Robokalypse: Musik

In einfacheren Worten: Als übernächstes werden die Musiker arbeitslos. Der Programmierer und (noch) Musiker Yotam Mann (University of California, Berkeley) hat aus dem neuralen Netzwerk Google Magenta eine Software gezaubert, der man Melodien, Harmonien und Grooves vorspielen kann. Damit die das lernt und kurz darauf etwas ähnliches spielt. So ähnlich wie Menschen, nur viel schneller. Natürlich stehen dann in 20 Jahren Androiden-Jazzbands auf den Partys der Reichen und improvisieren launig vor sich hin. Nein, keine Sorge, die sind physisch vollständig, man kann die anschliessend bei Bedarf auch vögeln. Das war aber auch keine Neuigkeit. Sondern die Sache mit der improvisierten Musik. Die natürlich bedeutet, dass alles andere improvisierte oder „typisch menschliche“ demnächst (in weit weniger als 20 Jahren) von künstlicher Intelligenz aus irgend einem Open-Source-Labor ebenfalls automatisiert werden kann. Im Moment können wir noch mit dem Finger auf Yotam zeigen. Eine Generation später haben wir dann entweder Hungeraufstände oder Sozialismus. via noisey

5 Kommentare

  1. Nix neues. DeepBach gabs schon und Sony hat da mit FlowMachines und ReChord ganz andere Software am Start: https://www.datenklause.de/blog/6100/the-beatles-deepbach-und-andere-kompositionen-von-k-i-s/

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    • Um so schlimmer. Vor allem, weil die Netze jetzt live können, nicht nur wie früher in Ruhe komponieren.

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  2. falsch. Auf den Parties der Reichen stehen dann weiterhin menschliche Musiker und die holen sich auch menschliche Gespiel|inn|en ins Bett. Sie werden auch ihre Mode von Menschen entwerfen lassen, denn in 20 Jahren ist genau DAS der Luxus. Roboter und Computer sind was für den Plebs.

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  3. Einige Computerspiele hatten schon Mitte der neunziger Jahre Algorithmen, um „endlos“ Musik zu generieren. D.h. was wir jetzt sehen ist die Folge von mindestens 20 Jahren Forschung an dem Thema.

    Im Bereich Spielewelten, vor allem Weltraum, ist man auch schon sehr weit:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Prozedurale_Synthese

    Das triftt jetzt eher Grafiker und Level-Designer.

    Es werden auch in vielen anderen Gebieten Arbeitsplätze entfallen. Sogar in der Forschung – in manchen Bereich der Materialforschung hat man keine gute Idee, warum eine Mischung oder eine Legierung bestimmte eigenschaften hat, und um bessere Mischungen oder Legierungen zu finden, wird vor allem durchprobiert. Und das können Roboter hervorragend (z.B. mit Hilfe genetischer Algorthmen, https://de.wikipedia.org/wiki/Evolution%C3%A4rer_Algorithmus ) Die KI erstellt Hypothesen, welche Mischungen Erfolg versprechen, lässte diese von Automaten/Maschinen herstellen und vermessen, passt die Hypthese an die Ergebnmisse an und entwickelt mit der neuen Hypthese wiederum neue Mischungen, die dann wieder getestet werden.

    Am Ende hat man dann nicht nur eine besser Mischung oder Legierung, sondern auch eine verbesserte Hypothese, mit der sich besser Voprhersagen über noch nicht ausprobieret Mischungen machen lassen.

    Ähnliches gilt für die Suche nach besseren Medikamenten oder Impfstoffen.

    D.h. die Laboranten, Chemiker, Physiker und Techniker, der vorher diese Experimente und Messungen machen mussten, werden von dieser KI-gesteuerten Maschine ersetzt.

    Es wird eng. Auch die sogenannten kreativen Berufe, von denen bislang immer gesagt wurde, dort hätten Computer und Roboter keine Chance gegen den Menschen, kommen in Bedrängnis. Das gleiche gilt für Bereiche von Forschung und Entwicklung.

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