Gender vs. Mainstream

marvelcould

Die Weisheit des Internet flüstert uns zu, dass Marvel tatsächlich eine eher masku­line Superheldenkultur pflegt, aus der die Serie „Agent Carter“ heraussticht. Oder herausfällt. Zum einen, weil darin gar keine Superhelden vorkommen (ausser Captain Americas Absturz im Pilot), zum andern, weil die Agentin im Emma-Peel-Stil sowohl gegen Superschurken als auch den Alltagssexismus der späten 40er zu kämpfen hat. Meinetwegen muss Marvel allerdings keine Fashion-Zweitvermarktung betreiben, mir genügt die angekündigte dritte Staffel. Aber seht euch erst die ersten beiden an. Sehr unterhaltsam.

screenshot oben: theglorifiedloser, gif unten: aus der serie

peggycarter

11 Kommentare

  1. Das ganze Programm der „Superhelden“ war seit seinem Anfang in den 20/30ern gepraegt von derselben tiefsitzenden Angst und daraus ersteigender Aggression wie die Kunstauffassung des III. Reiches. Supermann (und seine Varianten in Superkraeften) ist die Figur eines „Messias“, d.h. des „Retter aus der Not“, wie sie schon in der judaischen Tradition wie im „Schlafenden Kaiser im Kyffhaeuser“ hervorkam – nur simpler, brutaler, und ohne wirkliche Moral.
    Wer sich die Physiognomie dieser Helden ansieht, wird leicht die „arischen“ Characteristica der Statuen und Bilder des II. Reiches erkennen – wozu natuerlich auch die Ideologie des Kapitalismus, in diesem Falle vor allem des US Kapitalismus und des sich ausbreitenden US imperialismus (damals vor allem in Suedamerika) gehoert.
    Das Auftreten einer weiblichen „Heldin“ ist lediglich ein „politisch korrektes“ Zugestaendnis an die aggressive Richtung,“Feminismus“ hat in den letzten Jahrzehnten genommen, der im Grunde dieselben Gewaltmomente annah, wie der Hitlerfaschismus, einschliesslich der „Vernichtung des Feindes“ (Maennerverrnichtung im Sinne des „S.C.U.M. Manifesto“ von Valerie Solanas, die ihre Kampfthese mit drei Schuessen auf Andy Warhol propagierte – und vo Bettie Friedan und anderen Feministinnen dafuer als „Vorkaempferin des Frauenrechts“ verteidigt wurde.
    Der ganze Supeheldenhimmel is von daher nicht empfehlenswert – wird aber von der naemlichen Kapitalwelt weiterhin als Verbloedungs-instrument der Massen eingesetzt.

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    • Corrigendum: Absatz 3: „des III. Reiches“

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  2. Uebrigens: Die Dame in dem Filmabschnitt oben schiesst nur Platzpatronen – richtige Munition gibt einen wesentlich staerkeren Rueckschlag, weshalb auch -zum Zwecke des Abfederns und zuverlaessiger neuer Zielerfassung- der Schussarm (in meinem Fall der linke) leicht abgewinkelt wird. Die Dame oben wird nicht viel treffen.

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    • Da haben wir’s!: Frauen sind blöd! Keine weitere Fragen euer Ehren! ;)

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      • Wo er recht hat, hat er recht. Das ist keine echte Munition, die da abgefeuert wird.
        Dann läge die Frau schon längst auf dem Boden.

        Ich habe schießen gelernt.
        Bei einem Gewehr dagegen ist der Rückschlag wesentlich schwächer, weil die Patrone eine länger Strecke zurücklegen muss, ehe sie ins Freie gelangt.

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        • Ich bin durchaus froh darüber, dass hier nur Pengpengpatronen verwendet werden. Ansonsten wäre der Schauspielerverbrauch enorm. Und alle Überlebenden wären völlig taub. Das macht man sich nämlich nicht bewusst, wie laut diese Schiessdinger in Wirklichkeit sind.

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          • Da können einem glatt die Trommelfelle platzen.
            Darum auf einem Schießstand oberste Pflicht: Ohrenschutz.

            Nur was machen Polizisten bei einem Einsatz, wenn es mal so richtig zur Sache geht ?
            Die können sich ja nicht kurz zuvor die Ohrenschützer anlegen.

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        • dieser herr dürfte dann auch nichts treffen? http://www.theblaze.com/wp-content/uploads/2013/01/James-Bond-Personalized-Gun-620×454.jpg

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          • Nee, der sieht nur etwas furchterregender aus.

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  3. Gender ist Mainstream

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  4. Hm…dann würden alle texte einwandfrei gegendert sein und alle menschen im gleichen beruf gleich bezahlt werden und die gleichen chancen haben…doch lese selbst..wenn gender mainstream wäre, würden 99%der kinderbücher anders gezeichnet und anders geschieben sein, hm… aber ein makron ist manchen einfach, wie eine fliege in der suppe…

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