Elon Musk, neue Zielscheibe der US-Rechtsaussen-Presse

elonmuskbarackobama

Nachdem die Fake-News-Maschine im Auftrag des rechtskonservativen politischen Lagers der USA lange genug haarsträubende Horrorgeschichten über Hillary Clinton publizierte, so dass viele (sogar einzelne unter den gewöhnlich gut infor­mierten 11k2-Lesern) annahmen, es handle sich bei der Berufspolitikerin in Wahr­heit um des Teufels Grossmutter (fact check: Die Clinton-Tochter ist verheiratet und hat zwei Kinder, beide nachweislich ohne Hörner), gibt es jetzt neuen Hand­lungs­bedarf. Da die Gefahr einer Fortsetzung sozialer Politik im Stil von Barack Obama und gegen die Kriegswirtschaft der Republicans zunächst beseitigt scheint (warten wir mal die Nachzählung ab), richtet sich die nationale Fake-News-Maschine gerade auf ein neues Ziel aus: Elon Musk (bildmitte). Aber warum denn gerade der, der sieht doch nett aus?

Musk hat zwar sein Geld mit HiTech-Unternehmen wie Paypal gemacht und wäre damit einer der Vorzeige-Entrepreneurs der USA, bringt aber heute viel zu viel Unordnung in die bestehende Wirtschaftsordnung: Sein Elektroauto, der Tesla, bedroht die Umsätze der Automobil- und was noch schlimmer ist, der Erdölindustrie. Sein Hyperloop-Vakuumröhrenzug wird Bahn- und Luftverbindungen überflüssig machen. Seine Space X Raketen bedrohen die Wachstumschancen für altein­gesessene Rüstungs-, Luft- und Raumfahrtunternehmen wie Lockheed Martin oder Boeing. Sein Solar City Nullernergiehaus mit Strom liefernden Glasdachschindeln und familiengerechter Batterie im Keller bedroht die Energiekonzerne und ihre Kohle-und Nuklearkraftwerke. Das kann nicht gutgehen. Aus exakt denselben Gründen wie bei Clinton: Weil die alteingesessenen Wirtschaftsfürsten sich bedroht fühlen. Zu Recht. In beiden Fällen. Selbst wenn beide massive Verbindungen zum Big Business haben, sind sie nicht das hässliche alte Big Business. Ich schätze, es wird nicht lange dauern, bis dieselben Horrorstories über Musk auch hierzulande in den Fake Medien (epochtimes, deutschewirtschaftsnachrichten, anonymouskollektiv etc.) auftauchen, schliesslich bedroht er auch die Gewinnerwartungen der zahlungskräftigen deutschen Wirtschaftsfürsten. quartz, bloomberg, pic nasa pd

1 Kommentar

  1. Alles total überbewertet, jeder Euro/Dollar der in diese Space X Mars Geschichte investiert wird ist rausgeschmissenes Geld. Das wird NIEMALS funktionieren – die aktuellen Space X Raketen kommen ja nichtmal an die Challenger ran, sondern explodieren schon unten, beim Auftanken…
    Ich finde es ohnehin pervers, Bazillionen Dollar für paar bunte Bildchen aus dem Weltall auszugeben, während am Boden Menschen verhungern und verbluten.
    Einziger wirklicher Verdienst des Mannes bisher: leicht verbesserte Batterien, und da hat die Konkurrenz inzwischen aufgeholt.
    Hyperloop halte ich für einen Scam, auch wenn das Konzept auf dem Papier schon einen gewissen Charme hat.

    Ich bin hier einer Meinung mit Andrew Auernheimer:
    „Elon Musk made his initial success in an unrepeatable environment of the dotcom boom. Making web applications is ridiculously simple compared to any one of Elon’s new ambitions: automobiles, space travel, solar energy, and public transit. Any single one of these would be a massive undertaking, requiring the full focus of any CEO. To take them on all at once reeks of foolish pride and mania. There’s something innately childish about trying to be the king of cars, space, and trains all at once as well. It’s like he’s picking everything preteen boys might decorate their room with.“

    http://www.dssk.press/elon-musk-is-an-obvious-fraud/

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