Zusammenbruch der Energiewirtschaft nur knapp vereitelt

Wir wollen nicht unerwähnt lassen, dass der 23 Jahre alte M.I.T. Alcator C-Mod Toka­mak Fusionsreaktor in Cambridge, Massachusetts am 30. September ganze zwei Sekunden lang gelaufen ist. Von einer solchen Betriebsdauer kann der Wendel­stein 7-X Stellarator des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik in Greifswald nur träumen, obwohl letzterer für einen Dauerlauf von bis zu 30 Minuten geplant ist. Der Alcator hat bisher noch keinen stabilen Betrieb erreicht, also zuverlässig Strom erzeugt. Soll er auch nicht, sondern forschen. Am nächsten Tag wurde er übrigens abgeschaltet, weil, ähm, kein Geld mehr da ist. Für die letzte Experimentierrunde gabs noch mal 22 Mio USD ausser der Reihe, jetzt wird das Gerät demontiert. Ein Lockheed Martin F-35 Joint Strike Fighter kostet ungefähr das Sechsfache dieser Summe. Und billiger Strom aus Wasserstoff-Fusion würde alle anderen Grosskraftwerke mit ihren bekannten Nachteilen über Nacht veralten lassen. Nicht auszudenken…

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