Die verschwundenen Arbeitsplätze

Die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg? Im Ernst? Die Globalisierung? Ja, wirklich? Wie in diesem Vid schön zu sehen ist, sind es keine anderen Nationen oder Nationalitäten, sondern – nein, auch nicht die Roboter. Sondern Jeff Bezos, der Chef von Amazon. Und die anderen Superreichen und Konzernbesitzer, die Roboter einsetzen, weil sie biliger sind als Menschen. Der technische Fortschritt zerstört gerade unser Konzept von Arbeit, wie wir es aus der Industriezeit kennen. „Die verschwundenen Arbeitsplätze“ weiterlesen

Rebel Galaxy: You can’t take the sky from me

Firefly Serenity + Freelancer + Eve Online. Plus ein SouthernRock/Blues/Country Soundtrack, den ich ohne Weltall nicht ertragen würde, der aber hier fantastisch reinpasst. Von zwei Industrieveteranen, Travis Baldree und Erich Schaefer (Torchlight 1+2, Hellgate London, Diablo 1+2 etc). Kam vor nem Jahr raus, damals hab ich’s verpasst, kostet 20 auf Steam oder GOG (6,87 im Angebot), gibts für Windows, Mac, Xbox, Playstation und ist ein unglaublicher Spass. Mit genug Story dahinter, um das Ganze zusammen zu halten (aber nur so grade eben), über 20 nutzbaren Raumschiffen (Korvetten, Fregatten, Destroyer, Kreuzer, Schlachtschiffe und ein paar Frachter), extrem viel buntfarbigstem Geballer und Explosionen vor romantischer Sternennebelkulisse. Und einem Humor in der Nähe von Borderlands. Wer auch nur irgendwas mit dem Genre anfangen kann: Tante Juno hat noch ein altes Raumschiff übrig. Einfach einsteigen und losfliegen.

OTO: Verbrennt alle Keyboards

Noch 4 Tage auf Kickstarter (wird klappen): Der OTO polyhedrale Soundcontroller von Michael Samuels (Sonic Geometry) produziert technoide Töne durch Kippen und Drehen der orangengrossen Leuchtobjekte. Die Lageänderung wird wireless an eine Digital Audio Workstation übertragen. Verbrennen wir jetzt endlich alle Keyboards, die ja vor mehreren hundert Jahren erfunden wurden und meinetwegen gerne im Museum wohnen dürfen? kickstarter via boingboing

Die 14 Kennzeichen des Faschismus

trump

Im Jahr 1999 erschien das Buch „Vier moralische Schriften“ von Umberto Eco, in dem der bedeutende italienische Autor die 14 grundsätzlichen kennzeichen des Ur-Faschismus zusammenfasste. Hier sind die Liste dieser Eigenschaften und Verweise auf ausführlichere Quellen dazu. Überlegt euch nach der Lektüre, wie erschreckend viel davon auf Trump und seine europäischen Gegenstücke zutrifft. „Die 14 Kennzeichen des Faschismus“ weiterlesen

Elon Musk, neue Zielscheibe der US-Rechtsaussen-Presse

elonmuskbarackobama

Nachdem die Fake-News-Maschine im Auftrag des rechtskonservativen politischen Lagers der USA lange genug haarsträubende Horrorgeschichten über Hillary Clinton publizierte, so dass viele (sogar einzelne unter den gewöhnlich gut infor­mierten 11k2-Lesern) annahmen, es handle sich bei der Berufspolitikerin in Wahr­heit um des Teufels Grossmutter (fact check: Die Clinton-Tochter ist verheiratet und hat zwei Kinder, beide nachweislich ohne Hörner), gibt es jetzt neuen Hand­lungs­bedarf. Da die Gefahr einer Fortsetzung sozialer Politik im Stil von Barack Obama und gegen die Kriegswirtschaft der Republicans zunächst beseitigt scheint (warten wir mal die Nachzählung ab), richtet sich die nationale Fake-News-Maschine gerade auf ein neues Ziel aus: Elon Musk (bildmitte). Aber warum denn gerade der, der sieht doch nett aus? „Elon Musk, neue Zielscheibe der US-Rechtsaussen-Presse“ weiterlesen

Macht und Inzest

Wie man im Video sehen kann, findet Donald „pumpkin kingpin“ Trump, er würde was mit seiner Tochter Ivanka anfangen, wenn sie nicht seine Tochter sei. Das war im März 2006. Der Chicago Tribune berichtete vor 10 Jahren ihre Reaktion darauf: „Wenn er nicht mein Vater wäre, würde ich ihn mit Pfefferspray einnebeln“. („If he wasn’t my father, I would spray him with Mace.“) Wie gut, dass so ein Mann gerade zum US-Präsidenten gewählt wurde. Der ist sicher der richtige, um Ordnung und Arbeitsplätze wieder her zu stellen. Aber ja, wir müssen erst die Nachzählung abwarten. Und den darauffolgenden Bürgerkrieg, falls sich herausstellt, dass die Republicans betrogen haben.

Mikroplastik in unseren Flüssen

Greenpeace ist mit dem Boot durch unsere Flüsse gefahren und hat rausgefischt, was drin schwimmt. Unter anderem jede Menge Mikroplastik. Problem: Das Zeug wird erst über Jahrhunderte oder Jahrtausende abgebaut, Fische und andere Wassertiere essen es, und wir essen dann die Fische. Und das Plastik. Die Bemühungen der Umweltschutzorganisationen haben mittlerweile dazu geführt, dass Zahnpasta praktisch plastikfrei geworden ist. Anders ist es bei Körperpflege und Kosmetika: Da ist so gut wie immer Kunststoff drin. Ein Teil des Plastikmülls kommt auch bei starkem Regen in die Flüsse, wenn Wegggeworfenes eingeschwemmt wird. Wir sollten anfangen, Altplastik wie Gift zu behandeln. Etwas, das man sorgfältig behandeln muss. Und am besten so wenig wie möglich benutzt. Hier ist nochmal die Produkteliste (PDF) vom Bund Naturschutz, damit wir wissen, was wir nicht kaufen möchten.

Die US-Präsidenten-Wahl wird nachgezählt

jill_stein

Breaking News: Die US-Wahl von Anfang November, bei der Donald „pumpkin“ Trump knapp gegen Hillary Clinton verlor, dann aber doch mehr Wahlmänner hatte und deswegen korruptester Präsident in der Geschichte der USA werden soll, wird in den drei fraglichen Staaten nachgezählt. Bedingungen dafür waren: Ein Mitbewerber muss die Nachprüfung fordern, und zweieinhalb Millionen USD auf den Tisch legen, bis zum morgigen Freitag. In God’s Own Country ist Demokratie eben etwas teurer. Weil Mrs. Clinton wohl nicht als schlechte Verliererin dastehen will, macht sie derzeit keinen Mucks, deswegen übernimmt die grüne Spitzenkandidatin Jill Stein den Job. Und ruft zu einer Spendenaktion auf. Die im Moment („as we speak“) bereits 2,6 Mio eingesammelt hat. Also erfolgreich ist. Jetzt bin ich noch gespannter als gestern. Möge die Demokratie gewinnen! jill stein via jezebel, pic Gage Skidmore cc by sa

NASA: Der EM-Antrieb funktioniert

emdrive-space-engine

Die Nordamerikanische Weltraumagentur hat ihre am Johnson Space Center, Houston, Texas, durchgeführte Testreihe des EM-Antriebs beendet. Fazit: Das Ding funktioniert. Obwohl wir nicht wissen, warum. Tatsächlich wird von der Anordnung Schub erzeugt, obwohl die Aktion nicht zu einer Reaktion führt, wie es Newton damals als Naturgesetz formulierte. Der Drive bricht damit scheinbar unsere Naturgesetze. Wir sollten uns aber daran erinnern, dass es noch jede Menge andere Dinge gibt, die wir nicht verstehen. Also ist die physikalische Begründung für die Wirkung des vom Briten Roger Shawyer vor 17 Jahren erfundenen Triebwerks einfach noch nicht entdeckt worden. Der aktuell erzielbare Schub ist übrigens ziemlich mager, mit 1,2 MilliNewton pro Kilowatt Leistung schafft der EM gerade mal ein Fünfzigstel dessen, was ein heute verwendeter Ionenantrieb bringt. Dafür benötigt er aber keinerlei Treibstoff, nur Energie, was bei langen Reisen ein klarer Vorteil wäre. aerospace research central, pic spr ltd

Ist die letzte US-Wahl gehackt worden?

pumpkin_ntwilley

Vor der Wahl beteuerte Donald Trump (siehe Bild oben), er werde im Fall einer Niederlage das Wahlergebnis nicht anerkennen. Jetzt meldete sich der führende Sicherheitsexperte für Computer und langjährige Wahlcomputerhacker (er brachte Pac-Man auf einem handelsüblichen Wahlcomputer zum Laufen) J. Alex Halderman (director of the University of Michigan Center for Computer Security and Society) zu Wort. Er gibt zu bedenken, dass in Bundesstaaten mit eVoting Clinton 7% weniger Stimmen erhalten habe als in solchen mit nachvollziehbaren, nachzählbaren Stimmzetteln aus Papier. Dadurch wurde in mehrere „swing states“ der Wahl­aus­gang entscheidend verändert. Andere Computerexperten stimmen ihm zu. Halderman betont nicht zum ersten Mal, dass es sehr wohl möglich ist, Wahl­com­puter zu beeinflussen. Hierzulande zeigt der Chaos Computer Club (CCC) in einem ähnlichen Fall, dass sich auf einer solchen Maschine auch ein Schachprogramm installieren lässt. Wenn die Fachleute sich durchsetzen, müssen in mehreren US-Bundesstaaten die Wahlstimmen nachgezählt werden. Ich bin gespannt, ob das passiert. halderman, cnn, pic nicola twilley

Die Fellatio Prothese

kuang-yi-ku-4-800x533

Der auf Taiwan geborene Künstler und frühere Zahnarzt Kuang-Yi Ku lebt heute im niederländischen Einhoven. Aktuell zeigte er sein „Fellatio Modification Project“, das handwerkliches Arbeiten aus der Zahntechnik mit einer Diskussion von zwischen­menschlichen Beziehungen und ihrer Bereicherung durch Silikoneinsätze verbindet. Die Arbeit des Taiwaners hat zweifellos Aufmerksamkeit verdient. „Die Fellatio Prothese“ weiterlesen

Solardachziegel: Billiger, langlebiger und schicker

teslaroof1

Und sie erzeugen tagsüber Strom, der von einer dazu gehörigen schuh­schrank­grossen Batterie gespeichert ein Einfamilienhaus für 24 Stunden versorgen kann. Elon Musk bringt nicht nur mit seinen Raketen frische Vorräte zur Raumstation ISS, lässt Herzinfarkt-Patienten selbstgeteuert von seinen Tesla-Autos ins Hospital bringen und baut an einem Zug, der so schnell ist wie ein Verkehrsflugzeug, sondern stellte gerade sein Solarkomplettsystem mit vergrössertem Akku vor. Letzterer liegt bei ca. 5000 Euro. Die Solardachziegel aus gehärtetem Glas sind zwar deutlich teurer in der Herstellung als koventionelle Dachziegel, aus, nun, Ziegel eben, also gebranntem Lehm, sind aber nahezu bruchsicher und wiegen nur ein Fünftel. „Solardachziegel: Billiger, langlebiger und schicker“ weiterlesen

Wo die toten Flüchtlinge hinkommen

dosen-thunfische-d034701

Die im Mittelmeer ertrunken sind (jährlich 4-5000). Weil sie nicht auf anständige Weise aus ihrer vom Krieg (der von unseren Aliierten und Konzernen um Rohstoffe und Handelswege geführt wird) zerstörten Heimat fliehen können. Letztendlich kommen sie doch nach Deutschland. Und anderen europäischen Ländern. Nur eben in kleinen Blechsärgen und als Teil einer marinen Nahrungskette: „Wo die toten Flüchtlinge hinkommen“ weiterlesen

Piraten : GEMA – 1 : 0

Onlinenutzung_Lizenz: CC-BY-SA/photo: BARTJEZ.cc WICHTIGER HINWEIß! Sie und dritte dürfen dieses Photo, - vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich machen - Abwandlungen und Bearbeitungen des Photos anfertigen* - das Photo kommerziel nutzen soweit die Persönlichkeitsrechte nicht verletzt bzw. gesondert vereinbart wurden. Fragen?! Kontakt: bildredaktion@bartjez.com Wichtig! Nicht vergessen! Regeln achten! Namensnennung/Link: CC-BY-SA/@BARTJEZ.cc

Genauer: Das Berliner Kammergericht hat heute entschieden, dass die GEMA im Fall von Bruno Kramm (siehe pic) und seiner Band „Das Ich“ keine Tantiemen an den Musikverlag ausschütten darf. Um festzustellen, wieviel der seit dem Jahr 2010 einbehaltenen Anteile an die Musiker zurückgegeben werden müssen, hat die GEMA ausserdem erstmal ihre Einkünfte offenzulegen. Das bedeutet für alle Musiker, die mehr oder weniger freiwillig Miglieder der GEMA oder verwandter Organisationen sind, potentielle Auschüttungen von viele Millionen Euro. Die Musikverlage dagegen können ihr Geschäftsmodell begraben. Ok. Das Verfahren wurde von Anfang an von der Piratenpartei unterstützt, auch wenn sich Bruno inzwischen bei den Grünen (*) eine schöne und ruhige Zeit macht (ich wünsche ihm alles Gute). Ob gegen das Urteil überhaupt noch Berufung vor dem Bundes­gerichtshof (BGH) eingelegt werden kann, muss sich das Berliner ammergericht erst noch überlegen. Bis dahin : Arrr! Wir haben gewonnen!

* UPDATE: Nach dem Urteil hat Bruno Kramm erklärt, dass er nach wie vor Pirat sei. Der „Wechsel“ zu den Grünen war, wir wir jetzt wissen, eine Finte, um mehr politische Unterstützung für den Kampf für mehr Urheberrechte zu gewinnen. In sehr einfachen Worten: Die Piraten haben die Grünen gehackt, um dadurch auf dem Konto der Gema ca. 2 Mrd. Euro zu löschen.

* UPDATE 2: Auf persönliche Nachfrage hat mir Herr Kramm inzwischen diese Entwicklung bestätigt.

piratenpartei, faz pic bartjez cc by sa

US-Wahlen: Die Heulsusen haben gewonnen

uselections2016voterturnout

Bei den Wahlen in den USA am letzten Dienstag ging es um viel mehr als den oder die nationale(n) Politikhauptdarsteller(in), sondern um eine Weichenstellung zwischen konservativer oder sozialdemokratischer Mehrheitspolitik. In harten Zahlen, nämlich Millionen von Wahlberechtigen, dargestellt, ist klar zu erkennen, dass 40 % bereits aufgegeben haben, überhaupt auch nur zur Wahl zu gehen. Was allein ja nicht ausreichen würde, um seine eigenen Interessen zu vertreten. Dabei wären Themen wie Mindestlohn, soziale Absicherung, Recht auf Rente, Bildung und Gesundheit oder ein Ende der Zweiklassenjustiz durchaus im Interesse der 100 Millionen. Hierzulande haben wir Bundeswahlbeteiligungen von über 70 statt den US-amerikanischen 60%. Ich wage zu behaupten, dass ein bedeutender Teil davon einfach irgendwas wählt. Ohne nachzudenken, was das für einen selber bedeutet. Trotzdem gewinnen auch hierzulande die Heulsusen locker jede Wahl. Und beschweren sich nachher, dass die Gewählten machen, was sie wollen. Klar ist Politik unverschämt kompliziert – aber das Problem liesse sich leicht für jeden Einzelnen lösen, wenn jede(r) sich überlegt, was (zum Beispiel) die drei wichtigsten Punkte wären. Und diese dann vergleicht mit den tatsächlichen, nachprüfbaren Entscheidungen von Parteien und Politikern. Der Nachteil: Man muss sich ab und zu ne Stunde hinsetzen und nachschaun, und man ist damit konfrontiert, dass man ja offenbar die Verantwortung für sein Leben übernommen hat. Oder man bleibt eine Heulsuse. Das ist einfacher. pic: us election project via wapo

USA: Wie man die Wahlmänner los wird

map-2016-campaign-events-v1-2016-11-7

Nach der US-Präsidenten-Wahl ist die Empörung gross, dass Trump Nationalchef wurde, obwohl er in Prozent weniger Stimmen hatte als Clinton. Dafür aber mehr Wahlmänner. Bisher gilt nämlich, dass die US-Bundesstaaten unterschiedlich viele Wahlmänner je nach Einwohnerzahl stellen, diese aber dann ihre Stimme immer gemeinsam abgeben. So dass die Wahl immer in den selben 6 Bundesstaaten ent­schieden wird. Besser wäre, wenn entweder gar keine Wahlmänner mehr benötigt würden, oder diese an das Verhältnis der gültigen Wählerstimmen gebunden wären. Wenn etwa im Bundesstaat Apache 60 % für Müller und 40% für Meier stimmmen, dann hätte heute Müller 100% der Wahlmänner, und nicht nur 60%. Das muss aber nicht immer so bleiben: Bisher haben bereits 11 Bundesstaaten das National Popular Vote Gesetz angenommen, das für die von uns alle als gerechter empfun­dene Verteilung sorgen würde. Wenn noch weitere sechs Bundesstaaten (und bereits 12 weitere haben das Gesetz zumindest in einer von beiden Kammern des Parlaments verabschiedet) so entscheiden, wird es in Zukunft keine Über­rasch­ungen beim Auszählen mehr geben. Zum Vergleich: In Deutschland einigen sich die Koalitionen der Länderregierungen darauf, ob sie im Bundesrat gemeinsam oder geteilt abstimmen, das ist bereits ein wenig näher am Wählerauftrag. Pic oben: Anzahl der Wahveranstaltungen je Bundesstaat 2016 nationalpopularvote via mefi

Valerian

Luc Besson hat einen neuen ScFi-Film in Arbeit: Valerian and the City of a Thousand Planets. Nach einem französischen Comic (Valérian et Laureline von Jean-Claude Mézières und Pierre Christin) aus den Sechzigern und seit gestern auch mit einem fantastisch opulenten Trailer. Kommt im Sommer 17 ins Kino.

USA: Einen Tag nach der Wahl wieder business as usual

wrinklyjackolantern

Nachdem der rechte Flügel der US-Elite es tatsächlich geschafft hat, der Bevöl­kerung einen alternden Kürbis als Präsidenten anzudrehen, kehrt am nächsten Tag augenblicklich neo-liberale Normalität ein. Vom Geist der versprochenen Revolution gegen „die in Washington“ keine Spur. Selbst die Beteuerungen, alle Moslems zu verbannen, sind 24 Stunden nach der Wahl von Trumps Website verschwunden, während die üblichen Verdäch­tigen, also die Hardcore-Republicans und Buldoggen der 1% bereits die wichtigen Ämter unter sich ausmachen. Für Donald Pumpkin sicher kein Problem, er wird in den nächsten vier Jahren genug Gelegenheit haben, ausländischen Damen an die Pussy zu fassen und überseeische Würdenträger zu beleidigen. Jeder hat ja so seine Hobbys. Ändern wird sich nichts, ausser noch weniger Steuern für die Reichen, weniger Umweltschutz und weniger Bürgerrechte. The Great Pumpkin Swindle Of 2016. via boingboing, pic evilerin cc by

Schock: USA wählt Horror-Kürbis zum Präsidenten

lamp-pumpkin-for-witch

Tatsächlich! Diesen Trump! Warum machen die das nur? Erstmal: „Die“ waren das nicht, sondern eine Menge verschiedener Faktoren. Ein bischen Wahlfälschung („voter suppression“, so wie Wahllokale in Hochburgen der „Democrats“ schliessen), ein wenig Gerrymandering (Wahlkreise so legen, dass möglichst wenige Wahl­männer für die Democrats rauskommen), das antike US-Wahlsystem, bei dem nicht die abgegebenen Stimmen zählen, sondern die „Wahlmänner“ jedes Bundesstaats (Trump: 47.5% 279 Wahlmännerstimmen, Clinton: 47,7 %, 228 Wahlmänner­stimmen), die 5-10 % echte Nazis, die’s in jedem Land gibt, angrenzend ein paar Prozent Hardcorechristen, Ku Klux Klan und Konföderierte (die Bayern der USA), dazu viele Millionen Enttäuschte, die das gebrochene Wohlstandsversprechen im mächtigsten Land der Erde nicht weiter hinnehmen wollen: „Schock: USA wählt Horror-Kürbis zum Präsidenten“ weiterlesen

Deutschland im Terror-Herbst

evil-bloody-clown-face

Extrablatt: Kopf des islamistischen Terrornetzwerks Abu Walaa gefasst. Der Mann wird beschuldigt, so Bundesanwalt Frank, eine ausländische terroristische Ver­einigung unterstützt zu haben. Den Islamischen Staat a.k.a. Daesh. Erkenntnisse darüber, ob er oder ein anderer der insgesamt fünf Verhafteten selbst Gewalttaten verübt hat, liegen nicht vor. Parallel dazu sind vom selben Bundesanwalt acht Bundesbürger aus Freital, Sachsen wegen mehrerer Mordanschläge und Attentate angeklagt worden. „Deutschland im Terror-Herbst“ weiterlesen

Der Schlaf der CSU gebiert Ungeheuer

goya

Das Bild und Mem vom Schlaf der Vernunft ist von Francisco de Goya und von 1799: El sueño de la razón produce monstruos. Die CSU dagegen hat sich gerade wieder einmal fürs Weiterschlafen entschieden: Während Millionen von Bewohnern dieses Landes, einschliesslich der 1,5 Millionen CSU-Wähler (40,5%, Europawahl 2014) vor allem ihre Ruhe haben wollen, genug zu Essen, eine schöne Zeit, keinen Stress mit anderen und eine Zukunft für ihre Kinder, gibt sich die bayrische Folklorepartei ohne Gegenstimmen der Parteitagsdelegierten ein inzwischen siebtes Grundsatz­programm mit der Überschrift „Die Ordnung“. Grundpfeiler dieser „Ordnung“: „Der Schlaf der CSU gebiert Ungeheuer“ weiterlesen