Die Informationsrevolution frisst ihre Broker

bulle_und_bar_frankfurt

Goldman-Sachs, Inbegriff der Wallstreet und derzeitiger Mitbesitzer des US-Kabi­netts, hatte zu Beginn unseres jungen Jahrhunderts noch 600 Trader (mit einem Grundgehalt von 700.000 USD jährlich) in seinem Hauptquartier in New York beschäftigt. Heute arbeiten dort noch: 2.

Unterstützt von 200 Programmierern. Der Finanzkonzern fand heraus, dass man vier Trader durch je einen Computer mit Programmierer ersetzen kann. Was natürlich viel billiger ist. Heute werden etwa 45% des weltweiten Aktienhandels durch Computerprogramme abgewickelt, mit steigen­der Tendenz. Die Top-Manager verdienen dadurch immer mehr, die Angestellten immer weniger. Die Informationsrevolution (a.k.a. digitale Revolution) ist ein Super­beschleuniger für das, was wir einmal als Kapitalismus kannten. technologyreview, pic eva kröcher cc by sa: Bulle und Bär vor der Frankfurter Börse von Reinhard Dachlauer

1 Kommentar

  1. Solange erlaubt ist, mit dem Geschwindigkeitsvorteil im Femtosekundenbereich Geld zu machen, wird diese Entwicklung auch so weitergehen. Für GS genau so lange, bis mal wieder so ein Tradingprogramm hohl dreht und den ganzen Laden für nen Dollar nach Timbuktu verkauft.

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