Die Zukunft der Landwirtschaft

autonomous

Der US-amerikanische Landmaschinenhersteller Case IH stellte diesen ACV Traktor vor, ein autonomes Gerät, das selbsttätig vom Parkplatz zum Feld fahren und dort die gewünschte Tätigkeit ausführen kann. Hindernisse werden selbsttätig erkannt. Der Landwirt – beziehungsweise Angestellte eines Agrarkonzerns – programmiert inzwischen den nächsten Einsatz auf seinem Tablet. Wir sehen hier, wie die Informationsrevolution nicht nur Berufskraftfahrer, sondern auch Landwirte arbeitslos macht und Produktivität völlig in die Hand von Investoren legt. Das Problem der alten industrielle Revolution war, dass die vorhandenen Elemente des Kapitalismus beschleunigt wurden, weil für den Kauf und Betrieb von grossen Maschinen Kapital notwendig war, so dass alle Menschen ohne Zugang zu Kapital wirtschaftlich nicht mehr konkurrenzfähig waren. Heute beschleunigt die Informationsrevolution diesen Vorgang noch weiter und zentralisiert Produktivität massiv. Ausser wir setzen unsere Holzschuhe im politischen Geschehen ein, verhindern CETA, TTIP, TISA und alles, was da noch kommt. via io9, und hier sind weitere Beispiele für Automation in der Landwirtschaft. pic Autonomous Solutions Inc.,/CNH Industrial/Case IH

7 Kommentare

  1. Eigentlich ist das ja geil, und gehört meiner Meinung nach auch nicht ge-holzschuht. Wieso sollen Menschen die Arbeit machen, die auch von Maschinen gemacht werden kann.

    Da trommle ich lieber für ein BGE, um die Menschen aufzufangen, als für das Recht, im August mit der Sense auf’s Feld zu dürfen.

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  2. Au ja, Automatisierung verhindern, damit die Leute weiter ihre Drecksjobs ausüben können und wir uns keine Gedanken über eine moderne Gesellschaft machen müssen.
    Und das TTIP-Getrommel nervt nur noch und hat mit diesem Thema überhaupt nichts zu tun.

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  3. Es gab Maschinenstuermer gegen Spinnmaschinen, proteste gegen Massentierhaltung (wo ich schon viel mehr dabei bin), und eben auch Naturromantik a la William Morris „News from Nowhere“, ein ‚post-maschinentod-Idyll‘ von gruenem Leben mitKuehen, Bienen, und Blumen – und auch Gutem zum Essen, ganz selbverstaendlich.
    Auch unsere Schrebergaertner und Naturfreunde haben ja etwas davon mitbekommen – der gute Morris war ein Schoenheits- und Romantikfreund, ganz im Prae-Raffaelitischen Sinn. Und doch muessen wir gestehen, dass Romantik das Fehlverstehen der Staedter fuer eine ideale Naturlandschaft (auch mit richtigen gluecklichen Naturmenschen). Das waer‘ ja auch ganz schoen: Ich bin im Dorf aufgewachsen – und nach Berlin, Liverpool, London, Hong Kong,auch wieder in einem gelandet. Aber auch das ist nicht mehr, was ich als kleiner Junge kannte. Schoen, wenn man’s noch wo findet, aber es kann uns nicht mehr alle versorgen. Wir brauchen Landwissenschft, Maschinen,Ernaehrungswissenschaft – all das zusammen – kein Weg zurueck.
    Wenn’s geht, ein paar Winkel davon erhalten – ’s wird immer Leute geben, die sich dafuer begeistern lassen – und warum nicht?
    Und die muss man/frau dann in Ruhe lassen – nicht als Touristen Beglotzstuecke.

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  4. Hartz-IV-Empfänger: Jobcenter sollen „sozialwidriges Verhalten“ sanktionieren

    Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will einem Bericht zufolge schärfer gegen Hartz-IV-Empfänger vorgehen, die ihre Bedürftigkeit selbst verursacht oder verschlimmert haben. Demnach sollen Betroffene, die ihre Hilfebedürftigkeit selbst herbeiführen, sie verschärfen oder nicht verringern, künftig sämtliche erhaltenen Leistungen für bis zu drei Jahre zurückzahlen müssen, berichtete die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf eine neue Weisung der BA an die Jobcenter. Selbst der Wert von Essensgutscheinen müsste dann erstattet werden.
    Quelle: SPIEGEL Online

    Anmerkung unseres Leser J.A.:
    Wir sind in Deutschland anscheinend sooo dicht davor, daß Hartz-IV-Betroffene wegen des Bezugs von Sozialleistungen ins Gefängnis kommen. Zu Recht, denn natürlich sind die Hartz-IV-Betroffenen schuld daran, daß es fünf bis sechs Millionen Arbeitslose, ein viel zu geringes Wirtschaftswachstum, viel zu niedrige Löhne und viel zu wenige freie Stellen gibt. Gespannt bin ich auf die Ausführungsbestimmungen: wie kann den das Jobcenter Essensgutscheine zurückfordern (müssen die wieder ausgespuckt werden?) oder Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge (oder die in Anspruch genommenen Gesundheitsleistungen?), und zwar von Menschen, die überhaupt kein Geld haben? Sollen die Betroffenen dann jahrzehntelang Schulden abarbeiten – und würde das nicht den „Anreiz“ zur Stellensuche deutlich verringern? Diese Regierung und diese Republik werden immer verrückter.

    dazu:
    Wo soll das enden? Übergewichtige und Ganzkörpertätowierte könnte man doch auch … Ein Kommentar zum „sozialwidrigen Verhalten“, das die Jobcenter sanktionieren sollen
    In der Online-Ausgabe der BILD-Zeitung wurde man mit dieser Meldung konfrontiert: »Die Bundesagentur für Arbeit (BA) verschärft die Gangart gegenüber Hartz-IV-Empfängern. Schärfer ahnden sollen die Ämter laut einer neuen internen BA-Weisung „sozialwidriges Verhalten“ von Hartz-Empfängern.« Das hat Spiegel Online aufgegriffen: Jobcenter sollen „sozialwidriges Verhalten“ sanktionieren. Dort erfahren wir mit Bezug auf den BILD-Artikel, der sich wiederum auf eine neue Weisung der BA an die Jobcenter beruft: »Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will … schärfer gegen Hartz-IV-Empfänger vorgehen, die ihre Bedürftigkeit selbst verursacht oder verschlimmert haben. Demnach sollen Betroffene, die ihre Hilfebedürftigkeit selbst herbeiführen, sie verschärfen oder nicht verringern, künftig sämtliche erhaltenen Leistungen für bis zu drei Jahre zurückzahlen müssen. Strenger ahnden sollen die Ämter demnach auch „sozialwidriges Verhalten“ von Hartz-Empfängern.«
    Was muss man sich denn darunter vorstellen – „sozialwidriges Verhalten“? Beginnen wir mit der „mildesten“ Variante, weil sie immer wieder gerne angeführt wird und sich vielen Beobachtern auch als ein bewusstes Fehlverhalten darstellt, das man ahnden kann/soll: »Hartz-IV-Empfänger, die bezahlte Jobs grundlos ablehnen und deshalb weiter von Hartz IV abhängig bleiben«, die fallen unter diese Kategorie, wobei hier gar nicht thematisiert werden soll, dass es in praxi gar nicht so einfach ist, diesen Tatbestand eindeutig festzustellen.
    Aber die neue Weisungslage hat es in sich: »Betroffen seien etwa Berufskraftfahrer, die den Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer verlieren und dann auf Hartz IV angewiesen sind … Die schärferen Bestimmungen könnten demnach auch Mütter treffen, die sich weigern, die Namen der Väter ihrer Kinder zu nennen. Denn dieser müsste möglicherweise Unterhalt zahlen, das Jobcenter müsste dann weniger Leistungen an die Mütter überweisen.«
    Quelle: Aktuelle Sozialpolitik

    Anmerkung Christian Reimann: Da die SPD politisch die Verantwortung für die BA trägt – die ach so linke Frau Nahles (SPD) ist Bundesministerin für Arbeit und Soziales – kann bzw. muss angenommen werden, dass die Partei mit diesen Verschärfungen einverstanden ist und billigend in Kauf nimmt, dass die Betroffenen – sei es aus Protest oder Überzeugung – nationalistische und rechte Parteien wählen. Die SPD hat offenbar aus den verheerenden Wirkungen der Politik der Agenda 2010 keine oder die falschen Schlüsse gezogen: Immer noch meint sie wohl die „kleinen Leute“ wie Zitronen auspressen zu können während die Reichen und Vermögenden dieses Landes mit Samthandschuhen behandelt werden.

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    [ Da trommle ich lieber für ein BGE ]

    [ . . . und wir uns keine Gedanken über eine moderne Gesellschaft machen müssen. ]

    [ Wir brauchen Landwissenschft, Maschinen,Ernaehrungswissenschaft – all das zusammen – kein Weg zurueck. ]

    WAS FÜR EIN NAIVES GESCHWURBEL.

    Währenddessen ihr reden schwingt wollen DIE den Hartz4-lern sogar noch nicht mal mehr etwas zum fressen geben.

    Diese Viecher verstehen und verdienen nur noch eine einzige Art der Antwort . . .

    . . . und die kommt aus dem Ende eines Gewehres.

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    • sieh USA, waffen vorhanden, aber die menschen erschiessen sich lieber gegenseitig als die bonzen.. es ist verloren..

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  5. Ja, richtig. wir brauchen nicht weniger Roboter, sondern mehr. Das Problem ist nur, wer die (wirtschaftliche) Kontrolle über die Dinger hat. Wir oder die 1%.

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  6. Das Einzige was neu an dem Traktor ist, ist die Tatsache, das keine Kabine mehr vorhanden ist.
    Es gibt bereits seit Jahren in Deutschland Landmaschinen die selbstständig Arbeit erledigen, z.B. Bodenbearbeitung wie ackern, eggen usw.
    Mein Vater ist Landwirt, ich weiß wie übel die Arbeit auf einem Hof ist. Ich selbst und mein Bruder haben ab unserem 9 Lebensjahr zu Hause mitgeholfen.
    Erst vorgestern ist mein Pa bis 22 Uhr mit dem Traktor auf dem Feld gewesen.
    Diese ganzen Romantiker die sich Landwirtschaft als zwei Personen Familienbetrieb mit 5 Schweinen, zwei Kühen, einem Taktor, vielen Bienen und Löwnzahn vorstellen sollte man mal zwangsweise aufs Land zur Arbeit verdonnern.
    Schon mal 8 Stunden mit dem Hochdruckreiniger einen Schweinestall gewaschen?
    Ich schon.
    Wenn ihr ein Problem damit habt das immer mehr Höfe aufhören und wenige große übrig bleiben:
    Legt einen Fond auf, in den jeder Bürger Deutschlands einzahlen darf. Mit dem Geld werden Höfe aufgekauft, modernisiert und als reine Biobetriebe genutzt.
    Gerade in unserer Zeit in der jeder von Bio und „nachhaltiger“ Landwirtschaft labert müßte das ja eine sichere Investition sein.

    Aber so was wird nicht passieren. Denn dann müßten die ganzen Bio-, Linken-, Sojaprodukte-, Dinkelfresser mal ihr eigenes Geld in die Hand nehmen und ein Risiko eingehen anstatt andere („konventionelle“ Landwirte) dazu aufzufordern ihren Familienbetrieb zu ruinieren.

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