Studie: Die einseitige Darstellung Griechenlands in deutschen Medien

greece

Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) hat im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung „Die Berichterstattung deutscher Medien in der griechischen Staatsschuldenkrise analysiert. Fazit: „Insgesamt erfüllt die Berichterstattung nicht die erforderlichen Qualitätsstandards“. Begründung:

„Es zeigt sich, dass die Berichterstattung zur griechischen Staatschuldenkrise sehr stark regierungsgeprägt, mehrheitlich meinungsorientiert und wertend ist. Dabei wird die deutsche Regierung in den Artikeln viel weniger gewertet als die griechische. Es werden erheblich häufiger Aussagen über die griechische Regierung gemacht, als dass diese zu Wort kommt und in 26 Prozent der Artikel gehen Meinungen und Wertungen direkt von Journalisten aus, welche die Artikel verfasst haben.“ Analysiert wurden „1442 Artikel mit einem Bezug zur griechischen Staatsschuldenkrise in den Medien Die Welt, Bild, Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), Süddeutsche Zeitung, Die Tageszeitung (taz) und Spiegel Online zwischen dem 28. Januar 2015 und dem 30. Juni 2015“.

Die statistische Auswertung des Medienverhaltens durch die Würzburger Wirt­schafts­professoren, die diese Studie erstellt haben, bestätigt ein Bauchgefühl zu einseitig berichtenden Medien. Allerdings stellten die Wissenschaftler starke Unterschiede in der Objektivität zwischen den Medien fest. Es wird sich zeigen, ob auch hier der Markt regelnd eingreift und Medien, die ihre journalistische Aufgaben zu wenig wahrgenommen haben, in Zukunft weniger nachgefragt werden und dadurch in wirtschaftliche Schwierigkeiten kommen.

boecklerstiftung (PDF) via der freitag

pic Athanasios Lazarou cc by

6 Kommentare

  1. Kommt reichlich spät so eine Studie, nicht? Wenn wunderts, aber ändern wird sowas eh nichts.
    Die Eliten haben gemerkt, dass auf ein „na und?“ keine handfesten konsequenzen folgen und machen deswegen einfach was sie wollen.
    Aber wir haben es nicht anders verdient, wenn uns unsere bequemlichkeit wichtiger ist.

    Aus Frankreich fliehen angeblich die Millionäre. Dort ist die Islamisierung ja etwas weiter vorangeschritten als in DE (aber keine Angst, mutti holt kräftig auf!), denn die wissen, dass mit den braunen menschen nicht gut kirschen essen ist! Das sollten wir uns von denen abgucken..

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    • Hier muß ich Knurr etwas … na gut, wohin treten, wo’s schmerzt, denn sein Verhältnis zu „braunen Menschen“ ist schlicht Rassismus.
      Was Frankreich hat, ist ein langgestrecktes Erbe aus der Kolonialzeit – oder mehr deren Endzeit, die nicht sehr freundlich war. Auch damals gab es Fluechtlinge: zumeinst Leute, die mit der Kolonialmacht zugange gewesen waren – aber dann auch noch viele mehr, denen das europäische Leben besser gefiel – was dann spätere Genertionen nicht ganz so sahen.
      Schau’n wir mal: Wo kamen die Leute der Terrorakte in Frankreich her? Aus Frankreich. Wahrscheinlich aus dem Bereich der „pieds noirs“, die schon immer unintegriert waren.
      Daselbe überm Kanal: Wo kamen die London-Bomber her? Leeds und andere Midland-Städte – sehr multikulturell.
      Und die Bahnbomber von Atocha in Madrid? Nicht so klar, aber auch nicht kürzlich zugereist – Spanisch Marokko?
      Und Brüssel? Franco-Wallonische Cooperation
      Das hat nicht viel mit Hautfarbe zu tun, wohl aber mit Geschichte, verfehlter Politik, und Fehlen von Eingliederung in die hiesige Personalität und Kultur. Fremdkörper, die fremd bleiben, anstatt sich einzuleben, sind eine Gefahr – besonders in Ghettos.
      Diese Syrer -die ja eigentlich die sind, die Frau Merkel, richtig, eingeladen hat, brauchen solche Menschlichkeit – und sie täte uns selbst auch gut. Daß da auch andere versuchen werden sich einzuschleichen – ja, ist Grund zum Aufpassen. Aber diese Neuauflage des Fremdenhasses -besonders mit anderer Hautfarbe- das ist mehr als bedenklich!
      Was mich noch besonders beunruhigt ist: Warum ist das in der Ex-DDR schlimmer als anderswo? Sollte nicht der sozialistische Weltgedanke da für besseres sorgen?
      Das Problem ist wohl, daß langer West-Einfluß alles dortige – aber auch wirklich alles- als schlecht, schlimm, unmenschlich propagiert hat, so daß selbst Menschlichkeit verdächtig ist. Da war „Mutti“ ja recht un-Ossi – was uns allen anstünde.

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      • Wie du bereits sagst haben wir den bereits hier ansässigen braunen Menschen genug Probleme, warum dann noch mehr reinholen?
        Der Staat wird nicht machen um die Leute zwangszuassimilieren.
        Sie selber haben auch kein Bedürfnis danach.

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        • Du wohnst in Berlin, oder? Wo’s fast nur weissbrotgesichtige Ossis zu sehen gibt, und keine 50% Immigranten wie in angenehm entspannten westdeutschen Städten? Dann haste was verpasst.

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          • mann mann mann, ich weiß noch als westberlin eine richtig geile stadt war – in den 80zigern bis mitte der 90ziger und ein bisschen drüber – so bis ca. 98.

            auf den osten hat man bis auf ein paar wirklich supergeile clubs eh scheißen können und im westen der stadt gings bunt und gut gemischt zu. auch gab es viele „echte“ künstlerszenen, und echte autonome und überhaupt „echte“ etc.

            in den jahren nach 98 gings nur noch steilstens berg ab mit berlin. in zunehmenden masse nur noch gentrifizierte hippster-deppen, ultra angepasste inbetweeners und fakester allerorten – am anderen ende biedermänner und geschniegeltes managertyp-gesocks samt läufiger püppi-pussy an der leine bis zum erbrechen und reihenweise elend.

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  2. nene – er hat schon recht… wir haben zu viele „braune“ Menschen. Wobei ich da weniger die Hautfarbe problematisch sehe…

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