Der EM-Drive und seine theoretische Erklärung

Mike_McCullochDer rückstosslose, aber nach Messungen funktionierende EM-Drive der britischen Physiskers Roger Shawyer könnte ein Raumantrieb der Zukunft sein. Allerdings will niemand glauben, dass ein Gerät funktionieren kann, das gegen grundlegende Newton’sche Prinzipien verstösst, und das, obwohl die NASA, ebenso wie chinesische Ingenieure das Ding zum Laufen gebracht haben:

Es erzeugt Aktion (Antrieb) ohne Reaktion. Jetzt hat Mike McCulloch (pic) von der Plymouth University ein Erklärungsmodell aufgestellt. Er führt aus, dass die bekannte Massenträgheit eine Funktion der von der allgemeinen Relativitätstheorie beschriebenen Unruh-Strahlung sei, eine Schwarzkörperstrahlung, die mit Beschleunigung von Körpern einhergeht. Bei sehr kleinen Beschleunigungswerten, so McCulloch, sei die Wellenlänge der Unruh-Strahlung so gross, dass sie nicht mehr ins beobachtbare Universum passt. Die zu messenden Werte der Strahlung und der Trägheit seien damit quantisiert, würden aus unserer Perspektive „Sprünge“ machen. Dieser Effekt wurde beim Vorbeiflug von Raumsonden/Satelliten bereits beobachtet. Die Bauweise des EM-Drive bedingt unterschiedliche Unruh-Wellenlängen an verschiedenen Stellen im Inneren des Geräts und erzeugt daraus Schub. Dies ist eine Hypothese, die allerdings durch die Berechnungen von McCulloch gestützt wird: Er kann voraussagen, welcher EM-Drive wieviel Schub leistet und erreicht Zahlen, die sehr in der Nähe der experimentellen Messwerte liegen.

Die Sterne warten also immer noch auf uns.

technologyreview, pic plymouth U

2 Kommentare

  1. ja und? was soll das genau bringen? RICHTIG! übähoobt nüschts.

    aus dem GreWi

    [ Bislang beläuft sich der angeblich gemessene Schub noch im Bereich von Mikronewton und damit tatsächlich derart gering, dass die beteiligten Wissenschaftler alles daran setzten, auch unvorhergesehene Effekte und Phänomene als falsche Schubmessung auszuschließen. Sollte sich die Schubentwicklung sozusagen aus dem Nichts jedoch bestätigen und der EmDrive auf Raumschiffproportionen vergrößert werden können, könnte – so zeigen sich Raumfahrtvisionäre zuversichtlich – die etwa Reise zum Rand unseres Sonnensystems auf wenige Monate im Vergleich zu den derzeit noch notwendigen Jahrzehnten reduziert werden. ]

    http://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/emdrive-weitere-erfolgreiche-nasa-tests20151104/

    wie oft wird eigentlich noch das alte perpetuum mobile heraus geholt?

    braucht man jetzt vllt. nur noch „dilithiumkristalle“ zu entdecken um „warpkernreaktor“ zu bauen?

    oder ist das jetzt gar die vorstufe des
    „unendlichen unwahrscheinlichkeitsdrives“ ?

    Gefällt mir

    • Das Ding ist… Schub akkumuliert!
      Auch ein paar Mikronewton werden irgendwann der Lichtgeschwindigkeit nahe kommen. Wenn man sie nur lange genug läßt. Und da das Rückstoßmaterial ja hier nicht alle wird, hat man jede Menge Zeit.

      Das Problem ist eher, wenn das Ding selber Energie braucht, und dabei weniger effizient ist, als wenn man die Energie selber nach hinten ausstoßen würde.

      Gefällt mir


Comments RSS TrackBack Identifier URI

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s