Silvesternacht in Köln: Polizei versagt ein weiteres Mal völlig

koelnhauptbahnhof

Vor einem Jahr geriet die Republik in heftige Aufregung, als bekannt wurde, dass in der Silvesternacht im Bereich des Kölner Doms und Hauptbahnhofs Dutzende von Frauen sexuell belästigt und ausgeraubt wurden. Und das trotz anwesender Polizei­hundertschaften, die anschliessend rund 60 Anzeigen aufnahmen, darunter zwei wegen versuchter Vergewaltigung. Als Täter wurden überwiegend junge Männer mit ausländischem und/oder nordafrikanischem Aussehen beschrieben, wobei es sich hier ebenso um potentielle Italiener, Spanier oder andere EU-Bürger deutscher oder anderer Nationalität gehandelt haben könnte. Abgesehen von dieser Unschärfe ist sexuelle Belästigung mit oder ohne Taschendiebstahl auf dem Kölner Silvester­dom­platz genau so wenig hinnehmbar wie auf dem Oktoberfest oder irgend einer anderen Alkoholveranstaltung. Schon gar, wenn die „ganze Härte des Gesetzes“ danebensteht und nichts davon verhindert. Noch bizarrer war die öffentliche Reaktion darauf, die von unseren Kabarettisten sehr treffend dahingehend zusammengefasst wurde, dass der deutsche Mann wohl sehr sauer reagiert, wenn ihm sein gefühlt exklusives Recht auf Vergewaltigen der deutschen Frau streitig gemacht wird. Die Schande des Versagens im Angesicht nationaler Männlichkeit konnte die Kölner Polizei natürlich nicht auf sich sitzen lassen und handelte in der darauf folgenden Silvesternacht ’16 „mit allem zu Gebote stehendem Nachdruck“ (wie man das in Politikerdeutsch ausdrücken würde):

Alle „nordafrikanisch aussehenden Männer“ wurden eingesammelt, „erkennungs­dienstlich behandelt“ und in einen eigenen abgesperrten Bereich abgeführt, wo sie sich aufhalten durften, bis die Party der anderen, weniger nordafrikanisch wirkenden Kölner vorbei war. Auf Twitter, der internationalen Entblössungsplattform, rutschte der Polizei der Pauschalfachbegriff „Nafri“ raus, die Kurzform für „Nordafrikanischer Intensivtäter“. Da wundert mich jetzt doch, dass bei so viel polizeilicher Sprach­schöpfungs­höhe noch nie „Deuti“, Köli“ oder gleich „Nazi“ als per Gesichtskontrolle feststellbarem Gefährderpotentialsbegriff in die Medien drang. Zusammenfassung:

Ein voller Erfolg also, ja? Ja? Oder? Nee. Garnicht. Überhaupt nicht, sogar. Im Gegenteil. Irgendwelche Leute verhaften und wegsperren, weil die irgendwie so aussehen wie welche, die schon mal Ärger gemacht haben – das kann jeder Möchtegern-Stalin. Nordkorea funktioniert genau so. Todesstrafe für zufällig Danebenstehende. Streng genommen hat die Kölner Polizei in der letzten Silvesternacht gemeinschaftlich auf unseren Rechtsstaat uriniert und sollte dafür kollektiv gefeuert werden. Wirklich, ich hab überhaupt kein Verständnis dafür, unseren Rechtsstaat zu besudeln, schon gar nicht aus purer Unfähigkeit. Dieser Rechtsstaat ist es nämlich, der uns von der Barbarei des Dritten Reiches trennt. Nicht so sehr die Demokratie, die in der westlichen Wertegemeinschaft mehr für das Aufrechterhalten des Status von Vorgestern zuständig ist als die Vertretung des Volkswillens. Ja, aber, es gab diesmal keine Berichte von Vergewaltigungen! Die gabs in Nordkorea auch nicht, und die gibts sonst auch nicht in Deutschland, wo im Schnitt pro Stunde eine Frau vergewaltigt, alle paar Minuten belästigt und pro Tag ein Mordversuch an einer Frau durch ihren Partner verübt wird. Das sind die offiziellen Zahlen, die Dunkelziffer ist ein Vielfaches davon. Warum steht das nicht „in der Zeitung“. warum kommt das nicht in den Abendnachrichten? In Deutschland ist jeden Tag Silvesternacht, und zwar mehrmals. Ausser, es sind mehr Polizisten anwesend als sonst jemand. Was unterscheidet uns da noch von Nordkorea? Jede Menge, möchte ich sagen, aber nicht das Totalversagen der Kölner Polizei. Schämt euch, Bullen. Und überhaupt: Echt, Deutschland, halt einfach die Fresse.

Schöner Beitrag dazu im Lower Class Magazine.
Die Presse ansonsten so: faz, spon, sueddeutsche

pic Raimond Spekking / CC BY-SA, wie letztes Jahr

37 Kommentare

  1. Fritz,
    Ich geb‘ Dir insoweit recht, als die ganze Angelegenheit vom letzten Sylvester in Kölle weit überzogen dargestellt war. Wenn ich nicht irre, keine Massenvergewaltigung, wohl aber eine Menge Grabschen – und das wundert mich nicht – passiert bei allem Massentreffen.
    Nur eines sollte man/frau verstehen: Warum Nordafrikaner solche ‚funk‘ Bekleidung als „Einladung“ begrüßen. liegt daran, daß unsere Großväter sie genauso aufgefasst hätten.
    Ich habe gerade vor kurzem hier in meiner früheren Uni einen jungen Sudanesen getroffen, der mich gragte, wie es denn dazu komme daß
    „an der Uni soviele Prostituierte seien“ – worauf ich ihn belehren musste, dies sei nicht der Fall „dassind gan normale Studentinnen – aber, zugegeben, meine Mutter hätte meine Schwester nicht so aus dem Haus gelassen.
    Ich akzeptiere daher auch ein gewisses Maß an Schuldzuweisung and die jeweils „Begrabschten“. Auch unser Benehmen sollte etwas Verantwortung und Rücksicht auf die Unkenntnis anderer tragen.

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    • also grad in Köln weiß ich, daß Sylvester immer ein Glamourfest war. Nachweislich bis 2002 sehr friedlich, mit Körperkontakt, ohne Belästigung. Schnellen Recherchen (die mit Vorsicht zu genießen sind) war das bis 2013 oder gar 2014 auch noch so. Und auf einmal sollen die Deutschen sich schämen, „so rumzulaufen“? Da komm nicht nur ich in’s Grübeln…

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      • @Thomas

        Das kann ich nur bestätigen, da ich fast 20 Jahre bis 2000 in Köln lebte.
        Meine Tochter, die immer viel unterwegs war, ging auch zu Sylvester immer mit Freunden aus.
        Nie habe ich von ihr gehört, dass sie belästigt wurde, geschweige von mehreren Männer eingekreist und betascht wurde, wie das ja am Hauptbahnhof der Fall war.
        Auch 2013 und 2014 habe ich nichts derartiges gehört.
        Mein Sohn, der immer noch in Köln wohnt, sagte mir bereits im September 2015, daß es gefährlich sei, abends allein – und dazu noch als Frau – unterwegs zu sein. Er bringe darum seine Freundin, die nur einen Katzensprung von ihm wohnte, immer nach Hause.
        Fritz sollte also seine Blauäugigkeit, die er in seinen Artikel seit einiger Zeit an den Tag legt, ablegen, zu mindestens überprüfen.

        Wie eine Frau rumläuft, bleibt letzenden Endes ihr überlassen.
        Und das es dann vielleicht im Karneval oder auch zu Sylvester einige Küsschen mehr gibt, nimmt sie wohl gerne in Kauf. Aber von uns zu verlangen, uns auf die Mentalitäten verschiedener Völker einzustellen, ist vollkommen hirnverbrannt.

        Fritz ist auf dem besten Wege, das zu tun. Schade, dass er kein entzückendes Mädchen ist, dann hätte ich ihm so eine Silvesternacht 2015 am Hauptbahnhof „gegönnt.“

        Selbst am Tag, wenn nur Frauen unterwegs sind – ich bin da einmal zwangsläufig am Clodwigplatz reingeraten – gab es keine Zwangseinkesselung durch irgendwelche Männer.
        Und diesen Zustand würde ich mir gerne wieder wünschen.

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  2. @ JoB
    „….Einladung“ begrüßen. liegt daran, daß unsere Großväter ….“
    Soll das ein Witz sein? Darüber sind diese jungen Männer doch nicht informiert.

    „dass an der Uni soviele Prostituierte seien“
    Damit hat der Sudanese gar nicht so Unrecht. Denn X Studentinnen finanzieren ihr Studium als Prostitutituierte.
    Und warum auch nicht ? Wenn sie das aus freien Stücken machen und nicht für einen Galan, der sich mit ihrem hart erarbeitetem Geld seine Luxuskarossen „finanziert“ ist doch dagegen gar nichts einzuwenden.
    Eine Luxus Prostituierte oder Sado-Maso arbeitende verdient zwischen 200,00 und 400,00 € die Stunde. (Die Stunde)
    Soll sie da etwa für 8,50 € arbeiten. Die wäre ja dämlich.

    „Auch unser Benehmen sollte etwas Verantwortung und Rücksicht auf die Unkenntnis anderer tragen.“
    Welch anderer? Heißt das, dass eine Frau sich jetzt auf Grund der 75% junger Männer, die sich hier rumtreiben, sittlich anziehen sollten, um bei denen keine Erektion hervorzurufen?

    Also JoB, das finde ich jetzt mehr als lächerlich.
    Dazu meine Meinung: Ich war kein Kind von Traurigkeit, aber meine Einladung an einen Mann ist nie durch meine Kleidung provoziert worden.
    Manche Männer haben mehr als nur Augen- nämlich eine Menge Phantasie.
    Man sollte Männer generell also nicht für blöd verkaufen, dass sie nur auf nackte Tussis abfahren.
    Leider versucht man heute im Vergleich zu „meiner Zeit“ immer nur durch Äußerlichkeiten zu „glänzen“ (in allen Bereichen) und wenn die heutigen Männer – nicht nur Ausländer, die meistens von keiner liebenden oder auch weniger liebenden Frau im Heiabettchen erwartet werden, eine Sicherung durchbrennt , wird das durch die äußere Aufmachung natürlich herausgefordert.

    Es geht in diesem Fall ja ums Begrapschen, nicht um eine Werbung der Frau als Person.

    Wenn der Kölner Dom also einen schönen Arsch und aufregende Titten hätte, würden sie sich den vornehmen und die Frauen blieben verschont.

    Außerdem, unsere Bordelle wurden nicht erst für diese jungen Männer eingerichtet.

    Einst ist gewiss, von den o. g. Gründen mal abgesehen, werden diese alleinstehenden jungen Männer – mit zum Teil einer völlig anderen Mentalität – noch zu einem großen Problem werden.
    Und ich bin sicher, dass die Anreise so vieler Ausländer v. a. aus dem afrikanischem Raum zu Sylvester schon seine Gründe hatte.

    Also Bezahlung einiger Bordellbesuche für Ausländer? Sie lachen?
    Wahrscheinlich ist das schon längst verschwiegene Praxis.

    So harmlos wie Fritz halte ich die Sache allerdings nicht.
    Wir werden uns noch wundern.

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    • „Und ich bin sicher, dass die Anreise so vieler Ausländer v. a. aus dem afrikanischem Raum zu Sylvester schon seine Gründe hatte.

      Also Bezahlung einiger Bordellbesuche für Ausländer? Sie lachen?
      Wahrscheinlich ist das schon längst verschwiegene Praxis.“

      Frauke?! Bist du’s? Wer hat dich denn schon wieder an den PC gelassen!

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      • @Volker
        Tut mir leid – ich bin nicht Frauke. Ich habe auch keinen PS, sondern einen Mac.
        Erfahre ich jetzt vielleicht etwas über die geheimnisvolle Frauke?

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        • Ist das Realsatire oder ist der Schalldruck in Ihrer Echokammer mittlerweile echt so groß, dass er die Realität übertönt?

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    • ad Corvam Albam.
      Das war ein seltsames Argument, das Du gebrauchtest, o Corva Alba: der Kölner Dom mit weiblichen Insignia männliche Erregung erzeugend. Kann eine auch noch so schöne Komposition aud Baumaterial dies denn erreichen? Ich muß gestehen: Wenn sich bei dem beschriebenen Anblick in meiner Hose auch nur das geringste regte, wäre ich besorgt. Der Igel auf der Klobürste kommt zu Gedächtnis – auch eine Verirrung. Nein, dem war nicht so auf dem Domplatz – nicht letztes Jahr und nicht dieses.
      Da ware viele Menschen – auch solche, die noch nie solchen Anblick erlebt hatten, vom Dom auch, aber weniger- und was die letzteren sahen, gab ihnen Begeisterung ähnlich der eines Hundes, dem der Geruch eines wirkichen „Hot Dogs“ in die Nase kam: eine „Heiße Hündin. Alles, was da war, stimmte: Gleiche Spezies, Signale der Bereitschaft – wie schon gesagt: eine Einladung. Aber dann kam die Polizei“ „Nein, nicht das!“
      „Ja nee. Tünnes, wassen da falsch jejangn uf de Domplatz?“ – „Weis ouch nich, Schäl, hamse, de Främda mein isch, de falche Sijnale jekricht.“ – „Jou, musset sin.“ – Isset aba nich:
      Die Signale waren schon richtig, und waren auch da – aber sie waren falsch gesendet worden. Wir hatten doch, zumindest als ich Mädchen entdeckte, auch feinere Abstimmungen von „Hab‘ mich lieb!“ bis „Come on – fuck me!“ – und das letztere war unanständig. Warum dann jetzt ständig eben das rausposaunen? Die Jungs haben das schon richtig gelesen, waren aber am falschen Platz: „Völker, hört die Sgnale!“ – aber bleibt schön weg!
      Das ist wie bei dem jungen Mann, der versehentlich im Indianerreservat geboren wurde, von seiner Mutter (Oh Gott! welch schamvolles Schimpfwort!) dor gelassen wurde, und jetzt gerade in der ‚Brave New World‘ ankommt und von Lenina ‚angemacht‘ wird – die er doch noch gar nicht kennt!
      Er ist natürlich und liest alles richtig – aber nichts ist mehr richtig gemeint: Alles ist nur „Gebrauchsmuster“ – nicht Werbung für Wirkliches – nur Annonce für „Selbst“: „Schau, bin ich nich doll – wie uf de Bravo vonne druff!“ Die Frage erhebt sicj also: Was ist echt? Und was nur Schau – oder Fälschung?
      In der erwähnten ‚Brave New World“ ist einer der ersten Erziehungsschritte die Begegnung der Kinder mit richtigen Blumen – auf die sie natürlich (und das heißt: von Natur prädestiniert) begeistert zustürzen (wie unser Hund) – und einen ganz gemeinen elektrischen Stromschlag bekommen. Später werden sie dann Plastikspielzeug lieben lernen: Natur wird ihnen gründlich ausgetrieben – wie auch uns:
      Besonders das Geschlecht – das Wort sagts es ja schon: …“schlecht“ (wie Sex“ …“ex“). Ein „Konstrukt“, eine rein „patriarchische Erfindung zur Unterdrückung von Frauen“. Das müsste dann ebeso auf Gene, Genome, Genetik und die Doppelhelix zutreffen, auf denen es beruht – aber die sind heute die Grundlage von ganz was anderem: Wie bei den Blumen – der künstliche Ersatz, massenproduzierter Gender usw., Ehe, Liebe, Kinder (so nicht abgetrieben). Wir werden gelehrt, das Echte als „bigot“ zu hassen, denn „Glück ist nur im Neuen“.
      Es ist alles so neu und voller Abenteuer – ganz richtiger, wie im Katalog.
      Nun gut denn, da wünsch ich Euch allen ein ‚Brave New Year‘!

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      • @ JoB
        Das war ein schöner Kommentar.
        Die guten alten Zeiten mit Herzklopfen und Schmetterlingen im Bauch bis man „Farbe bekannte“
        Wie sang Zarah Leander : „Schön war die Zeit …..“
        Ich habe heute nicht meinen besten Tag und in den vergangenen Tagen so einiges hinter mich gebracht.
        Aber irgendwann komme ich auf Deine Worte zurück.
        Bin schon froh, dass mir der Kölner Bischof nicht mit Anzeige gedroht hat.

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  3. Italiener und Spanier kann ich von Nafris unterscheiden, am Aussehen und am Auftreten. Die Separation der Nordafrikaner war ein Erfolg, leider sind zukünftig immer solche polizeilichen Massnahmen notwendig, das zeigt, wie weit das Land unter der Merkel-CDU und den Grünen heruntergekommen ist. Und die ganzen „Nazis“ dort waren alle sozialkompatibel, aber immer gleich unter Generalverdacht stellen, gelle?

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    • Diese lieblosen Copy-Paste Texte langweilen mittlerweile sehr.

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      • Schreiben Sie doch ne’n eigenen Text. Sie scheinen doch der Super Reali zu sein.Also schnell raus aus der Schallkammer.

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  4. Oh NEIN, jemand hat NAFRI getwittert und die Polizei hat an Sylvester Zielgruppen eingekesselt und kontrolliert. Unglaublich! So ein Unrechtsstaat!! Nordkorea!!!
    Wenn in BaWü nem Demonstranten die Augen rausgewassert werden, oder in Bayern ein unbewaffneter Prohibitionsbrecher von hinten erschossen wird, dann interessiert das keinen, da gibts keine Debatte über Polizeigewalt.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/stuttgart-21-protest-wasserwerfer-opfer-bleibt-auf-einem-auge-blind-a-722939.html
    https://www.muenchen.tv/polizist-erschiesst-jungen-marihuana-dealer-ermittlungen-eingestellt-152620/

    Aber wenn jemand NAFRI twittert, und paar Schwarze kontrolliert werden und kurz warten müssen, dann kommen die Grünen und alle SJWs aus ihren Löchern und heulen rum.
    Bei jeder Demo passiert genau das gleiche, alles was nach Zielgruppe aussieht einkesseln und kontrollieren. Läuft schon immer so, stört niemanden.
    Na ja, nach der nächsten Wahl werden die Grünen, die Linke und die Piraten ja sehen was man davon hat.
    Eure Meinungen und Ansichten teilt niemand mehr, und mit weltfremdem SJW-Klamauk wird das auch nicht besser.

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  5. Erstaunlich – früher hat man Homosexuellen unterstellt, dass sie sich nicht im Griff hätten, heute sind wir schon bei den Heteromännern angelangt – meiner einer inklusive.

    Ich persönlich finde es im höchsten Maße beleidigend, wenn man so etwas jemand vorwirft. Die meisten Menschen können auch ein leichtbekleidetes Gegenüber attraktiv finden, ohne zudringlich zu werden. Und wenn sie das nicht können, ist das ganz sicher nicht die Schuld dieses Gegenübers, egal, aus welchem kulturellen Hintergrund man kommt.

    Was Deinen Artikel angeht, Fritz, da sind wir dieses mal meilenweit auseinander – erstens, weil wirklich jede Art von Behörde, in der über Funk schnell Dinge durchgegeben werden müssen, Abkürzungen ganz normal sind – frag mal die Feuerwehr und das THW, z.B..
    Und zweitens, weil ich es durchaus für normal und sinnvoll halte, wenn die Polizei sich ein Konzept überlegt, mit dem man in kurzer Zeit möglichst viele Leute sortiert bekommt ohne dass es Stress gibt. Und wenn einige Leute mit „aggressiver Grundstimmung“ ankommen und tatsächlich die Kennzeichen der Gefährder aus dem Vorjahr haben, dann ist das natürlich sinnvoll, dass die Polizei entsprechend sortiert. Oder beschwerst Du Dich umgekehrt, wenn bei einer Nazidemo gesagt wird: „Naja, die sind besoffen, pöbeln rum, sind weiss, haben Glatzen bzw. Springerstiefel mit weißen Schnürsenkeln, aber hey, die auf der Basis dieser Fakten festzuhalten wäre ja racial profiling…nee, nee, gehn’se ruhig mal weiter.“

    Ja, Pauschalverurteilungen und racial profiling sind per se nicht gut – wir sehen aus den USA, wohin sowas führt. Aber das heisst doch nicht, dass man Erfahrungswerte in so einer Situation aus dem Fenster werfen darf.

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  6. Wie immer auf 11k2: Meinungsfreiheit FTW. D.h., man darf hier einfach seine subjektive Meinung kommentieren, auch ohne den Originalbeitrag gelesen und/oder verstanden zu haben. In Teilen oder ganz. Überlegt selber: Was soll die Polizei tun? Verbrechen verhindern? Das tut sie nicht. Sonst gäbs ja keine Verbrechen. Sie soll die freiheitlich demokratische Grundordnung schützen. Die Gesetze und so. Wenn da gleich mal ein paar hundert südländisch aussehende Männer eingekesselt werden (es gibt Berichte von türkischstämmigen Deutschen) und diese als „Herkunftspauschalisierte Intensivtäter“ bezeichnet werden, hat die Polizei nur eins gemacht: Sie hat versucht, auf keinen Fall dieselben Fehler zu machen wie vor einem Jahr. Und entsprechend dafür geschimpft zu werden. Ansonsten gabs in der Kölner Silvesternacht (rein statistisch) mehrere Vergewaltigungen, viele sexuelle Übergriffe und Gewalttaten, und eben eine Symbolveranstaltung mit Rassismuskomponente auf der Domplatte. Die lokale Polizeispitze hat sich übrigens öffentlich für den rassistischen Begriff entschuldigt, und das ist auch gut so. Vielleicht klappts ja nächstes Jahr mit der Silvesterparty. Bei mir wars übrigens lustig, vielen Dank, und ich bin erst nach 4 durch die innenstädtische Grosskampfzone nach Haus gegangen. Zuviel sturzbetrunkene Landjugend für meinen Geschmack (jungbäuerliche Intensivtäter, a.k.a. „jubäuri“). Prost 2017 allerseits! https://www.youtube.com/watch?v=lV5dbcOmw6I

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    • Der Artikel kritisiert die Polizei in Köln über Sylvester, richtig? Wie hätte deiner Meinung nach denn dann das Sicherheitskonzept der Polizei in Köln dieses Jahr aussehen sollen?

      Es gibt doch nur drei Möglichkeiten:
      1. Polizei steht tatenlos rum, wie letztes Jahr, mit den gleichen Schlagzeilen am Tag danach. Konsequenz: die AfD/NPD gewinnt nochmal ca. 5% Wähler in 24h.
      2. Polizei macht den großen Einsatz, aber ohne „Racial Profiling“. Konsequenz: Gruppe asiatischer Touristen steht 5h im Kessel, und die internationale Presse kommt dann mit dem Nordkorea Vergleich. Die Kommentare dazu kannst dir dann ja ausmalen.
      3. Polizei macht den Einsatz wie geschehen, schiebt alles was nach Gefährder aussieht in den Kessel, und twittert Nafri.
      Konsequenz: relativ sicherer Abend auf der Domplatte

      Variante drei sieht für mich noch am vernünftigsten aus, auch wenn man dabei unbeteiligte Nafri-Lookalikes kurz festsetzt und kontrolliert. Es wurde niemand von der Polizei misshandelt, und es wurde auch keinem mit dem Wasserwerfer das Auge rausgeschossen. Der Schaden an der Demokratie hält sich in Grenzen, gelinde gesagt.

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  7. Und lest das hier. So aus der Praxis: http://www.ruhrbarone.de/gedanken-eines-tuerstehers-zur-nafri-debatte/137250

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    • Erstens, ja, freie Meinungsäußerung FTW, und zweitens, hat der Artikel interessante Ansätze und Ideen, läßt aber auch einiges außen vor – Nachweise dafür, das man „jemandem etwas heimzahlen wollte“, z.B. oder auch, dass wir hier nicht über eine überschaubare Gruppe von möglichen Tätern reden, sondern über eine ganz erhebliche Menge – im 1000er Bereich. Da wird das mit den Ansprachen und „Kontakt zeigen“ (was eigentlich sehr sinnvolle Vorschläge sind) schon wesentlich unrealistischer.

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      • Tja. Aber das wär eben der Job der Polizei. Und wenn die den nicht schafft, soll sie’s sagen. Die Kim Jong-un Nummer will ich jedenfalls nicht mehr sehn.

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        • Inzwischen sieht es doch so in unserem schönen Deutschland aus. Egal, was die Polizei tut, es ist verkehrt.
          Vielleicht sollte Fritz mal für einen Woche „Praktikantendienst“ bei der Polizei machen damit er weiß m von was er spricht.
          Fritz findet wie ich feststelle inzwischen auch immer weniger „Liebhaber“ oder Liebhaberinnen für seine Meinung und sollte sich mal fragen , warum?
          Vor einem Jahr sah das noch ganz anders aus. Und er sollete sich mal fragen warum.
          Hat er sich „gewendet“ oder die Kommentatoren?
          Das ist hier die Frage. Wohlgemerkt nichts gegen „Gedankengut.“

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          • Ist halt jetzt nicht mehr so einfach sich links von der CDU zu positionieren, nachdem die Kanzlerin zumindest die erste Hälfte der Antifa Parole „No Border No Nation“ mal eben in die Realität umgesetzt hat.
            Wenn man jetzt noch Gelder von den EU-Mitgliedern fordert die sich weniger solidarisch zeigen macht man aus „Wir schaffen das“ ein „Wir befehlen das, und ihr zahlt dafür“. Mit der Politik werden wir mittelfristig die EU zerbröseln und den Kontinent zum dritten Mal in 100 Jahren ruinieren.
            https://www.taz.de/Kommentar-Fluechtlinge-in-der-EU/!5367431/

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      • Na so was, Deppen gibts auch im Ausland? Mal im Ernst, ich find das grossartig, wie die Conne Island damit umgegangen ist. Geht doch.

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        • Ja, dort hält man sich die Flüchtlinge ab jetzt über den Eintrittspreis und Emailhürde vom Leib, und denkt über professionelle Security und mehr Polizei nach.
          Das ist ok und kein Rassismus, weil hier Antifaschistinnen vor sexuellen Übergriffen geschützt werden müssen. Wenn die Polizei in Köln die Security hochfährt ist das dagegen in deiner Wahrnehmung nazimäßig und ne Kim Jong-Un Nummer.
          Ist doch beidesmal genau das Gleiche: Man hat zuerst mit Political Correctness, falsch verstandener Toleranz und Laissez-faire Attitüde schlechte Erfahrungen gemacht, und versucht nun, das Publikum dort besser zu schützen.
          Wenn Conne Island die Flüchtlinge als Problem bezeichnet geht das, aber wenn die Cops Nafris twittern regt sich jeder auf.

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  8. Ach ja, Kritik an der Polizei und der Rechtsstaat ist in Gefahr. Immer nur Schlagwörter…

    Ich habe ein paar Jahre im Ausland gelebt und kann nur den Kopf schütteln über diesen Mist. Wenn ich mich nicht die Geflogenheiten des Landes angepasst hätte, wäre ich sofort draußen gewesen. Aber hier sollen sich die Deutschen den Ausländern anpassen? Armes Deutschland…

    Wer hier zu Gast oder geduldet ist, hat sich den Geflogenheiten hier anzupassen, ansonsten: Wo kommst du nochmal her?

    Zitat: „Mal im Ernst, ich find das grossartig, wie die Conne Island damit umgegangen ist. Geht doch.“

    Schön das du zum Aussperren so eine gute Einstellung hast. Dummerweise hat die Polizei in Köln das selbe gemacht. Wer da nichts zu suchen hatte, wurde ausgesperrt. Und die, die jemanden besuchen wollten, wurden, als Service der Polizei, direkt vor Ort gebracht, meinte ein Bekannter, der in Köln gefeiert hat.

    Diese Leute waren die Ursache und nun wird sich beschwert, das die Reaktion die Ursache trifft? Hier läuft mittlerweile mehr als nur etwas falsch und in meinen Augen hat die Polizei hier sogar ein Lob verdient.

    Nihilus

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    • @Nihilus
      Ich habe viele Jahre in Frankreich gelebt, habe dort gearbeitet, also keinerlei finanzieller Unterstützung bezogen,dann geheiratet und 2 Kinder erzogen und ich kann jedem raten, in diesem Fall auch Fritz, sich mal im Ausland umzuschauen.

      Wenn man in einem fremden Land lebt, dann hat man sich den Geflogenheiten dieses Landes anzupassen und nicht umgekehrt .

      Und ich bin Ihrer Meinung Nihilus, dass dies inzwischen in diesem Lande nicht mehr passiert.Wir haben uns den Migranten anzupassen, von denen die wenigsten berechtigte Flüchtlinge sind.

      Und wenn die Polizei schon einmal richtig reagiert. Traurig überhaupt, dass sie überhaupt in so großer auftreten muss, dann wird sie getadelt.
      Vom Schreibtisch aus ist das nicht schwer.

      Ich habe nach Paris viele Jahre in Köln gelebt. Ich kann mich an solche Aufgebote an Polizei in keiner Weise erinnern.

      Aber warten Sie es ab. Es wird nicht besser.

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  9. Schwer zu verstehen, oder? Der Unterschied zwischen einzelnen problematischen Personen und der Pauschalisierung von Gefahr in eine einzelne Bevölkerungsgruppe. Ich bin übrigens sehr froh, dass unsere Gäste, vor allem die Schutzsuchenden aus Kriegsgebieten, sich unseren kriminellen Gewohnheiten so wenig anpassen. Sonst hätten wir sehr viel mehr Morde, Vergewaltigungen, Körperverletzungen. Die auch prozentual viel häufiger von Deutschen begangen werden als von Nicht-EU-Bürgern. Das Ausgrenzen von schweren Straftaten und Verlagern auf andere Hautfarben ist eine kollektive Verdrängung unserer eigenen gesellschaftlichen Probleme. Im konkreten Fall: Des in Deutschland alltäglichen Sexismus. Den wir selber zelebrieren, weit mehr als die eingereisten Südländer.

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    • Wunschdenken. Zumindest in Hamburg sieht das wohl anders aus.
      „In Hamburg wurde gegen 560 Personen wegen einer „Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung“ ermittelt, davon waren 58 Prozent Deutsche und 42 Prozent Ausländer. Letztere werden damit im Verhältnis zu ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung mehr als doppelt so häufig einer sexuellen Straftat verdächtigt.“
      ..
      „der Gesamtanteil der Flüchtlinge an der Hamburger Bevölkerung beträgt dagegen etwa drei Prozent. Bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung waren elf von insgesamt 93 Tatverdächtigen entweder Asylbewerber oder Flüchtlinge, ein Anteil von zwölf Prozent an den Tatverdächtigen.“

      https://www.abendblatt.de/hamburg/article208967719/Sexualstraftaten-das-sind-die-Fakten.html

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      • Jap. „verdächtigt“ ist das Wort in deinem Artikelzitat. Die ZAhlen werden irgendwann sicher härter.

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        • Ja, in dem Punkt hast Du Recht, man sollte nur die tatsächlichen Verurteilungen werten. Das dauert aber sicher noch Jahre, bis die Justiz in Hamburg 2016 abgearbeitet hat.
          Da weibliche Rentner deutlich seltener vergewaltigen als männliche Jugendliche und junge Erwachsene müsste man das in der Statistik dann auch noch berücksichtigen, also Vergleichsgruppen nach Alter und Geschlecht bilden.
          Ich glaube aber nicht, dass man damit das vierfache Ungleichgewicht bei den Vergewaltigungen rausrechnen kann, das wird sich dann irgendwo bei 1:3 einpendeln.
          Wikipedia hat eine Übersicht
          https://en.wikipedia.org/wiki/Immigration_and_crime

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    • In der Tat schwer zu verstehen. Siehe dazu diesen Artikel: http://blogs.faz.net/deus/2016/12/26/der-ostafrikanische-kulturkreis-als-erklaerung-fuer-sexuelle-noetigung-3978/

      Kann dem nur kopfschüttelnd zustimmen. So es um die Entlastung von Tätern geht, wird gerne pauschalisiert, das ist dann in Ordnung. In Köln machen das aber nur böse Nazis und deren Schergen?

      *kopfschüttel*…

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      • Klar haben die Jungs vom Land (je ländlicher desto mehr) ein Emanzipationsproblem. Aber bitte nicht diesen Don Alphonso, den Blog-Büttel des Frankfurter Establishments zitieren. Der ist nur ein Troll.

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        • Ob der nur ein Troll ist oder nicht: nach altem Piratengrundsatz höre ich mir JEDE Meinung an, auch wenn sie mir nicht gefällt.

          Gruß

          Thomas

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          • Ja und das ist gut so.

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  10. @ Fritz Ha,ha, da kommt also doch der feine Unterschied :
    „Ich bin übrigens sehr froh, dass unsere Gäste, vor allem die Schutzsuchenden aus Kriegsgebieten…….“

    Viele davon sind auch nicht Schutzsuchend, sondern Geldsuchend.
    Und wenn es von den Geldsuchenden weniger eingelassen würden, könnten wir für die wirklich bedürftigen Flüchtlinge mehr tun.

    Die wirklichen Flüchtlinge haben nicht mehr die Nerven, sich gegen andere zusammenzurotten und denen Schaden anzutun.

    Aus meiner nächsten Umgebung könnte ich Dir dafür ein bemerkenswertes Beispiel gegeben, wo eine alte Frau angegriffen wurde.

    Auf den anderen Unsinn – wo Du mal wieder alles umkehrst, will ich nicht weiter eingehen.

    Ich hoffe doch, dass Du Dich auch praktisch für Flüchtlinge engagierst und nicht nur kluge Reden führst.

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  11. Thomas, wie oft hörst du einem Troll beim Unsinnreden zu? Sicherlich auch nicht beliebig oft. Irgendwann ist die Sache einfach klar, oder?
    Pepe: Sexismus auf Einwanderer kleinzurechnen wird unsere Gesellschaft extrem in die Scheisse fahren. Wir müssen alle unzivilisierten Anwesenden aufklären, nicht nur die dunkelhäutigen darunter.

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    • yeah, right. Ich find nur die ganze Debatte irgendwie fehl am Platz.
      Sich darüber aufzuregen, dass an Sylvester auf der Domplatte potentiell angesoffene und krawallaffine Jugendliche mit Migrationshintergrund da kontrolliert wurden. Wow. Sylvester am Hauptbahnhof ist halt auch nicht mehr das was es mal war, sorry guys.
      Und dann hat noch irgendein Digitalprofi bei der Polizei „Nafri“ getwittert. Brutal. Mit der Diskussion starten wir jetzt ins neue Jahr? Das machen die Piraten jetzt? Political Correctness bei Twitter einfordern? Awesome Achievement.
      Ich hab auch kein Verständnis dafür, in der Sache eine Gefahr für die Demokratie oder Verstöße gegen Menschenrechte zu sehn.
      Bei demokratischen Events greift die Repression doch viel stärker, da werden sofort alle Register gezogen.
      Kleiner Rückblick auf die Grundrechte: http://www.zeit.de/online/2007/20/schaeuble-g8-gefaehrdung
      Keiner redet davon, Taschendiebe, Körperverletzer und Sexualstraftäter mit Migrationshintergrund vorsorglich über Sylvester wegzusperren, jetzt politischer Selbstmord – bei Globalisierungsgegnern durchaus salonfähig. 14 Tage Unterbindungsgewahrsam geht da.
      Die Demokratie und die EU haben inzwischen sicher mehr als nur ein Imageproblem, das hat nur nichts mit Sylvester in Köln zu tun.

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