Wo die Kinder schlafen

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Der schwedische Fotograf Magnus Wennman flog in die Levante und nach Südost­europa, um dort syrische Flüchtlingskinder dabei zu fotografieren, wie sie zu schlafen versuchen. Auf dem Boden, in provisorischen Unterkünften, mit Granat­splittern im Körper und ohne ausreichende medizinische Versorgung. In Jordanien, dem Libanon, der Türkei, Griechenland, Ungarn, Serbien. An den Grenzzäunen und auf den Strassen. Verstreut auf dem Weg weg aus der Kriegszone, in Richtung der wenigen reichen Länder, die wenigstens vorübergehend einige Hunderttausend aufnehmen können. Die Kinder träumen von ihren Wohnhäusern, von der Strassen, Märkten, dem Abendessen, ihren Spielsachen, Filmen im Fernsehen, ihren Eltern und Verwandten. Zwei Millionen Kinder. Und in Deutschland ereifern sich über­ge­wichtige, winselnde Wohlstandsbesitzer, das Boot sei voll.

alle pics Magnus Wennman via aftenbladet

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14 Kommentare

  1. Es ist gut, dass zu dokumentieren, weil die eigene Phantasie nicht ausreicht, um sich das Leben der Menschen auf der Flucht vorzustellen. Deshalb ist es auch wichtig, diese Bilder zu zeigen.

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  2. So, Fritz, was wiegst du und wieviele Flüchtlinge hast du aufgenommen?

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    • Hahaha. Mehr als dieses Scheinargument fällt dir nicht ein, anonymer Feigling?

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      • Deine Antwort, so ehrlich, offen und konkret. Anonymität ist nicht gleich feige und bekannt sein nicht automatisch mutig. Wie schlau ist es eigentlich Symptome zu behandeln statt Ursachen zu bekämpfen? Die Kriege und die Armut in der Welt gehen weiter. Da kannst du dein Gewissen nicht mit solcher Tränendrückerei beruhigen.

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        • Ich musste kurz nachdenken, was ich an einer solchen (Anonymen-Feiglings-)Einstellung schlimmer finde: Die Herzlosigkeit oder die Dummheit. Aber ja: Es ist die Kombination aus beidem. Die führt geradewegs in den Faschismus. Viel Spass dort. Wir, die anständigen Leute, werden verhindern, dass dieser nochmal wiederkehrt.

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  3. Hey, es gibt sicher noch dringend ein paar systemimanente Banken zu retten. Da müssen sich diese faulen Bälger halt hinten anstellen. Prioritäten müssen gesetzt werden in einem Land, das so direkt von der Pleite bedroht ist.
    500 Billionen gespartes Vermögen. Das ist ratz fatz weg, wenn man nicht sorgfältig drauf aufpasst.

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  4. Wen willst Du damit angreifen? Die, die im Grunde nichts gegen Flüchtlinge, zumal solche aus dem Bürgerkrieg haben, aber sich langsam Sorgen machen, wie das alles zu schultern ist, die, die relativ unbegründete Ängste vor kriminellen Ausländern in ihrer Nähe haben, die, die zunächst mal an ihren eigenen Wohlstand denken oder die, die ignorant der braunen Seuche hinterhelaufen?

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  5. Ich sage auch „Das Boot ist voll“. Ich bin weder reich noch übergewichtig, bekomme Eskalationen allerdings hautnah mit. Und die sind zwischenzeitlich so prominent geworden, daß selbst die Medien (z.B. Hessenschau) beginnen, kritisch zu berichten. Vermutlich, weil man es mittlerweile nicht mehr leugnen kann, es bekommen zu viele mit.

    Ich suche folgende Lösung: innerhalb der Asylerstaufnahmelager kommt es zunehmend zu Gewalt und Übergriffen zwischen den Asylbewerbern. Um denen, die wirklich vor dem Krieg flüchten (das sind nicht alle, aber doch einige), zu helfen, muß auch das unterbunden werden. Es kann nicht sein, daß Frauen, die vor frauenfeindlichen Situationen in ihrer Herkunftsheimat fliehen, hier in den Lagern Angst vor Vergewaltigern haben müssen. So als Beispiel…das Problem ist kein deutsches Gesinnungsproblem und nicht durch Schönreden lösbar.

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  6. typisches Fritzgetrolle – einfach ein paar Buzzwords in die Menge werfen, ein paar dämliche Argumente und schaun was passiert

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  7. Ja, richtig, ich finds weinerlich und doof, sich wegen der Syrer, Afghanen, Eriträer in die Hosen zu machen. Die kosten uns nur einen Bruchteil dessen, was wir für Banken, Industrieskandale und Geheimverträge ausgeben. Darüberhinaus sollten wir (die freie westliche Welt) definitiv aufhören, in anderen Ländern rumzupfuschen, Waffen in Krisengebiete zu liefern oder Diktaturen zu unterstützen, nur damit die Rohstoffe im Einkauf ein paar Cent billiger sind. Wir alle wussten, dass die Bewohner der Kriegsgebiete irgendwann irgendwo hin müssen, dass die Nachbarlä#nder irgendwann ebenfalls überfüllt sind (Jordanien und der Libanon beherbergen je über eine Million, stellt euch das mal in Deutschlanfd vor…) und dass wir verzweifelte, traumatisierte Leute unterbringen müssen. Und in diesem Zusammenhang vom vollen Boot zu faseln – nee. Lasst es einfach. Ich hab kein Mitleid mit Steigbügelhaltern der Neonazis. Jammert woanders rum. Ich leb in einer Stadt mit offiziellen 43% Migrationshintergrund und mache in der Integrationsarbeit mit. Ich erleb dort nur dankbare Menschen.

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    • Hier wird jetzt aber eine Menge in einen Topf geworfen, das finde ich zweifelhaft. Niemand den man ernst nehmen kann, macht sich wegen der von Dir genannten Gruppen in die Hose, sondern vor der Gesamtzahl aller zu erwartenden Flüchtlinge. Ganz speziell, wenn man die Nachrichten liest, bekommen manche Leute eben Angst, das ist wohl nachvollziehbar. Deshalb ist man weder ein „Ausländer raus!“-Mensch, selbst wenn man dann seine Bedenken äußert, noch ein „Steigbügelhalter der Nazis“ – ich hoffe, Du wolltest nicht darauf hinaus.
      Mal abgesehen davon freut es mich, dass Du nur positive Erfahrungen mit den Flüchtlingen hattest (mir geht es nicht anders), aber der eigene Erfahrungshorizont ist als Argument leider nur bedingt geeignet.

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      • Mal im Ernst: Wir müssen uns keine Sorgen machen, was passiert, selbst wenn ein oder zwei Millionen Syrer am Bahnhof stehn. Die wollen gar nicht für immer hier bleiben, und für die Übergangszeit helfen wir ihnen ein wenig, selbst wenn wir dafür ein, zwei kleinere Banken nicht retten können, sondern nur noch ihre Sparer. Wer trotzdem Angst hat, kann da mit anderen drüber reden, muss aber aufpassen, dass er das nicht unreflektiert tut. Sonst giesst er wirklich Wasser auf die Mühlen der Braunen. Und wenn man innerlich ein noch so guter Mensch ist.

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        • Wenn es denn mal nur Syrer wären, mit denen auch ich ausschließlich gute Erfahrungen gemacht habe. Die sind bisher alle sympatisch gewesen, und ich habe mit einigen selbst gesprochen.

          Das Problem sind die, die gar keine Kriegsflüchtlinge sind, aber trotzdem hier sind. Die sich auch zum Teil als Syrer ausgeben, aber gar keine sind. Wegen denen ist das Boot schließlich so voll daß von den wirklich Bedürftigen keiner mehr reinpaßt. Und die hier auch noch Syrer attackieren die hier Schutz suchen – in einem selbst miterlebten Fall mußte nachts zwischen 2:00 und 3:00 Uhr ein 60 (in Worten: sechzig, wir haben gezählt) Mannschaftswagen starker Polizeitrupp eingreifen, um ihre Feuerwehrhilfskräfte zu beschützen. Es ging um einen Zwischenfall zwischen Syrern und Kosovaren, bei dessen Schlichtung dann auch die Hilfskräfte attackiert wurden. Das kam freilich nicht in den Medien, das haben nur wenige Außenstehende mitbekommen.

          Auch mein Horizont ist begrenzt, aber ich kann verbindlich bestätigen, daß die Aggressionen nicht von Deutschen kommen. Ich kenne aber auch Deutsche, die sich bereits bewaffnet haben (ich selbst gehöre derzeit nicht dazu, kann es aber in Anbetracht der gemachten Erlebnisse wirklich nachvollziehen, die Angst kommt hier nicht von den Medienberichten, sondern aus dem direkten Kontakt mit der Situation heraus). Die haben hier Angst, ganz einfach Scheißangst, und werden deswegen in den großen Nazitopf geworfen weil sie mit Ausländern ein Problem haben. Kein Wunder, daß es einen Rechtsruck in der deutschen Politik gibt. Das hat Norbert Häring in seinem Blog sehr treffend und sachlich angemahnt.

          Gruß

          Thomas

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  8. Hat dies auf RefugeeReports rebloggt.

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