ich mich mit nicht, ich bin doch kein Päudiophiler.

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  3. Naja. Bei reiner Wiedergabe mag das schon angehen, mit der Psychoakustik. Aber wenn’s ans Filtern und Pitchen geht, würde ich schon sehr viel eher auf Verlustfrei setzen. Das K.O.-Argument MP3 vs. FLAC liegt meiner Meinung nach allerdings in der Tatsache, dass FLAC bei annähernd gleicher Dateigröße tatsächlich bitidentisch zur Original-WAV bleibt. Das heisst, wenn ich von einer WAV Datei die MD5-Checksumme erstelle, sie dann als FLAC packe und und aus dem FLAC wieder zurück ins PCM-kodierte WAV umwandle und wieder die Checksumme errechne, stimmt sie mit der vorherigen überein. Da FLAC (normalerweise von der CPU) in Echtzeit dekomprimiert und als PCM an die Audiodatei weitegergeben wird, bleibt die Qualität unbeeinträchtigt.
    Und noch eine kleine Anmerkung: neben den Speakern bzw. Kopfhörern sollte man auch die eigentliche Soundkarte nicht unterschätzen. Die Transparenz einer DSP-basierten Karte bekommt man mit gewöhnlichem, filterbasiertem Antialiasing nicht mal annähernd hin. DSP-Hardware kostet zwar eine Stange mehr, aber ist ihr Geld durchaus wert. Und im Normalfall natürlich SAE-zertifiziert ;)

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    • DER ax11, weiß wovon er redet!

      Außerdem:
      Selbst wenn mp3 ab einer bestimmten Bitrate für den Großteil der Menschen ausreicht, da hinreichend transparent, spricht aufgrund aktueller Speicherpreise nichts dagegen, Musik verlustfrei komprimiert zu speichern. Mittlerweile gibt es auch kaum noch Wiedergabegeräte/Apps/Programme, die kein z.B. FLAC verstehen, also warum nicht auf ein „zukunftssicheres“, da verlustfreies Format setzen? Auch in Zukunft kann so in andere/neue Formate konvertiert werden und eine dauerhafte Verfügbarkeit/Archivierung gewährleistet werden.
      Also, auch wenn mp3 qualitätsmäßig in Ordnung geht, sehe ich trotzdem keinen Grund, dieses in der heutigen Zeit noch zu verwenden.

      Den Highres-Hype hingegen können sich die Fanatiker aber gern an die Backe schmieren. Highres bei der Produktion macht Sinn; zum Abhören aber nur für Fledermäuse.

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      • Alles richtig, MP3 ist ein Konsumentenformat. Die Anmerkung mit dem DSP ist auch richtig, das macht einen Unterschied. Wenns nus ums Hören geht, ist der Unterschied zwischen MP3-320 und FLAC rein spirituell/wertebasiert.

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      • Voll Deiner Meinung. Ich wollte eigentlich noch auf Mr. Young’s („Heard Ole Neill…“) Lieblingsspinnerei eingehen, habe das aber aus Platzgründen nicht gemacht. Große Samplingraten versprechen halt große Zahlen und Einzelhänder *lieben* solche Kennwerte. „Aber die TrashnoiseUltraHD-GXX hat 192kHz!! 28 Kanäle, 125 Db(A) (mit externem Amp), 23dB(u) Crosstalk und 99.999% Klirrfaktor!!1!“

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  4. top „eingstellte“ 320 rips kann man nur noch einigermaßen ausmachen wenn man sehr gutes equipment zur verfügung hat. bei FLAC ist dann das irgendwie und wie auch immer noch gerade wahrnahmbare hi-def tonale ende der fahnenstange erreicht.

    wer etwas anderes behauptet ist schlicht ein ein aufschneider/blender oder ein glatter lügner.

    ein guter freund von mir, seines zeichens seit mehr als 30 jahren praktizierender multi-instrumentaler musiker (bandbreite von klassik über artrock, country & volk, hard & heavy bis hin zu sonstiger popmusik jeglicher art), 2 eigene bands, sessionmusiker und musiklehrer mit eigener schule und nachweislich ausgestattet mit dem in unseren breitengraden bis hin zur mystifikation verklärten, aber sonst in der welt gar nicht mal so selten vorkommenden „absoluten gehör“ sagt, das leute, die heutzutage diesbezüglich immer noch behaupten – also nach über 2 jahrzehnten der andauernden codec-pflege – waaahnsinnige unterschiede heraushören zu können, nichts anderes sind als möchte-gern elitäre blender und ego-würstchen die im leben sonst nicht viel auf die reihe bekommen (außer sich selbst über andere künstlich zu erhöhen).

    unterm strich bleibt

    FLAC ist das bessere „mp3“, vor allem ist es absolut unabhängig von den patenten der konzerne (DAS knock out kriterium schlechthin).

    mp3 bei 320 ist natürlich auch sehr gut, und immer dann am besten wenn es mit dem LAME-MP3 codec erzeugt wurde.

    zum besseren verständnis wie ich zu meinen behauptungen komme (denn irgendwie sollte man ross und reiter nennen finde ich):

    meine momentane tonale wertschöpfungskette sieht folgendermaßen aus:

    Verstärker
    1 x NAD c 165 bee vorverstärker
    2 x Vincent sp 995 monoblöcke

    Boxensystem
    2 x Visaton 890 MK II born/bass systeme
    1 x Teufel S 10000 SW aktiver subwoofer

    Sounkarte in einem all-ASUS hochleistungs-Selbstbau-PC
    Asus xonar essence stx
    Asus bluray laufwerke/brenner

    das poste ich nur, nicht um damit anzugeben, sondern weil ich festhalten möchte das ich auch mit dieser tonal sehr hochwertigen anlage keine GRAVIERENDEN unterschiede feststellen kann zwischen (sagen wirs mal so) „CD“ und MP3s mit 320 und FLAC.
    im schlechtesten fall stellt man je nach musikrichtung und einzelnem stück einen zwar merklichen, aber nicht dramatischen einbruch in der dynamik fest. auch zeichnen sich die einzelnen instrumente und stimmen nicht ganz so fein ab. und irgendwie fehlt dem einzelnen musikstück hie und da auch ein wenig die luftigkeit – es ist aber alles nicht wirklich tragisch das man gleich zum weinen anfangen müsste.
    spätestens bei einer zur „CD“ um die hälfte kleineren FLAC-datei, ist auch das bisschen unterschied nicht miehr vorhanden.

    klar gibt es unterschiede, aber wie schon geschrieben keine wirklich weltbewegenden (mehr). und bei dem heute üblichen consumer low- und lowest- end equipment (womit mit sicherheit mehr als nur 80% aller hörer ausgestattet sind) wäre es schon ein WITZ wenn man hier auch noch von pschoakustisch relevaten unterschieden zu schwadronieren anfangen würde. denn das würde dann tatsächlich bedeuten mit kanonen auf spatzen zu schießen.

    klar ist aber auch das sie den deppen immer wieder neues ego-futter servieren müssen mit dem sie ihnen die kohle aus dem anus leiern können.

    ich sage nur „Kobe Wagyu“. sehr lecker und echt nicht schlecht, aber auch nicht so dermaßen weltbewegend anders als das gut abgehangene stück vom (allerdings echten) bio-bauern um die online-ecke.

    „Rumpsteaks aus Japan“ aktueller Preis pro Kg: 389,01 EUR

    „Galloway Bio-Rumpsteak aus DE“ aktueller Preis pro Kg: 42,00 EUR

    u catch my drift?

    schönes wochende allen

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    • Meiner Meinung nach hättest du mit weniger finanziellem Aufwand bei der Verstärkerei und einer brauchbaren Soundkarte erheblich mehr erreicht. Naja, überlege vielleicht mal, anstatt noch mehr unterschiedlichen Komponenten für die Bässe, eines der preiswerteren Audio-Interfaces von RME (Kraftwerk benutzen sowas), oder zB das kleinere DSP-Gerät von MOTU (das taugt zum Abhören und ist AFAIK das günstigste dieser Klasse) anzuschaffen. Den Unterschied hat sogar meine bessere Hälfte (gnadenlose HiFI-Anlagenmisshandlerin) auf Anhieb bemerkt – das ist also eher unabhängig von der Glaubensrichtung (Audiophil / Oszilloskopfanatiker / Dilletant) bewertbar.

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      • es sit immer wieder ganz amüsant festzustellen wie manche glauben wissen zu dürfen was andere poster an finanziellen aufwand getrieben haben müssen sobald diese auch nur mal ein paar komponenten aufzählen – obwohl im ursprünglichen postig absolut nirgends im text von irgendwelchen preisen oder kosten die rede war/ist.

        würdest du die visaton 890 MK II kennen, so wäre der kommentar bezüglich der verstärker gar nicht erst gefallen.
        hätte ich zudem noch geschrieben das ich obendrein ein paar „klipsch klipschorn ak4“ betreibe hätte es dich höchstwahrscheinlich komplett verwirrt.

        was die menschen der „marke“ kraftwerk (übrigens großer fan ihrer werke bis 1986 – obwohl sie statt neue trends zu setzen, diesen nach der „tour de france“ veröffentlichung 1983 nur noch hinterherrannten) benutzen oder gut finden ist deren sache.
        ich bin mit der asus xonar stx mehr als zufrieden. davon ab das ich nicht mal schrieb was ich noch so alles verwende oder zum einsatz kommen etc.
        nichtsdestoweniger bin ich dir dankbar dafür meine aufmerksamkeit auf die mir bis dato unbekannten (man kann ja nicht alles kennen oder wissen) produkte gelenkt zu haben.

        was die kosten anbelangt. die hielten und halten sich in grenzen.
        ich neige zu der gewohnheit die oftmals nur äußerlich nicht so gut behandelten sachen (solange die innerein noch in ordnung sind oder zumindest gute aussicht darauf besteht diese reparieren zu können) ausfindig zu machen, sehr preiswert aufzukaufen (oder sich gegebenefalls schenken zu lassen) und instandzusetzen bzw. wie die „visatons“ – zwar neu gekauft – aber gleich ganz selber zu bauen (bekam ich wegen auslauf 60% billiger).

        weitere bspl-e.:
        die klipsh hörner stammten aus einem wasserschaden (rohrbruch). die böden waren aufgequollen und hatten leichte risse. beide zusammen für ca. 200.00 € (instandsetzung der gehäuse vom schreiner ca. 500.00). die teufel 10000 war opfer eines bösen treppensturtzes – gegen abholung geschenkt bekommen (reparatur ca. 600.00). eine der vincents wurde das opfer eines 3 jährigen der unbedingt vatis liegen gelassene werkzeuge ausprobieren wollte (für 100.00 gekauft – reparatur 300.00). die 2te vincent stammte aus einer versteigerung für ca. 300.00.
        die xonar war ein stück das beim vorzeigen dem verkäufer aus der hand fiel (2 kondensatoren und ein pin waren abgebrochen – ich bekam sie für 20 euro – bisschen löten – fertig). die NAD Vorstufe war ein heftig zerkratzter rückläufer für 200.-. usw. usf.

        und so habe ich inzwischen einen zu ca. zu einem drittel angefüllten 200qm großen dachboden voll mit seit 30 jahren zusammen-getragenem high-end heim-, stuio- und PA-equipment „schmankerln“ (auch sythesizer und drummashines) im wert von mehreren XX10 tausend euros (mal mehr, mal weniger in gebrauch) wobei mich das ganze zeug über die zeitspanne vllt. mal 15-20 K gekostet hat (also plus reparaturen).

        ach ja (bevor ich es vergesse) – mein bisher größter triumpf:
        1998 – eine goße kiste zu einem großen knäuel zusammen geschmissenen haufen „oelbach“ kabeln aller art (aus einer ton-studio-auflösung) für ganze 500 DM für einen zusammen gerechten wert von (damals) über 20 000 DM.
        seit dem habe ich nie wieder ein kabel (mit ausnahme spiezieller digitalkabel selbstverständlich) gebraucht. (lotto-jackpot)

        ich bin kein gläubiger (egal von was auch immer), und schon gar kein audiophiler fetischist. ich benutze dass was mir das leben (in diesem fall Hi-Fi-leben) zuschmeißt und mache das beste daraus (motto: „if life gives you lemons . . . „). das was mir nach einer reparatur oder instandsetzung und/bzw. nach einer gewissen testphase nicht (mehr) zusagt verkaufe oder verschenke ich weiter (kommt gerade bei geburtstagen bei freunden und bekannten bzw. besonders deren abkömlingen immer gut an). so einfach ist das.

        und das wars jetzt von mir.

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        • Ja, wahnsinn, wie schnell die Leute angepisst sind, wenn ich sogar im neutralsten und vorsichtigsten Stil versuche, beleidigungsfrei den Wert eines Audiointerfaces dem eines Paars Speaker gegenüberzustellen. Sie Arsch :) Dabei ist mein Equipment aus genau den selben abenteuerlichen Quellen. Ich habe zB eine 1979er Polysix – leicht reparaturbedürftig geschenkt bekommen, meine Studiomonitore/Endstufen sind aus dem Nachlass einer Tanzkapelle und was ich nicht schon an kuriosen Geräten bei Ebay an- und verkauft habe, bis ich endlich etwas Dauerhaftes beisammen hatte, da könnte ich ganze Vintage-Hardware-Kataloge füllen.
          Nebenher – mich kotzt das heutige Kraftwerk-Publikum auch im Quadrat an; Rollkragenpullover, die Musik im Museum hören müssen, sind in meinen Augen einfach nur bornierte Idioten und Kraftwerk heute- Schwamm drüber. Vorbei. Aber was den Sound und die Perfektion der Performance betrifft sind Kraftwerk schlichtwegs Legende. Dabei treiben sie eigentlich relativ geringen Aufwand, nämlich vier RME-Multifaces, via MIDI und ADAT/Wordclock gekoppelt, eines davon dient als Stage-Master, digital raus, FOH rein. Basta. Als Einzelperformer biste da mit knapp 500.- in der selben Liga. Habe ich selber schon direkt live an einen Radiosender damit angestöpselt – einen richtigen. Mit Antennen und Draufgeschalte auf den Funkturm und Hörern an den Radios, die mir quasi ausgeliefert waren. Fuck!! Hahaha!!

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          • ich hatte nur interesse daran zu erklären von woher sich meine persönliche „audo-meinung“ speist –

            (eben nicht aus der ecke mit einer arschladung voll geld für eine audiokette ala‘ zB. „kondo audio note ksl-m1000 + gakuon – burmester 069 (cd) – continuum caliburn (schallplatten) – nordost odin supreme reference kabel – avantgarde acoustic trio classico lautsprecher – für den gegen wert eines fuhrparks einer mittlelgroßen firma)

            – und zugegeben, an der stelle habe ein klein wenig einen „soft spot“ (und ich neige ebenfalls ein bisschen zur ausschweifung wenn mir das thema soviel wert ist als das ich sichergehen möchte das verstanden wird welche grundlage(n) zur bildung meiner meinung führten) aber glaube mir. ruhig . . .

            . . . „angepisst“ . . .

            . . . würde bei mir gaaaaanz anders aussehen. ;.-)

            wegen kraftwerk – aber andere gruppe (du wirst schon verstehen)

            vor sehr langer zeit (noch sehr jung und so gar keinen richtigen plan von richtigem qualitätsequipment) hatte ich das große glück nach einem auftritt der damals noch nicht so richtig bekannten „band“ yello ein gespräch mit (dem nicht nur musikalisch bastel-technischen mastermind) boris blank führen zu können.
            sichtlich angetan von meiner begeisterung und die durch ihn entfachte neugier für music-tech – also wie, was, warum, wo auftreiben und vor allem auch – woher nehmen? – als nicht-angehöriger reicher eltern (ich meine wir reden von K-O-S-T-E-N damals für auch nur halbwegs ordentliches equipment – ob nur zum abspielen oder im studio)

            lange einleitung – kurze auflösung

            über die frage ob ich mit multimeter und lötkolben umgehen kann (ja), brachte er mich darauf bei den „reichensteins“ dieser welt, in ton/film/fernseh-studios (oder auf schrottplätzen in deren nähe) sowie in Hi-Fi geschäften und Kaufhäusern auf schrott-jagd zu gehen,
            zB. in der form kostenlos bzw. im tausch für nicht mehr ganz moderne oder leicht defekte zT. hi-end anlagen-(teile) müll/schrott auszumisten und zu entsorgen (wobei man gleich dazu sagen muss das solcherlei tätigkeiet damals noch keine alltägliche angelegenheit war. denn wenn es sich nicht gerade um berge handelte musste man es selber entsorgen oder warten bis der nächste sperrmülltag kam)
            das war ende 1982. tja,und seit dem . . .

            PS:
            ganz unempfindlich scheinst du ja auch nicht zu sein wie deine einleitung vermuten lässt. ;-)

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      • übrigens finde ich deinen blog ganz lustig und auch interessant.

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  5. Man hört den Unterschied zwischen MP3 320kb/s und FLAC am besten wenn man Schlagzeugbecken (Ride, Crash, HiHat) anhört.
    Dann ist der Unterschied offensichtlich!
    Bei Stimmen und Gitarren kann ich allerdings den Unterschied kaum hören..

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  6. Hier sind ja die richtigen versammelt, die mir vielleicht weiterhelfen können. Ich hatte letztens eine Diskussion mit einem Bekannten, der sehr viel Geld in sein Audio-Equipment steckt. In Fragen von „nassen“ Tönen von Röhrenverstärkern und so, will ich mich gar nicht einmischen, weil mein Gehör eher Schrott ist, aber in der Diskussion ging es um die Verkabelung:
    Wenn man schon Probleme hat, zwischen 256 und 320 bit gespampelten MP3s zu Unterscheiden, ist es dann wirklich wichtig, welche Kabel zwischen Boxen und Verstärker liegen? Müssen es die extra Neodymarmen-Silberkabel mit Ummantelung aus mittelalterlicher China-Seide sein, oder reicht ein einfacher Klingedraht auch? Soviel kleine Elektronen müssen da doch nicht durch, oder irre ich mich?

    Hilfe wäre nett.

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    • Klingeldraht. Für alles, sogar die Lautsprecher. Dicke Trossen brauchste nur für sehr viel Leistung, OpenAirs zB. Alles andere ist Esoterik. Nichts gegen Esoterik, aber wenns um Kabel geht, bitte zuerst die Physik fragen.

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    • „Klingedraht“ gerade nicht, aber man sollte darauf achten das es sich um hochreine kupferkabel (wenn versilbert noch besser) handelt. wichtig ist außerdem noch auf einen (je nach lautsprechergröße) ordentlichen querschnitt zu achten.
      für „normal“ große boxen 2,5 mm² – für sehr große boxen 4-6 mm². die enden noch gut abgeschlossen mit vergoldeten kabelschuhen und/oder/bzw. bananensteckern – und gut ist.

      wenn man unbedingt noch eins drauflegen will so sind abgeschirmte kabel natürlich nie verkehrt (aber auch kein unbedingtes muss).

      ich persönlich schwöre auf OEHLBACH kabel (nicht aber weil sie von oehlbach sind).
      die bedienen zwar seit jeher vornehmlich die „AUDIOPHILE GLAUBENSGEMEINDE“ (also die spinner) mit zT. pro meter hunderte euro teure kabel.(zB. die vorkonfektionierten „xxl fusion four“ kabel für ca. 400 € pro meter),
      aber auch der „normale“ hifi kunde wird mit hervorragenden kabeln bedient, sogar mit versilberten, mit einem meterpreis um die 4,50 – 18.50 (abhängig von durchmesser.) oder „nur“ kupferkabel schon ab 3.30 bis 14,50 – und noch jede menge mehr LS-kabel-varianten zB. flache für unter putz, teppich etc.) und auch kabel für alle arten von geräten.

      was ich damit sagen will ist das man bei oehlbach sehr gute audio kabel (aller art und jenseits jedweder „religiöistät“) auch zu vernüftigen preisen bekommt auf deren qualität man sich verlassen kann.

      mit kabeln und komponenten ist es wie mit weinen

      es gibt billgen schrott
      ein breites feld der annehmbaren
      ein nach oben sich ausdünnendes angebot
      und
      hervorragende bio-weine zu vernüftigen preisen . . .

      . . . und dann gibt es noch das religös-besetzte feld der spinner welche mit dümmlichst verzogenem gesicht das gesöff in ihren mundhöhlen herum-schwirlt und -schwappt und herumrotzt – um im anschluss daran geschmacks-philosophien herauszuhauen mit denen man sich am liebsten den arsch abwischen möchte . . .

      . . . so man auch den penetranten hi-def fetischisten am liebsten ein kabel um den halsl legen würde um sie damit möglichst langsam zu strangulieren.

      „oehlbach“ ist mein persönlicher favorit und schließt in keinem fall aus das es auch andere hersteller gibt die ebenso gute kabel herstellen. irgendwann hörte ich einfach auf zu experimentieren und hielt mich generell an diese marke weil es so war das ich immer wieder zu dieser zurück kam. ein zufriedener kunde also.

      eines was ich allerdings in allen bereichen des warenhandels festgestellt habe ist, das man bis zu einer gewissen grenze, tatsächlich das bekommt wofür man zu zahlen bereit ist:

      „billig“ ist zu 95% fast immer nur schrott.

      „günstig“ ist meist eine gratwanderung bei der oft gutes aber uU. auch mal etwas hervorragedes im korb hängenbleiben kann.

      einen vernüftigen preis für eine gute qualität aber zu 90% ein garant dafür ist ebendiese gute qualität zu erhalten.

      oder wie es meine oma immer auf den punkt brachte:

      „von nix kommt nix und für nix kriegst nix“!

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      • Alter. Es geht hier um Wechselstrom im MilliAmperebereich, nicht um feinstoffliches Weitergeben von Information. Das Lautsprecherkabel stellt einen elektrischen Widerstand dar, der Leistung kostet (also die Musik leiser macht, als sie das sein könnte), je nach Leitungsquerschnitt, Leitungslänge und transportierter Stromstärke. Klang wird in keinem Fall verändert. Im HiFi-Bereich kriegst du deine Maschinen gar nicht so weit aufgedreht, dass du den Widerstand/Leistungsverlust überhaupt in Prozent angeben kannst. Und abgeschirmte Lautsprecherleitungen gehören in die Nekromantie, nicht in die Physik (Nichts gegen Nekromantie, kann auch Spass machen). 2×0.5mm² Leitungen aus dem Baumarkt genügen zuhause. Aber kauf nur weiter teure Kabel, wenn dich das glücklich macht. Darum gehts ja letztendlich.

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        • Danke Fritz. So ähnlich hatte ich mir das schon gedacht in meiner nicht audiophilen Physikwelt. Das wird zwar nix an den Diskussionen ändern, weil mein Bekannter sicher immer noch schwört Unterschiede zu hören. Was solls. Um mit es mit Else Kling zu sagen: „Wenns schee macht….“
          Und ist halt eben auch eine emotionale Sache, die gerne Geld kosten darf.

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