Peak Music, und ihr dunkles Geheimnis

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Im abgelaufenen Jahr 2015 wurden im weltgrössten Musikmarkt USA erstmals mehr Alben verkauft, die vor mehr als 18 Monaten veröffentlicht worden waren, als aktuelle Titel. Dasselbe passierte bei Downloadverkäufen. Also ist zumindest der Verkauf von Tonträgern und Downloads eine sterbende Branche – bei Streams kann sich das anders verhalten. Für Big Music wäre das eine Horrornachricht, hätten nicht die grossen Labels bereits mit entsprechenden Verträgen mit Streaming-Anbietern ihre Schäfchen ins Trockene gebracht; zum Nachteil der Künstler, wie inzwischen bekannt ist. Peak Music ist allerdings erreicht, so oder so.

Allerdings kommen, begünstigt durch die Anonymität des Internet, inzwischen die wirklich dunklen Seiten des Music Biz ands Tageslicht. Auf dem Tumblr The Industry Ain’t Safe berichten Frauen anonym oder mit Namensnennung über Belästigung, Vergewaltigung, sexuelle Nötigung als festem Bestandteil der Musikwirtschaft. In aktuellen Worten: Eine einzige grosse Kölner Silvesternacht.

Pic oben: das meistverkaufte Album ever

4 Kommentare

  1. So sind sie halt, die Kulturen, die auf der abrahamischen Grundideologie aufbauen. Frauenunterdrückung hat in der katholischen Kirche eine lange, traurige Tradition, über die Folgen wird bisweilen berichtet, auch wenn Kritik daran gerne unterdrückt wird. Islam und Judentum teilen dieses Problem. Es macht überhaupt keinen Sinn, mit dem nackten Finger auf angezogene Moslems zu zeigen – wir bauen genau die gleiche Scheiße. Das sollten wir uns mal wirklich bewußt machen, sonst wird aus einer Lösung des Problems auf Dauer nix.

    Gruß

    Thomas

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  2. p.s.: der Gott, den alle, die sich bekriegen, in Wahrheit anbeten, heißt nicht Jahwe, Allah oder wie auch immer … er heißt Mammon. Im Namen des Geldes findet die wahre Unterdrückung statt. Hab ich schonmal irgendwo geschrieben, daß ich den Kapitalismus nicht mag?

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  3. nur mal so eine frage „am rande“:

    was ist eigentlich aus alle den gefickten kindern der kirchen und kirchlichen einrichtungen (zB. kindergärten, schulen etc.) geworden? und natürlich auch der nicht-kirchlichen?

    davon abgesehen:

    [ Allerdings kommen, begünstigt durch die Anonymität des Internet, inzwischen die wirklich dunklen Seiten des Music Biz ands Tageslicht ]

    die dauernde, zT. massiven sexuellen übergriffe, nötigungen und belästigungen innerhalb der KUNST-INDUSTRIEN sind doch schon lange und ausführlich bekannt.
    im besonderen die kinderfickerei innerhalb der mode- und filmindustrien.
    zudem ist das alles schon seit jahrzehnten gegenstand von gerichtsverhandlungen die es wegen ihrer zT. bekannten protagonisten immer wieder in die schlagzeilen schaffen. ebenso schon jahrzehnten ist es thema in unzähligen büchern (vor allem biografien und autobiografien), reportagen, artikeln in magazinen, serien und filmen.

    das wohl bekannteste bspl.:
    die berühmt-berüchtigte „besetzungscouch (casting couch)“.
    die ist ja nicht gerade unbekannt oder gar etwa ein ausdruck der erst in den letzten paar jahren erfunden wurde.

    was ist es anders – egal wie man es gesetzlich auslegen mag – als das vergewaltigen lassen müssen um eine arbeit bekommen zu können?
    daran ist weder etwas freiwillig noch wird es gespeist durch freie entscheidungen, auch wenn sich die betreffende person nicht gleich zur wehr setzt oder etwa aus dem büro stürmt (anfangs noch eine option, kommt irgendwann nach dem vllt. ??? 50zigsten mal der reine sachzwang ins spiel). es wird zwar gerne „sexuelle nötigung“ genannt, es ist aber nichts weiter als blanke vergewaltigung, denn gerade menschen in künstlerischen (oder verwandten oder daran anschließenden) berufen haben oftmals nur noch die wahl zwischen „es sich über sich ergehen“ zu lassen oder zu hungern oder sich auf irgendeine art kriminell aktiv zu betätigen (zB. beschaffung und verkauf von drogen).
    das habe ich selber mitbekommen bzw. wurde mir von einigen künstlern erzählt die wir verterten haben als ich vor 15 jahren in münchen einem multimediaunternehmen arbeitete (als ausrichter von firmen-events, werbeveranstaltungen, vermittlung von auftrittsmöglichkeiten, fertigung von CD kleinserien, promos, erste internet video- und radio-streamingangebote, software- und website-entwicklung etc.). das war also schon auf den unteren „C und D künstler“-ebenen (also hauptsächlich cover bands und sänger/innen, alleinunterhalter, look-a-likes, zauberkünstler und dergleichen mehr – aber auch ein paar bekannteren namen).

    ich weiß, den meisten menschen kommen, wenn sie an künstlerrische berufe denken immer nur die stars der jeweiligen sparten in den sinn, sie vergessen nur zu gerne das diese „stars“ (inklusive der B und C prominenten) maximal nur 5% der ganzen kunst-industrie darstellen.

    im übrigen ist die fixierung auf mädchen/frauen alleine mittlerweile schon geradezu als pervers zu bezeichnen, denn es wird ebenso sexuelle gewalt (wahrscheinlich genau soviel) gegenüber jungen/männern ausgeübt.
    denn gerade in diesen industrien sind HAUFENWEISE schwule und bisexuelle tätig sind und das nicht unbedingt als künstler selbst.

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  4. So isses wohl, auch wenn ich als ITler davon zum Glück nur am Rande was mitbekommen habe in meinem Leben. Und nur 5% des Erlöses kommt tatsächlich beim Künstler an. Der Rest ist Ausbeutung im Namen Mammons, und dieser Gott hat Hörner und fickt Kinder, exakt…

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