Warum werden gerade afghanische Einwanderer in den Tod geschickt?

wahl_bayern

Das Bild oben zeigt am Beispiel meines Bundeslandes, warum gerade bestens inte­grierte Afghanen aus Deutschland in den Tod geflogen werden. In ein Heimatland, das auch unter zeitweiliger Beteiligung der Bundeswehr (und entgegen unserer Verfassung) nach wie vor vom Krieg zerrissen wird. Einem Krieg, der übrigens von unseren US-Aliierten angefacht wurde, als sie den aufständischen Taliban und ihren saudi-arabischen Mujaheddin-Hilfstruppen im grossen Stil Waffen lieferten. Um zu verhindern, dass die damals noch furchterregende Sowjetunion hier an Einfluss gewinnt. Als auch die Taliban sich nach dem Ende des Warschauer Pakts nicht als verlässliche Vasallen herausstellten, nutzte man die Anschläge auf das World Trade Center 2001, um das Land zu besetzen, was ja für eine Weile irgendwie funktioniert hat. Jetzt nicht mehr so, und diejenigen Afghanen, die für westliche Organisationen arbeiteten und deswegen heute auf den Todeslisten der Taliban stehen, mussten das Land verlassen.

Hier handelt es sich nun nicht um die proverbialem Ziehenhirten, die irgendwie keine Lust mehr zum Ziegen hüten hatten, sondern überwiegend junge Leute mit Ausbildung und Sprachkenntnissen. Ja, vor den US-Waffenlieferungen an die Taliban war Afghanistan ein ziemlich entspanntes zentralasiatisches Land, in dem junge Frauen im Sommerkleid auf die Uni gehen konnten. Und kein Sammelbecken für den islamischen Ku-Klux-Klan. Die Geflüchteten werden aber jetzt wieder zurück in den sicheren Tod geflogen, weil das Etablieren einer Rechtsaussenopposition in unserem Land viel besser geklappt hat als erwartet. Und weil in diesem Jahr Bundes­tagswahlen sind. Und im nächsten Jahr Landtagswahlen im feudalen Bayern, dessen etablierter CSU-Landadel sich um den Mehrheitserhalt sorgt. Zumal die immer gerne steigbügelhaltende FDP keine Aussichten auf 5prozentigten Erfolg hat. Deswegen muss um jeden Preis der lästige Konkurrent am äussersten rechten Rand ausgestochen werden, mit harter Hand und notfalls mit Abschiebung in den Tod. Ähnliches gilt natürlich auch in anderen Bundesländern, auch da ist ein Menschen­leben nicht viel wert. In Wahlprozent ausgedrückt.

pic: infratest dimap via wahlrecht.de

5 Kommentare

  1. „…….im grossen Stil Waffen lieferten. ….“
    Und wo kommen die Waffen her oder besser gefragt : wo bleiben unsere Waffen?

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