Afghanistan: Bereits über 600.000 Flüchtlinge im Inland

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Die UN schätzt, dass zu den bereits über 620.000 Inlandsflüchtlingen in Afghanistan in diesem Jahr mindestens weitere 450.000 dazu kommen werden, so dass es innerhalb des Landes mehr als eine Million vom Krieg vertriebene Afghanen geben wird. Zu diesen kommen noch ein bis zwei Millionen bereits in Nachbarländer wie Pakistan und Iran Geflüchtete dazu, die demnächst zurückgeschickt werden sollen. Währenddessen besetzen die militanten Islamisten der Taliban und des Daesh immer neue Regionen und vertreiben oder ermorden alle, die nicht in ihre Reihen eintreten wollen. Diese zentralasiatische Drehscheibe der Gewalt und der äusseren Einmischung als „sicheres Herkunftsland“ zu bezeichnen und das Deportieren erfolgreich nach Europa geflohener Afghanen zu fordern, wie das in Deutschland zur Zeit passiert, sollte für europäische Politiker ein Karriereende bedeuten. via irin

18 Kommentare

  1. Von Afghanistan in den Iran flüchten.
    Oder: Vom Regen in die Traufe.
    Dann werden die Flüchtlinge eben nicht von den Taliban erschossen, aber von dem Mullahs am Baukran aufgeknüpft.
    Aber allemal besser als nach Deutschland zu kommen und uns die „Einzig wahre Religion des Friedens“ aufzuzwängen.
    Das Christentum ist schon schlimm genug.

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    • Nun mach‘ mal ne Pause, Uli!
      Die einzigen Faelle im Iran, an die ich mich erinnere, in denen jemand dergestalt oeffentlich gehaengt wurde, ware Faelle von Paederasten, die beim Missbrauch von Jungen erwischt wurden. Nicht jeder, der vor Praesident Reagans Freunden flieht, hat diese Angewohnheit.
      Aber, zurueck zu „vom Reagan in die Taufe“ – nein, dazu zwingt sie auch keiner- es ist ja gerade das Groteske an der ganzen Situation, dass ein Staate, der sich sooo „progressive“ gibt, eben alles Fortschrittliche, von Schulen (auch fuer Maedchen), Berufen (auch fuer Frauen), Wahlen (auch fuer Frauen) damals so vehement bekaempft hat, wie ja auch andernorts letzthin – aber dann alle Verantwortung, Hilfe und Wiedergutmachung ablehnt..

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      • Im Iran wird man auch wegen einvernehmlicher Homosexualität unter Erwachsenen, wegen Ehebruch und noch ner ganze Menge anderer Lapalien hingerichtet. Näheres dazu findest du wenn du bei Google nach „Iran Menschenrechte“ suchst.
        Iran steht für mich mit Saudi-Barbarien, dem IS und der Taliban auf einer Stufe.
        Schlimmer ist nur noch die Regierung von Nordkorea.

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        • Man Vergleiche nur die Strafgesetze vom Iran mit den Kollegen vom IS aus Syrien.

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          • Sag mir mal, was die Mindeststrafe in Iran fuer Taschendiebstahl ist!
            Ihr kennt doch die Gesetze dort so gut.
            Wir wissen: In den US aliierten Laendern wie Saudia ist es: ‚Hand ab!‘
            Was steht auf (selbst versehentliches) Treten auf den Koran?
            In den US alliierten Laendern wie Saudia, Pakistan, etc, etc, etc: Tod!
            Wo gibt es 1000 Peitschenhiebe – auch nur fuer kritisches Bloggen?
            in Iran? Oder bei unseren Freunden?
            Seid doch nicht so verdammte Hypokriten!
            Iran war eine Republik – bis CIA und MI6 den Shah hinsetzten.
            Alles danach ist deren Veratnwortung – wie in Iraq, in Syrien, Libyen, Afghanistan, Somalia, Yemen, usw, usw.

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  2. Interesting. Und – schwupps – geht es nicht mehr um Millionen von Heimatvertriebenen, sondern nur noch darum, wer bei exotischen Detailfragen recht hat. Ihr Helden.

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    • Moslems sind Krieg und Terror doch gewöhnt. Derartiges Elend ist da unten bei denen nichts besonderes.

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      • Erzähl keinen Mist. Krieg ist in Syrien, Afghanistan und dem Irak durch äussere Einmischung (a.k.a. „wir“).

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        • Jemen? Lybien?
          Ist das was die Mullahs und der saudische König machen etwa kein Terror?

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          • Stichwort: Brutale Dikatur, willkürchliche Hinrichtungen. Brutale Unterdrückung von opositionellen. Holocaust-Karrikaur Wettbewerbe im Iran, Baukranjustiz.
            Wie Nazis nur mit Religion. Bau von Salafistischen Moscheen in zivilisierten Ländern

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          • @Uli:
            Du scheinst Iran und Saudia etc zu vermischen: Salafisten gehen zurueck auf strikten Wahabismus der Saudischen Provenienz – was ganz strikt gegen die Shia Tradition der Regionen um Baghdad laeuft. Und wie ich schon sagte: Deine „Baukranjustiz“ war, in allen Faellen, die wir zur Kenntnis kamen – Ja, eine wirkliche Volksempoerung gegen homosexuelle Paederastie – also da was bei uns, stattdessen, gegen die katholische Kirche aufgepeitscht wurde. Nur ist eben dies, Schaendung von jungen Menschen, trotz anderweitig hohen Anteils an Homosexualitaet in mohammedanischen Laendern (aufgrund der Haremskultur, die die Zahlenrelation gegenseitgen geschlechtlichen Zugangs verfaelscht) dort ein absolutes Anathema.

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  3. Naja, nee. Mittelalterliche Regimes sind furchtbar (besonders Saudi Arabien). Aber mit dem Islam hat das nichts zu tun. Ja, Jemen und Libyen sind failed states wegen äusserer Einmischung. Und der Iran wurde von westlichen Geheimdiensten in die Revolution bugsiert, weil die demokratische Regierung nicht koloniebereit genug war. Nazi mit Religion, das findste maximal bei den Wahabiten. Ansonsten wäre der Islam ziemlich chillig.

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    • Islam=chillig, ist das die neue Linke? Nicht mal mehr zur Religionskritik fähig?

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      • Bevor der Wahabitismus als Teil des kalten Kriegs gefördert wurde, hatte innerhalb des Islam der Sufismus überwiegende Bedeutung, welcher davon ausgeht, dass sich die Religion bzw der wahre Gläubige nicht in weltliche Angelegenheiten einmischen soll.

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        • Bin mir nicht sicher, ob die jenseitsorientierte Variante die Menschen nicht noch mehr entmachtet, wenn sich der Gläubige nicht in weltliche Angelegenheiten einmischen soll. Das weltliche Leid (Gottes Wille) einfach ertragen und im Paradies wird dann alles besser, das hat man den Christen auch lange genug erfolgreich verkauft, als Herrschaftsinstrument, im Mittelalter.
          Arabische Kultur war mal interessant, vielseitig, und stellenweise sogar wegweisend – bevor der Islam (egal welcher Prägung) die Region überrollt hat. Der Islam ist der Hauptgrund für das zivilisatorische Verharren des Mittleren Ostens im jetzigen halbaffenähnlichen Zustand.

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          • Nee, im Gegenteil, die islamische Kultur hat Europa den Hals gerettet, als wir in den Dark Ages überwiegend vegessen hatten, wie Lesen und Schreiben geht. Um vor Beginn der Neuzeit an einer Uni zu studieren, musste man nach Cordoba gehen, dass damals noch maurisch/islamisch war. Gerade die heutigen failed states wie Libyen, Syrien, Afghanistan, waren vor ihrem bedauerlichen Schicksal aus Austragungsort geostrategischer Auseinandersetzungen relativ coole Plätze.

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          • Auch wenn wir vom Thema ab sind: der Islam und das Christentum haben ihre Wurzeln im Judentum. Die drei gehören im Grunde zusammen. Daß die sich jetzt bekriegen, ist in der Tat „mittelalterlich“. Ich halte ja von allen dreien nix. Ich will das jetzt aber nicht als antisemitisch mißverstanden wissen wenn’s recht ist. Ich fröne da eher dem Atheismus.

            Gruß

            Thomas

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    • Ich stimme Dir zu in Sachen institutioneller Religionen, die sich in (oft falscher) Geschichtlichkeit festgefahren haben. Das trifft fuer viele zu, vor allem, wenn sie Kultur- oder Staats-, oder (wie in Irland, Polen, u.a.) Nationalbewusstseinstraeger geworden sind. In Teilen der USA triift dies auch zu fuer einen gewissen Bible-Belt-Protestantismus, der sich als „verlorenen Stamm Israels“ versteht. In GB hat sich seltsames getan, dass Katholiken in Regierungen heutzutage oft Mehrheit geworden sind – was den Konflikt in Ulster eigentlich laecherlich macht; aber der ist ja auch nicht wirklich religioes.
      Was Iran angeht, wundere ich mich aber: Wenn den CIA und MI6 „in dieRevolution hineinbugsiert haben“, hatten sie aber verdammt lange gebraucht: von 1953 bis 1979! Macht das Sinn? Ich gebe Dir zu: Ohne den Shah haetten wir keinen Khomeini gesehen.

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