Welt Weite Metro

minimetro

Das MiniMetro-Projekt des us-amerikanischen Grafikers Peter Dovak zeigt die Metro- oder Stadtbahnnetze (also S- und U-bahnen, Light Rail etc) der Städte unseres Planeten und bringt sie sowohl auf Plakate, als auch Ansteckbuttons, Tassen, Kühlschrankmagnete. Und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von öffentlichem Nahverkehr als Lösungsweg für die Probleme urbaner Mobilität. Ja, ich mag Autos und Autofahren auch sehr gerne, aber dieses Verkehrsmittel ist eben ein sehr spezielles Werkzeug zum Lösen sehr spezieller Mobilitätsprobleme, und nicht die Alltagslösung für innerstädtische Personenbeförderung. Am Rande bemerkt:

Ich bin nach zwei Jahren Zwangspause wieder Auto gefahren (ja, die legendäre Hondaschaluppe mit Piratenaufkleber existiert noch) und war erschüttert darüber, dass in Deutschland (wie auch in anderen postindustriellen Ländern) Autofahren einfacher ist als Radfahren. Weil alle Strassen, alle Verkehrsregeln, die ganze Verkehrssituation für Autos gemacht sind, und alle anderen Verkehrsteilnehmer nur geduldet werden. In Metropolen, wie Dovak sie abbildet, werden heute teilweise über 50 % der Gesamtfläche für Strassen und Parkplätze verbraucht. Ohne Autos hätten also alle dort lebenden Menschen doppelt so viel Platz. Metro- und Stadt­bahnen sind ein wichtiger Teil der Lösung. Danke an Peter für die Visualisierung. minimetro via kottke

1 Kommentar

  1. Jo. Wird nur auch Zeit, daß ÖPNV als Teil der sozialen Versorgung betrachtet wird. Wenn ich betrachte, daß z.B. in Siegen eine einzige ÖPNV-Fahrt durch die Stadt im Grunde den kompletten Tagessatz eines Grundsicherungsempfängers kostet, sehe ich dort eine ziemliche Schieflage, was die Verhältnismäßigkeit anbetrifft. Da ist noch erheblich Luft nach Oben…

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