Das Wort zum Dienstag

FDR_in_1933_edit

„Unternehmen, deren Existenz lediglich davon abhängt, ihren Beschäftigten weniger als einen zum Leben ausreichenden Lohn zu zahlen, sollen in diesem Land kein Recht mehr haben, weiter ihre Geschäfte zu betreiben. (…) Mit einem zum Leben ausreichenden Lohn meine ich mehr als das bloße Existenzminimum – ich meine Löhne, die ein anständiges Leben ermöglichen.“ Franklin D. Roosevelt, 1933. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt der Mindestlohn (mit Ausnahmen) 8,50 Euro pro Stunde, das entspricht netto 1040 Euro monatlich. Der Arbeitslosenhilfe-Höchstsatz macht 724 Euro aus, also 316 Euro weniger. Mit welchem Einkommen sich ein anständiges Leben führen lässt, ist eine andere Frage. pic pd.

2 Kommentare

  1. Ein Sozialromantiker, so lautet der Fachbegriff dafür. Und für eine anständiges Leben braucht man nur sehr wenig, ein unanständiges, das wird teuer.

    Gefällt mir

  2. Ich habe letzten Monat eine Köchin aus Brandenburg kennengelernt. Sie ist: 25 Jahre alt, Chef de partie (Postenchef), hat 3 „Untergebene“ und hat 7 Jahre Berufserfahrung. Brutto 1800€, da kommen auch nicht mehr als 1100€ raus.

    Dafür steht sie aber mindestens 10 Stunden am Tag in der Küche, Teidienst, Wochenend und Feiertagsarbeit, Dienstschluss nicht vor 22 Uhr, usw, usw

    Ich selbst habe als ich noch als Koch gearbeitet habe auch nicht viel mehr bekommen. Wenn man Glück hat, bekommt man um die 1500€ netto (Westdeutschland).

    Und nachdem die Gastronomen die letzten 30 Jahre über den Tisch gezogen wurden, gibt es ja jetzt keine mehr. Jeder jammert, das Lehrstellen für Köche unbesetzt bleiben, bzw. die Abbrecherquote (auf die drei Jahre Ausbildung bezogen) bei ca. 75% liegt.

    Jetzt, endlich, können Köche bessere Gehälter verhandeln. Aber natürlich will man jetzt die ganzen Flüchtlinge in die Gastro stecken um die „Fachkräftekriese“ zu bekämpfen.

    In den 70ern und 80ern haben die Türken die ganzen Jobs bei der Müllabfuhr übernommen, weil sich die Deutschen zu gut waren diese Arbeit zu machen. Wenigstens waren diese Stellen gut bezahlt.

    Wenn die ganzen Flüchtlinge in die GastroJobs gesteckt werden, haben wir dann hier dieselbe Situation wie in den USA. Nur bei uns sind es Syrer, Iraker und Afghanen, während es bei auf der anderen Seite des Atlantik Mexikaner und Cubaner sind.

    Gefällt mir


Comments RSS TrackBack Identifier URI

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s