Star Trek 2017: Ist die Enterprise ein Lügenraumschiff?

Es wird nächstes Jahr auf CBS (und in diesem „Internet“) eine neue Start Trek Serie geben. Oben der gehaltlose Teaser. Mit einem neuen Schiff, neuen Charakteren, neuen Widersachern und der alten, bis heute unbeantworteten Frage: Warum zur Hölle soll ich mir eine Serie (oder Kinofilme) über ein Militärschiff ansehen, dessen Besatzungsmitglieder allesamt glauben, dass sie die Guten sind und deswegen zufallschwangere Flotteneinsätze in unterschiedlichen Teilen des Universums ok seien? Tatsächlich habe ich mir in der Vergangenheit in wiederkehrende Anfällen von Langeweile eine ganze Reihe von Enterprise-Folgen und -Filmen angesehen und nicht ein einziges Anzeichen von Kritik oder auch nur Zweifel an der Selbstgerechtigkeit und Selbstgefälligkeit dieser Zukunfts-Navy entdeckt. Wer sich das also nächstes Jahr ansehen möchte – bitte. Für mich ist das alles zu platt und zu militärverherrlichend, um unterhaltsam zu sein. Danke. Nein. via mefi

6 Kommentare

  1. Star Trek als „Zukunfts-Navy“ zu bezeichnen ist ja wohl komplett daneben. Zudem gibt werden immer wieder (gerade bei der Next Generation) fragen gestellt, wie und wann man in Konflikte eingreifen darf. Es ist wohl die Sci-Fi-Serie, die das Thema Krieg, Gewalt, Religion am kritischsten behandelt

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  2. Normalerweise sind die Gäste einer Webseite die Trolle und nicht die Betreiber!

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  3. [ . . . eine ganze Reihe von Enterprise-Folgen und -Filmen angesehen und nicht ein einziges Anzeichen von Kritik oder auch nur Zweifel an der Selbstgerechtigkeit und Selbstgefälligkeit dieser Zukunfts-Navy entdeckt . . .]

    na, das ist wohl die allergrößte scheiße die du je geschrieben hast und führt dazu das ich dich ab jetzt entweder als eine „lügenfresse“ oder einen dummen august ansehen muss.

    das was du mit . . .

    „nicht ein einziges Anzeichen von Kritik oder auch nur Zweifel an der Selbstgerechtigkeit und Selbstgefälligkeit“

    behauptest . . .

    . . . ist ein umstand der fast alle serien wie ein DICKER ROTER faden – im besonderen in TNG und DS9 – geradezu augestechend und ohrenblutend durchläuft, da von den hauptfiguren und wichtigeren nebenfiguren sowie den „föderalen“ zuspielern fast ständig die eigenen handlungsweisen in bezug auf die „hauptdirektive“ oder auch „oberste direktive“ (im engl. nur „general orders“) in frage gestellt werden.

    gerade die figuren der Captains „Jean Luc Pikard“ in TNG und „Benjamin L. Sisko“ in DS9, sind ja wohl mit weitem abstand die ethisch und moralisch integersten figuren die – aber nicht nur in im Star Trek Universum – sondern generell in den fiktiven universen der fernsehserien, erschaffen wurden.

    nur wurden sie eben nicht mit heiligenschein und persilschein ausgestattet, sondern sie zeigten stets das sie eben auch nur „kleine“ menschen sind, die trotz der von ihnen selbst an sich gestellten zT. sehr hohen ansprüche (trotzdem oft, und oft auch sehr große) fehler machen (können) und nicht vor eitelkeiten und falschem stolz gefeit sind.
    der unterschied dieser figuren zu vielen anderen ist aber das sie nie in selbst-bedauern und wehklagen darüber versinken wie „böse & und unfähig“ doch alle anderen um sie herum sind und wie unfehlbar sie selber sind.
    stets hinterfragten sich die figuren selbst und versuchten nach kräften ihre begangen fehler wieder gut zu machen. auch standen sie nie darüber sich für begangenes unrecht zu entschuldigen.

    selbst Captain „James T. Kirk“ aus Enterprise TOS, bekam regelmäßig strenge belehrungen von „Mr. Spock“ und „Bones“ um die selbstherrliche fresse gehauen und musste dann immer wieder mal ganz kleine brötchen backen und sein handeln mehrmals überdenken.
    der zeit seiner entstehung geschuldet war das „James T. Kirk“ schlussendlich doch nur ein futuristischer space-cowboy war und die weiten des weltraums eine etwas größeres outback auf dem die kühe auf den „trek“ durch den wilden westen getrieben wurden. aber es war lustig – und damals, mehr als nur irgendwie ein bisschen faszinierend (wir hatten doch nichts nach dem krieg).

    mit Captain Kathryn Janeway in „Voyager“ war das so ein zweischneidiges schwert. das lag aber weniger an der figur selber (und eben so wenig den anderen figuren) sondern an dem dämlichen und inkonsistenten „heimreise plot“ den sich die produzenten merklich aus dem arsch gezogen haben und der dann nach Season 4 immer hirnrissiger wurde. es hätte eine so sehr gute serie werden können, aber leider wurde der schwerpunkt nicht auf abenteuer, entdeckung, charakterentwicklung und story gelegt sondern, der billigen quoten wegen, auf möglichst viel radau und knallerei. hauptsache die „neuen fans“ (die so ab den letzten beiden seasons in DS9 dazu kamen) haben nicht mehr allzuviel nachdenken müssen, sondern konnten mit dem alien der woche inklusive möglichst vieler explosionen und unnötigem wie auch teils völlig unlogischem, teils komplett blödsinnigem drama pro vietelstunde (zwischen den werbeblöcken) zufriedengestellt und an den geräten gehalten werden.

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    Star Trek: Enterprise (2001-04)???
    (hust, räusper) naja – dozu sog i nur = the beginning of the total downfall & annihilation soon to come -> „Scott Bakula“?????? ECHT??? das universum wurde eindimensional, sehr schlicht und plötzlich – brain freeeeeeeeeeze.
    George Daabel-U Bush hätte die rolle genauso gut spielen können und es wäre gar nicht mal aufgefallen. selbst Bernd das Brot hätte die rolle mit mehr tiefgang darstellen und mit geist ausfüllen können.

    [ die wirkliche schande aber ist – die serie hatte MEGA POTENTIAL (zur not auch mit Scott Bakula). zum großen teil interessante figuren, überaus entwicklungsfähige charaktere, einen haufen begabter schauspieler deren gesichter noch nicht verbraucht waren standen zur disposition, dazu einen damals schon 35sig jährigen background. eigentlich starteten sie ja nicht einmal wirklich schlecht (wenn man von dem brechreiz erzeugenden titel song absieht), aaaaaaber dann . . . besonders nach Season 2 . . . aaaaaaaaaaaaaaaaaaaah-> (<-charlie brown style) ] mussten sie es unbedingt total versauen.

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    und die letzten beiden ST filme?

    nun, es gibt laternenpfähle und bäume genug an denen man "J. J. Abrams" aufhängen könnte.

    ich dachte mir damals 2005, nach dem ende der Star Wars prequel-trilogie, das es kaum möglich wäre ein weltraum märchen noch langweiliger, stumpfsinniger, dümmer und noch einfacher gestrickt auf film zu bannen (angesichts des zur verfügung gestehenden bugdets) – aber nö, ich wurde mit den letzten beiden Star Trek filmen (dank J.J. Abrahams) tatsächlich eines besseren belehrt. es ging tatsächlich noch bodenlos blöder und es wurde der beweis angetreten das es anscheinend wirklich keine grenze nach unten zu geben scheint.
    (ich weis, es gibt extrem viel schlechtere filme. diese werden aber in aller regel von sich selbst überschätzenden absoluten nichtskönnern und zudem mit budgets hergestellt die nicht weit über denen von besseren prono-produktionen liegen und nicht mit 100/200/300+ millionen dollars, einer wagenladung voll zT. auf allen ebenen talentierter schauspieler sowie technikparcours die teilweise nicht mal den bestgebuttertsten geheimdiensten zwecks beweisfälschung zur verfügung stehen).

    wenn also diese beiden blöcke – im besonderen die 2 abrams-filme – deine referenz sind, dann ja, dann kann ich irgendwie verstehen das du zu solch einer feststellung kamst.

    es entschuldigt aber nicht deinen allgemeinen rant gegen star trek.

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  4. Ja. Natürlich ist mir klar, dass Star Trek (wie auch einige andere Pop-Kultur-Meme) religions-ähnliche Verehrung geniesst und deshalb jede negative Meinung zum Thema zu aufkochenden Emotionen führt. Schon deshalb muss man in Ruhe darüber sprechen können.

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  5. Ich bin kein großer Star Trek Fan. Aber ich kann mich an eine DS9 Folge erinnern in der ein paar Crewmitglieder auf einem Planeten gecrashed sind, auf dem zwei Völker ständig Krieg füheren und als Strafe zu ewigem Leben verurteilt wurden, um sich bis in alle Ewigkeit zu bekriegen.

    Ich finde diese Folge hat sehr schön den Unsinn von Rache gezeigt.
    Haben die in DS9 nicht auch das erste reine Kriegsschiff der Föderation bekommen?

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  6. Da haste dir aber die Realität wieder mal ganz praktisch verdreht.
    Sonst hätte dir schon die „prime directive“ einen Strich durch die argumentative Rechnung gemacht.

    Ich find jede Art von Kriegsmaschinerie schrechlich, aber TNG kam mir nie als solche vor, sondern als Forschungsmission.
    ENT war dafür aber definitiv Kriegs-Propaganda.

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