Gesunde Lebensmittel und der Stand der Forschung

nahrungszusätze

Auf „information is beautiful“ gibt es eine sehr hübsche interaktive Grafik zu Nahrungsmitteln, Lebensmittelzusätzen und deren nachgewiesener Wirkung. Wobei der Stand der wissenschaftlichen Forschung immer weiter voranschreitet. Trotzdem haben wir keinen anderen zur Verfügung. In Kürze: Kaffee ist supergesund, Kokos und Hanf sind echt ok, das meiste ist wirkungslos, einige wenige Stoffe sind sogar schädlich. So wie, unter Umständen, das ehemals so beliebte Fischöl. Aber hier könnt ihr selber rumklicken: snake oil supplements

3 Kommentare

  1. was ist es mit deutschen journalisten und der subjektiven wahrnehmung? das scheint so ein allgemeines problem zu sein das irgendwie alle betrifft egal aus welcher gesellschaftlichen-/-politischen ecke sie kommen.

    die ganze seite ist gradezu durchdrungen von:

    probably -> (wahrscheinlich, vermutlich, mutmaßlich, höchstwahrscheinlich)

    might -> (eventuell, könnte)

    can -> or -> can not -> (kann, könnte oder auch nicht, oder doch)

    maybe -> (vielleicht, eventuell, möglicherweise)

    moderate evidence for -> (mäßige, moderate, dürftige beweise für)

    moderate evidence against -> (mäßige, moderate, dürftige beweise gegen)

    although -> (obwohl, obgleich, wenn auch, wenngleich, obschon)

    but – (alle spielarten) -> (jedoch, allerdings, lediglich, nur, alles andere als, aber andererseits, außer, sondern eher, fast, so gut wie, praktisch)

    however -> (aber, indessen, jedoch, allerdings, trotzdem, dennoch, hingegen, wie auch immer)

    former studies YES, newer studies NO -> (ältere studien JA, neuere studien NEIN -> oder umgekehrt)

    appears (to be) – > (hat den anschein, scheint so zu sein, ist anscheinend aber, etc.)

    uncertain -> (unsicher, ungewiss)

    unknown -> (unbekannt, verhältnismäßig unbekannt, ziemlich unbekannt)

    ich weiß nicht woher auch nur irgendetwas aus diesen charts als tatsache oder höchstwahrscheinlichkeit für irgendetwas zu interpretieren wäre.
    denn schon nach relativ wenigen minuten des vergleichens zeigen sich haufenweise aussagen für und wider bestimmter eigenschaften von substanzen (zb. wenn hier wirkungslos -> da wirkungsvoll, auf der einen seite schädlich wegen dieses oder jenes -> ABER -> auf der anderen seite sehr gut für dieses oder jenes) zT. sich sogar komplett widersprechende gegensätze (und sowieso immer nur von fall zu fall bezogen).

    auch die verteilung innerhalb des schemas ist nicht gerade aussagekräftig außer in bezug auf dass das die meisten studien bestenfalls ziemlich vage und unsicher sind.

    unter den begriffen GOOD -> STRONG (zusammen mit überschneidungen ganze 20 einträge) bis hinunter zur grenze zu PROMISING – was im englischen, besonders aber im amerikanischen, nicht viel mehr bedeutung in sich trägt als ein etwas größeres V-I-E-L-E-I-C-H-T in abstufung zu vielversprechend – (mit überschneidungen nach oben 17 einträge) befinden sich nur relativ wenige einträge.

    alle anderen einträge befinden sich im breiten feld von INCONCLUSIVE (ergebnislos, nicht beweiskräftig, geringfügig aussagekräftig e(beweislage) -> SLIGHT (sehr geringfügig) -> und NONE (keine nachweisbaren wirkungen -> obwohl manchmal weiter oben erneut angegeben werden -> zB marihuana, fish oil).

    unter HARMFUL befinden sich keinerlei einträge.

    gerade das „ehemals beleibte fischöl“ ist sowohl ganz unten als auch ganz oben vertreten.

    und fast alle einträge die an einer stelle als völlig unwirksam deklariert werden, sind an anderer stelle wiederum hilfreich oder besten- oder schlimmstenfalls neutral.

    zB. KAFFEE -> gut gegen „Herz-Kreislauf-Erkrankungen“ (cardiovascular disease)

    herz-kreislauf-erkrankungen gehören zu den häufigsten erkrankungen des menschen überhaupt. besonders aber in den mitteleuropäischen ländern und da wiederum besonders in DE.

    gleichzeitig saufen (nicht trinken) wir in diesen ländern ( DE ganz vorne mit dabei an ca. 7 stelle im pro kopf-/-kilo verbrauch)

    Finnland 12,10
    Norwegen 9,08
    Österreich 8,82
    Dänemark 8,78
    Schweiz 8,34
    Schweden 7,37
    Deutschland 7,10
    Griechenland 5,93
    Niederlande 5,82
    Italien 5,55
    Frankreich 5,33

    überberdurchschnittlich viel kaffee.

    würde man sich also an der aussage orientieren das KAFFEE so gut ist (in bezug auf „cardiovascular disease“) dann müsste DE mit zu den ländern (OECD studie in 58 ländern) gehören in denen die wenigsten menschen an herz-kreislauf-erkrankungen erkranken und/bzw./oder sterben.

    richtig intressant wird die seite aber erst wenn man auf den
    [ SEE THE DATA ]
    link klickt. dort wird einem offenbart das viele der aussagen durch keinerlei oder evtl. nur durch 1 oder 2 studien gestützt werden.

    alleine dadurch wird die seite zum reinen müll und nicht etwa wie im kurzen artikel angeduetet – „Trotzdem haben wir keinen anderen zur Verfügung“ – überblick über den stand der forchung.

    das ist kein überblick, sondern bestenfalls nur ein murks.

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    • Hauptsache, du hast was zu meckern, Leser-der-ersten-Stunde Knallbonbon. Abgesehen davon geht es in der Quelle wie auch im 11k2-Beitrag darum, dass die meisten Stoffe entgegen des Volksglaubens keine nachgewiesene Wirkung haben. Glauben darf man natürlich trotzdem alles.

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  2. Mhhhh.
    Fischöl ist ja nicht gleich Omega 3. Und Omega 3 hängt auch von den Co-Faktoren ab (Krillöl macht Omega 3 z.B. wesentlich umgänglicher).

    Kaffee ist, bitter, was gut für die Magensaftproduktion ist, sofern man davon nicht schon genug hat, dann ist Kaffee zu vermeiden.
    Kaffee reizt aber auch den Darm, und führt durch das Koffein zu Adrenalinausstoß, was wiederum die Hormone beflügelt.

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