Britische Polizei umgeht Verschlüsselung durch Raubüberfall

iphone

Kann die Polizei einen Verdächtigen dazu zwingen, sein Telefon durch Pin-Eingabe oder Fingerabdruck zu entschlüsseln? Nein. Auch nicht im Post-1984-Britannien. Deswegen mussten sich die Detektive des Scotland Yard Cybercrime Unit einen neuen Trick ausdenken. Der geht so: Einfach den Verdächtigen auf der Strasse aufhalten, das Telefon wegnehmen, wenn er grade telefoniert, so dass es entschlüsselt ist, dann halten zwei Beamte in Zivil ihn fest, während ein Dritter so lange auf dem Iphone-Screen herumwischt, bis der Download aller Daten auf einen schnell angestöpselten Datenträger fertig ist. Hurra, man fand Beweise. Winziges Problem: Verdächtige zu dritt überfallen und ihnen das Telefon, die Autoschlüssel, die Kreditkarte oder sonst was wegnehmen, ist nichts, was die Polizei in einem Rechtsstat tun könnte. Nur in Nordkorea und politisch angrenzenden Ländern ist das kein Ding. Inzwischen also auch nicht in Britannien. Das kommt übrigens davon, wenn man sich in Panik vor äusseren Gefahren schubsen lässt, statt der eigenen Regierung auf die Finger zu schaun. Da fällt mir auf: Das könnte uns hierzulande auch passieren. Doch. Durchaus. bbc, pic cc0

3 Kommentare

  1. Ob die mit „gefahr im Verzug“ nachts bei ihm einbrechen, wenn er über den IMSI-Cater mit seinem I-Phone surft und per Blendgranate daran hindern das Telefon zu sperren oder es ihm eben draußen abnehmen, ist doch kein unterschied.

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  2. Das gibt mir zu denken;
    Rauchsignale sind zwar weniger encrypted, verschwinden aber.
    Nur hab‘ ich das Rauchen aufegegeben.

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  3. […] über Britische Polizei umgeht Verschlüsselung durch Raubüberfall — 11k2 […]

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