Afghanistan: US-Airforce beschiesst fliehende Ärtze

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Aus dem Bericht von Doctors Without Borders (MSF) erfahren wir, dass nach der Bombardierung des Krankenhauses von Kunduz, Afghanistan, am 3. Okober dieses Jahres die Fliehenden von einer kreisenden AC-130 (die schwer bewaffnete Version einer auch von der Bundeswehr verwendeten Hercules Transportmaschine) beschossen wurden. Der Angriff war also kein „Versehen“, wie US-Präsident Obama wenige Tage danach erklären musste, sondern ein gezieltes Vorgehen des US-Militärs gegen eine Einrichtung, in der mutmasslich gegnerische Soldaten medizinisch behandelt wurden. Ein weiterer Völkerrechtsbruch eines unkontrollierten Militärs. via boingboing, Weitere Details: intercept, pic MSF

4 Kommentare

  1. Nur um etwaige Sinnlose Diskussionen gleich zu ersticken.
    Die C-130 wird nicht von der Bundeswehr genutzt.
    Es liegt eine Verwechslung mit der C-160 Transall vor.

    Aber das alles sollte natürlich nicht von der Tatsache ablenken das die USA das Völkerrecht systematisch brechen.

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  2. Die eindeutige Systematik der Zerstoerung im Krankenhausberech weist jede „Entschuldigung“ eines Versehens zurueck. Hier wurde ein bestimmtes Gebaeude als Ziel ausgesucht und gezielt zerstoert.
    Ein Komplex solcher Groesse (und Bauart) waere jedem Offizier in einem Stabsbuero oder -zelt bekannt, auf Luftbildern (die sicherlich vorhanden waren), wie Satellitensendungen (die ebenfall bestimmt vorlagen) erkenntlich.
    Die Frage ist also: Warum ein Krankenhaus?
    Freude an Verbrechen?
    Das Beschiessen des Komplexes nach dem Bombenangriff ist noch verwerflicher: Niemand beschoss die Flugzeuge – also lag kein „Kampf“ irgendeiner Art vor. Auch war der Bereich in voller Sicht – also auch identifizierbar. Ein Irrtum eigentlich nicht moeglich.
    Die Frage also nochmals: Warum ein Krankenhaus und Personal?
    So traurig das kingt:
    Medecins sans Frontieres sind keine „embedded“ Presse und Media – also unerwuenscht.
    Dies war ja auch nicht das einzigemal, das speziell diese Mediziner bombardiert und/oder beschossen wurden – und immer von US Seite!
    Da stellt sich wieder eine Frage: Soll man da weggehen?
    Waere das weise? klug? vernuenftig? leider notwendi\g? oder feige?
    Ich weiss, die Frage stellt sich immer, wenn man Verbrechen sieht – und wenn das im Beruf vorkommt, wird der Beruf gefaehrlich.
    Aber: Sollten Feuerwehrleute von Braenden fernbleiben? – Kaum.
    Sollten sich Polizisten vor einer bewaffneten Bande verrziehen? – ?
    Was wir hier braeuchten, sind Verantwortliche als Politiker, die den Zeugen zuhoeren, sich die Bilder anschauen, und wenn noetig, wie hier, ihren „Alliierten“ oder gar „Freunden“ klipp und klar sagen, dass mit solchen Sachen „Allianz und Freundschaft“ aufhoeren – was ohnedies laengst ueberfaellig ist.

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    • „Was wir hier braeuchten, sind Verantwortliche als Politiker“

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    • es reicht ja die vermutung aus, dass ein besonders berüchtiger terrorist gerade im krankenhaus wäre und schon werden alle register gezogen..

      amerikanische verbrechen bleiben doch eh ungeahnded, was sollen wir auch tun? kein urteil gegen USA ist durchsetzbar. würde sich die welt trotzdem gegen USA verbünden um sie wirtschaftlich kaputt zu machen, würden sie einfach die welt kaputt bomben.. skrupellosigkeit haben sie ja schon 1000-fach bewiesen.
      die einzige hoffnung für diese welt ist, dass russland mit einem effektiven gegenschlag drohen kann.

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