Pokemon Go und der virtuelle Landbesitz

lawn_pikachu_bldgblog

Es gab zwar bisher schon Augmented Reality Games (wie Ingress), allerdings bringt erst Pokemon Go die Frage nach den Nutzungsrechten für virtuelles und virtuell genutztes physisches Land auf. Landbesitz und die Verfügung darüber endet ja heute schon in einer gewissen Höhe und Tiefe: Man darf über jedes private Grund­stück in angemessener Höhe fliegen, und Bergwerke oder Bohrungen machen auch so ziemlich, was sie wollen. Aber die Nichtwelt?

Das unsichtbare Leben der Pokemons? In Britannien und den US of A entwickeln sich bereits erste juristische Auseinander­setzungen um Nutzung von Privatgrund durch die augmentierte Realität, etwa wenn fremde Menschen an der Tür klingeln und höflich fragen, ob sie im Garten des Pensionärs einen Pixelgeist erhaschen dürfen. Der öffentliche Grund und seine augmentierten Nutzung wird ebenfalls irgendwann eine höchstrichterliche Klärung erhalten, oder zumindest in stadt­planerische Überlegungen einfliessen: Wenn die Jäger der Nichtweltwesen Strassen und Plätze verstopfen, muss zwischen den verschiedenen Nutzungsarten ein Ausgleich geschaffen werden. Zumal die Virtualität (und hier sind augmentierte Anwendungen eingeschlossen) eine immer noch grössere Rolle spielen und immer mehr physischen Raum einnehmen wird. Die schöne neue Welt legt sich inzwischen schon zaghaft, wenn nicht gar zärtlich über die hässliche alte, sichtbar allerdings nur im Display. via bldblog

Hinterlasse einen Kommentar

Es gibt noch keine Kommentare.

Comments RSS TrackBack Identifier URI

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s