Die verschwundenen Arbeitsplätze

Die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg? Im Ernst? Die Globalisierung? Ja, wirklich? Wie in diesem Vid schön zu sehen ist, sind es keine anderen Nationen oder Nationalitäten, sondern – nein, auch nicht die Roboter. Sondern Jeff Bezos, der Chef von Amazon. Und die anderen Superreichen und Konzernbesitzer, die Roboter einsetzen, weil sie biliger sind als Menschen. Der technische Fortschritt zerstört gerade unser Konzept von Arbeit, wie wir es aus der Industriezeit kennen.

Eigentlich schön, wenn Menschen keine stupide Arbeit mehr verrichten müssen, oder? Wir haben dann nur noch zwei Probleme zu lösen: Die Gewinne dieser Roboter­konzerne so besteuern, dass davon die Shareholder der betreffenden Märkte profitieren. Also wir. Im Sinn eines Grundeinkommens, aus Kapitalerträgen der Roboterbesitzer. Und eine neue Sinnhaftigkeit für den betroffenen Teil der Bevölk­erung finden, die sich ja dann nicht mehr über ihre Leistung definieren können, sondern einen neuen Inhalt für ihr Leben brauchen. Wenn wir diese beiden Probleme gelöst haben, kehrt wieder Frieden in unserem Land ein. Dazu müssen wir aber zuerst die Krisenprofiteure loswerden, Leute die von Ungleichheit, Unzu­friedenheit, Unterversorgung profitieren – etwa indem sie Ausländer für irgendetwas verantwortlich machen. Das ist durchaus möglich, wenn wir nicht aufhören, auf unseren Bürgerrechte zu bestehen – wozu in Zukunft eben auch das Grund­einkommen (a.k.a. „shareholder revenue“) zählt. Dass wir dann einen utopischen Sozialismus erreicht haben, sage ich an dieser Stelle lieber nicht mit dazu, das würde zuviel Verwirrung stiften. vid via kottke

4 Kommentare

  1. In einem hast Du recht: Es sind nicht (nur – ein wenig nimmt solches „outsourcing“ schon auch weg) Computers, Robots, Globalisierung, die Artbeitsplätze einfach „weg-verlegen“
    – was schon seit Jahrzehnten bekannt ist, ist, daß eine vernünftige Disposition von notwendiger Produktion und Arbeitkräften eine ganz andere Sozialwirklichkeit möglich machen würde:
    Verkürzte Arbeitszeiten, Rentenalter nach Mindestzeit auf Wunsch, allgemein hoher Lebensstandard und ale anderen guten Dinge, wie Krankenversorgung und -verhinderung, und dies auf globaler Ebene!
    Kein Wunschtraum.Durchaus möglich – aber ohne private Kapital- Anreicherung (wenn wir das Kapital, korrekterweise und nach Marx, als die anerkannt verfügbare Form der „Produktionsmittel“ annehmen)
    Ein interessantes Beispiel hierfür hatte ja Herr Ghaddafi gegeben mit dem einzigen Ölreichtums-Sozialstaat, d.h. der Verteilung des vorhandenen und produzierbaren Reichtums in der Form des höchsten Lebesstandards in Afrika (und dem allgemeine Arabien), mit freier Gesundheitspflege, Erziehung, dem Recht auf Wohnung (und gratis Elektrizität zur Kühlung und Heizung, und umgerehnet US$ 60.000 för jedes Paar bei der Heirat, und US$5.000 bei jedem Kind (Entbindung etc. natürlich kostenfrei).
    Daß solcher ‚praktischer Sozialismus‘ (auch wenn dafür in solchen Landen ein Diktator nötig ist) Grund war für unbändigen Haß, ist verständlich: Was, wenn der Arabische Frühling sich das zum Beispiel nähme? Nein – der Mann MUSS weg!
    Was geschähe aber, wenn ein Land – unseres, oder ein Nachbar desgleichen täte? Gut, wir haben nicht das Öl, aber wir haben gute industrielle Produktion. Aber was würde geschehen – abgesehen von der Möglichkeit, die wir in Yugoslavien gesehen haben (also Waffen und Instrukteure nach Bayern) oder in der Ukraine (ein keines Massaker auf Stachus oder am Rosenmontagszug), oder schlicht (siehe Cuba, Iran, Vietnam:) Embargo – „Sanktionen“?
    Soziale Gerechtigkeit ist gefährilch, ist einfach nicht gut – weil es das gleiche ist, was diese bösen „Roten“ auch wollten. Da ist also etwas, wasgut wäre, und da wir auch haben könnten – aber selbst unsere „modernen“ und „fortschrittlichen“ Mitbürger sind gar nicht so sehr dafür – nur ihren eigenen Aufstieg.
    Und für andere wird weiter die Furcht vor dem eigenen „Absturz“ (im „Elend ohne mein bißchen Privates“) wach gehalten und erneuert: „Das wäre doch Sozialismus – denkt doch mal an Nationalsozialismus – so schlimm ist das!“
    Wie ich schon oft sagte: Lügen halten uns, wo wir sind – und wir müssen den Mut haben, was uns gegeben wird, genau anzuschauen und zu erkennen, was Lüge und was Wahrheit ist.
    Besseres ist möglich. Das ist nicht neues künstliches Getue (das zumeist falsch ist), sondern lange erfahrene Wahrheit und Weisheit
    – aber die wäre vielen (im Grunde1%) schadhaft ud unbequem.

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  2. Weshalb soll, wer reich ist und reicher werden kann, auf etwas verzichten? Wieso sollten Starke den Schwachen etwas abgeben? Die Belohnung gibt es im Himmel – und wer zu sehr darauf besteht, kommt eben schneller in den Himmel.

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    • Manfred!
      (jetzt sag‘ ich’s nochmal – ganz mitleidig:)
      Manfred!
      Ich hab‘ zwar gerad letzten Freitag Tschaikovslys Symphonie (Nr. 58) mit Denem Namen genossen – aber das hier ist doch wirklich zu schlecht. Hat Dich da der Blitz auf dem Klo getroffen – mit zigtausend Volta (oder Voita, was es ja im bayerischen Dialekt sein mag)? Falls nicht, dann solt‘ er’s doch schnell tun.

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  3. Uebrigens, da hab ich grad dem Fritz geschreben:
    Hallo, Fritz,

    ich moechte also hiermit meinen Kommentar bestaetigen. Leider laesst mich mein permanenter Hacker das z.Z. nicht im ueblichen Wege tun.
    Ich nehme uebrigens an, dass es sich um meinen recht langen Kommentar handelt – ich weiss es aber nicht, denn sofort beim Absenden ging bei mir der Computer aus – wie mit Harmans Hackebeilchen.
    Du siehst: Da muss shon was dransein an dem, was ich schreibe – eine ganze Organisation mit Tag- und Nachtschicht, und polyglott – sie reagieren auf jede Sprache, in der ich schreibe. Ganz schoenes Lumpenpack! – Sollt‘ ich nicht sagen – hab’ja selbst schon mal in einer Abhoerstation mit dr ASA (Army Security Service) gedient. Aber wir hatten uns um bewaffnete Flugzeuge gekuemmert – nicht um die private Post von Zivilisten. Aber privat gibt’s nicht mehr – war z. T. unser eigener Fehler zu behauten, „alles sei politisch“ – selbst mit wem man ins Bett geht (was es ja manchmal sein kann – aber Hillary laesst mich immer kalt).

    JoB

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