Das Wahlvolk und die internationalen Geheimgerichte

cattle

In Mecklenburg-Vorpommern sind die Hochrechnungen für die heutige Landtags­wahl da, auch hier haben über 20 % der Wähler die AfD angekreuzt. Warum? Weil sie was gegen die Islamisierung und überhaupt Bedrohung tun will, und auch, weil die anderen Parteien doof sind. Ich wette, dass keiner der betreffenden Rechts­aussen­wähler das Programm dieser Pseudoprotestpartei gelesen hat. Das ja völlig auf Kosten der „kleinen Leute“ geht, die gerade ihre politische Zuflucht bei den Nazikuschlern suchen. Die gute Nachricht:

Die Erfahrung aus anderen Landtagen und Kommunen zeigt, dass die AfD, ausser unspezifisch gegen Moslems, Juden und Linke zu hetzen und möglichst viel Geld zu verbrauchen, rein gar nichts macht. Das wird sich also von selber tot laufen, wie die anderen Rechtsaussenkasperiaden zuvor auch. Inzwischen geht es den „kleinen Leuten“, die sich allesamt als Teil des „Mittelstands“ betrachten (niemand will mehr Arbeiterklasse sein) aber wirtschaftlich immer schlechter. Während es einer überschaubar grossen Gruppe in diesem und anderen Ländern immer besser geht: Den Superreichen. Die übrigens auch einen sehr kleinen Teil ihres Superreichtums dafür ausgeben, Medienhäuser auf Rechtsaussenkurs zu halten und den Wahlkampf von unfähigen Grossmäulern wie Donald Trump (und wie seine mecklenburg-vorpommerischen Gegenstücke alle heissen) zu finanzieren. Sehr wenige Medien haben allerdings verstanden, wie das Internet funktioniert und wie man sich mit dessen Hilfe unabhängig erhält (solange man keine Seitensprungvideos von abgehalfterten Wrestling-Stars veröffentlicht wie im Fall Gawker) – eines der erfolgreichsten Independent-Webmagazine ist Buzzfeed, das uns gerade eine mehrteilige, fundierte Reportage über die geheimen Absprachen der internationalen Konzerne liefert. Über Rechtsbeugungen, Korruption und internationale, kommerzielle Schiedsgerichte, die sogenannte „Freihandelsverträge“ wie TTIP, CETA oder TISA verpflichtend einführen wollen. Lest das selbst: Das ist mal so richtig gruselig. Und die einzige Chance, die wir haben, um uns dagegen zu wehren, ist Demokratie. Nicht solche Stammtischparteien wie die Front National, FPÖ, UKIP oder eben die AfD. Die sind alle nur dafür da, die Wut über das zunehmende Bestohlenwerden auf Ärmere und Schwächere umzulenken. Hier ist der Bericht auf Buzzfeed: Secrets of a Global Supercourt. pic John Comloquoy cc by sa

4 Kommentare

  1. Ich stimme Dir in vielem hier zu – vor allem der Rolle der Medien.
    Nur an einer Stelle gehst Du schief: Diese Medien sind Anti-Trump!
    Wenn Du Dir das richtig ansiehst:
    Wieviel Lob und Preis bekommt die Massenmoerderin Clinton?
    Wieviel Kritik bekommt sie?
    Preis und Gloria: ne Menge – Kritik: kaum etwas!
    Dasselbe dagen zu Trump:
    Preis und Gloria: Sch…. – Kritik: massenweise!
    Du hast das auch noch nicht gekapst, wie das mit den Parteien da steht:
    Republikaner-Groessen schmusden jetzt mit Hillary – wie die Dems!
    Das zeigt das alte Bild:
    – Es ist EINE PARTEI – zumindest in der Fuehrung.
    Und Trump, wie Sanders waren der Schrecken des Neuen:
    Das Volk verstand sie (auch wenn ihr Verstaendnis des Volkes noch schwach ist) – sie sind POLPULAER!
    Oh Shreck! – der gruene Klops kommt aus dem Sumpf des Volkes.
    Und nun sind diese United Upper Parties verzweifelt:
    ¨Mon Dieu! le peuple – peutetre la Plebs! L´état sommes nous!A bas les Populistes!¨
    Die AfD sind ganz was anderes.
    Ja, da sitzt auch eine Fremdenfurcht – und Angst um den Job –
    wie in den USA, und wie bei Brexit – aber die USA sind schon lange nicht -waren nie- wirklich liberal und gleichheitlich. Da ist viel mehr am Brodeln – nimm nur ¨Black LIves Matter!¨
    A;so: Denk mal ausserhalb, oberhalb der Presse und Medien
    – UND zwischen den Zeilen!

    Gefällt mir

  2. Solange der Kapitalismus in seiner ausbeuterischen Form als Blaupause für „uns geht’s gut“ dient, braucht sich wohl auch niemand wundern, wenn die dahintersteckende Ideologie immer populärer wird (siehe z.B. http://www.independent.co.uk/news/world/americas/white-nationalist-movement-twitter-faster-growth-isis-islamic-state-study-a7223671.html ). Es wird ein dichotomes, totalitäres Weltbild aufgebaut: „Wir sind die Guten, und wer nicht zu uns gehört, ist unser Feind“. Ob es sich dabei um Superreich/nicht Superreich, arisch / nicht-arisch, Moslem / nicht-Moslem oder was auch immer handelt: solange dieses Weltbild von denen, die sich selbst als Vorbilder sehen, vorgelebt wird, immer wieder riesige Mengen Benzin in’s Feuer laufen, braucht sich da nun wirklich niemand wundern. Freut euch auf rosige Zeiten…

    Gefällt mir

  3. Große Worte für einen der einer Partei hinterherläuft die sich eigentlich schon totgelaufen hat ;-)
    Kaum war sie etwas wichtiger machte sie keine Politik, sondern Ponaderte und Schrammte vor sich hin und verbrauchte nur unser schönes Geld! Kein Wunder, dass der Spuk sehr schnell vorbei war!

    Probleme sieht man halt immer nur bei den anderen, nie bei sich selbst…

    Gefällt mir

  4. Demokratie? Du meinst die Demokratie die wir bereits haben?
    Im aktuellen Koalitionsvertrag steht das die Bundesregierung sich dafür einsetzen soll, das die USA ihre Atombomben aus Deutschland abziehen.
    Was machen die USA? Sie weigern sich nicht nur die Bomben abzuziehen, sie wollen sie modernisieren und Deutschland darf dafür 100 Millionen beisteuern.

    Ist es DIESE Demokratie die ach so wichtig und toll ist dass man sie unbedingt vor der AfD schützen muß?

    Als erstes müssen wir unsere Demokratie vor der SPD, CDU und den Grünen schützen!

    Gefällt mir


Comments RSS TrackBack Identifier URI

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s