Der Krieg gegen Drogen und seine Ursache

President_Nixon_and_chief_advisers_1970

Der US-Journalist Dan Baum berichtet im Harper’s Magazine über seine Begegnung mit dem ehemaligen Nixon-Berater und Watergate-Mitverursacher John Ehrlichman im Jahr 1994, also nach dessen 18monatigem Gefängnisaufenthalt. Der Ex-Berater erklärte ihm den Grund für den „War On Drugs“, der ja bis heute andauert und jährlich Tausende, wenn nicht Millionen von Todesopfern fordert:

„Die Nixon-Kampagne in 1968, und Nixons Weisses Haus danach, hatten zwei Feinde: Die linke Antikriegsbewegung und die Schwarzen. Verstehen Sie, was ich sage? Wir wussten, wir konnten gegen den Krieg oder schwarz zu sein nicht für illegal erklären, aber indem wir es schafften dass die Öffentlichkeit Hippies mit Marijuana und die Schwarzen mit Heroin gleichsetzte, um anschliessend beides massiv zu kriminalisieren, konnten wir beide Communities spalten. Wir konnten ihre Anführer verhaften, ihre Wohnungen überfallen, und sie Nacht für Nacht in den Abendnachrichten verteufeln. Ob wir wussten, dass wir über die Drogen logen? Natürlich wussten wir das.“

Wir sollten uns hier vor Augen halten, dass der „Krieg gegen Drogen“ bis heute weiter geführt wird. Von Politikern, die diesen Krieg dazu benutzen, um ihre politischen Gegner zu zerstören, und dabei die vielen Todesopfer und die Stärkung des organisierten Verbrechens gerne in Kauf nehmen. Auch Angela Merkel, die von einer Schwächung der Friedensbewegung und der multi-ethnischen Arbeiterschicht profitiert, während der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan fordert, alle Drogen freizugeben. Wir sehen: Drogen sind eben kein Freizeit- und Luxusthema, sondern ein Mittel, um Herrschaft auszuüben. Schon im Sinn der Freiheit und Demokratie muss dieses Machtmittel zerstört werden.

pic pd, v.l.n.r.: H.R. Haldeman, Dwight Chapin, John D. Ehrlichman, Richard Nixon.

4 Kommentare

  1. In colorado ist es doch jetzt frei erkäuflich? Das wird sich sicher alleine wegen der steuereinnahmen auf die anderen staaten ausbreiten.. (sind ja alle bankrott die amis ;)

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  2. alter hut, werter fritz, ganz alter hut. und sogar mit bart.

    das erwähnte ist schon lange bekannt. war es schon anfang der 80ziger und war es auch schon teilweise in den 70zigern.

    nur ist es halt so dass das gro der leute nie die wahrheit hören will (egal wie viele beweise man ihnen vorlegt).
    das problem dabei ist das sie dann ihren selbsthass nicht mehr so ohne weiteres auf andere projizieren könnten wenn sie denn mal die gewohnten feindbilder aufgeben müssten.

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    • Ja, und weil die Situation immer noch so ist, müssen diese für uns wenige bekannten Fakten weiter wiederholt werden. Bis es jeder weiss.

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  3. Auch wenns n alter Hut ist. (siehe auch LSD und Vietnamkrieg). Manche Sachen geraten gerne mal in Vergessenheit und da schadet es nicht, die nochmal ans Licht zu holen.

    Danke dafür. Ich brauch son Wachrüttler ab und an. Und wenn es nur meiner weichen Birne hilft sich wieder an was zu erinnern^^

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