Star Wars und die Rolle der Frau

Eigentlich geht es in diesem Video gar nicht so sehr um Star Wars. Das Thema wird nur zienlich anschaulich dadurch. Dieses Video zeigt den Zusammenschnitt aller weiblichen Sprechrollen (ohne Leia) in den drei originalen Star Wars Filmen. Ich war nach dem Anschaun auch überrascht, das hätte ich so nicht erwartet. Allerdings zeigt das Beispiel sehr deutlich, wie Scheisse, oder wie unzivilisiert und gleichstellungs­fern die 70er (Die drei Filme sind von 77, 80 und 83) wirklich waren. Definitiv leben wir heute in einer besseren Welt. io9

9 Kommentare

  1. Eines muss man aber der Zeit damals schon lassen. Es gab eine immense Aufbruchstimmung, während wir heute eher eine Gegenbewegung erleben.

    Natürlich biete sich Star Wars dafür geradezu an, doch wer einen kurze Blick in die Welt riskiert, sieht lediglich, dass es unter der Oberfläche keinerlei Veränderung gibt – zumindest keine, die wirklich nennenswert wäre.
    Es wurde längst aus einer guten Bewegung nur noch eine Scheinbewegung – Feminismus bedeutet längst nur noch schöne Worte um eine Hymne umzuändern, aber was hat es zB in punkto gleichem Gehalt gebracht?

    Ich denke mir nur manchmal, wir machen es uns viel zu leicht mit dem Finger auf etwas zu zeigen ohne den ganzen Background mit einzuberechnen.

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  2. Bravo Ronja, diesen Zeilen kann ich nur beipflichten. Ich gehöre z. B. zu den 68ern. Was wir damals auf die Beine gestellt haben, da können die heutigen Jugendlichen nur von träumen.
    Allerdings lebte ich zu dieser Zeit in Paris, wo es ja schon immer ein wenig unruhiger zuging als hier.

    Außerdem waren wir nicht unzivilisierter als die heutigen Jugendlichen, Fritz.

    Die meisten stöpseln sich heute doch beide Ohren zu und es gilt nur noch die Devise – nicht rechts noch links schauen, sondern einfach durch.
    Was ich sehr gut verstehen kann, denn wir brauchten keine 200 Bewerbungen oder mehr schreiben um dann vielleicht einen schlecht bezahlten Job zu bekommen.
    Auch später, als ich in Deutschland war, bekam ich immer eine gut bezahlte Arbeit mit Versicherung und allem pipapo.
    Wo gibt es dass heute? Nur in Einzelfällen.
    Und die Frauen sind in den normalen Berufen immer noch die Benachteiligten.
    Wie man jetzt noch zusätzlich die vielen Flüchtlinge in Arbeit und Brot bringen will, ist mir schleierhaft.
    Aber Frau Merkel und „wir“ schaffen das.
    Wer ist bitte „Wir“ ?

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  3. Ich möchte die kommentierenden Damen bitten, hier nichts durcheinander zu bringen. Ja, in der 70ern war noch Wirtschaftswunder und alle hatten Jobs. Heute nicht mehr. Und die Avantgarde hatte ein herrlich bohemiales Leben, und trotzdem Jobs. Auch das heute nicht mehr. Trotzdem musste die Gleichstellung für die Mehrheit auch ausserhalb der Avantgarde erst erkämpft werden. Und das dauert bin heute an. Mindestens.

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    • Lieber Fritz, Deine Antwort versteh ich nicht ganz. Klar ist die Avantgarde eine Vorreiterrolle, für dies und jenes, die erkämpft werden muss.
      Aber das Erkämpfen dauert jetzt ja schien ziemlich lange an.
      Und die Löhne und Gehälter die damals gezahlt wurden, haben absolut nichts mit der „Avantgarde“ zu tun, sondern nur mit der damaligen Wirtschaftslage.
      Seit der Globalisierung und der Einfuhr des Euros geht alles den Berg runter und wir rutschen immer mehr ab in die Kloaken dieser Welt.
      Und was das mit der Avantgarde zu tun haben soll, ist mir schleierhaft.
      Da wird auch die „Avantgarde nichts mehr retten können.
      Da Du noch ein junger Bursche bist, wirst Du noch so einiges erleben. Ob Du das dem Auf und Ab der „Avantgarde “ zuschreibst. überlasse ich Dir.

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      • Irene: Richtig, die Wirtschaftsentwicklung hin zu immer mehr Kuchenstücken für die 1% ist eine Sache, die positiven Erfolge des Feminismus eine ganz andere. Aber ich denke, auf dem gesellschaftlichen Bewustseinsstand von damals wäre die wirtschaftliche Rolle der Frau heute noch schlechter als sie ist. Erst seit 1977 dürfen Frauen hierzulande selbstbestimmt erwerbs-arbeiten, selbst wenn sie verheiratet sind.

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  4. Ist ja schön wenn die Femministen wieder was zu jammern gefunden haben. Macht doch mal denselben Test mit Schwarzen Menschen. Wenn wir hier Lando Calrissian nicht mitrechnen dürfte der Zusammenschnitt 0:00 Minuten haben.
    Auf der anderen Seite, Leia kann sowohl als Frau, als auch als Minderheit gezählt werden, schließlich ist sie der letzte Alderaaner des Universums.

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    • Ist das etwa das „und anderswo hungern Kinder“-Argument? Nee, danke.

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  5. @ Wolfgang Schaeble
    Ich und Feministin – da kann ich ja nur lachen.

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  6. Das Ergebnis wundert mich nicht.
    Die Anzahl der Sprechkomparsen und Stichwortgeber ist bei Star Wars ebenso begrenzt wie bei Jim Knopf und seinem Lokomotivführer. Ich würde mich sehr wundern, wenn die im ersten Film zusammen auf mehr als zehn Minuten Sprechzeit kommen.

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