Meyer Lansky: Volksheld, Gangster und Naziverprügler

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Der als polnischer Jude geborene, spätere „Boss aller Bosse“ und Finanzgenie der New Yorker „Kosher Nostra“ Meyer Lansky starb friedlich als 80jähriger in einem Krankenhaus in Miami. Man konnte ihm im Gegensatz zu anderen Mobstern und Köpfen des organisierten Verbrechens nie etwas nachweisen. Das mag auch daran gelegen haben, dass er sich in wichtigen Fragen ohne Zögern auf die richtige Seite schlug. So berichtet das engagierte Blog Anarcho-Geek Review unter Bezug auf Buchquellen wie Robert A. Rockaways „But He Was Good to His Mother: The Lives and Crimes of Jewish Gangsters“ von einem inoffiziellen Regierungsauftrag durch den damals einflussreichen New Yorker Staatsanwalt und Kongressabgeordneten Nathan D. Perlman.

Lansky solle dafür sorgen, dass die Nazi-Organisation „German American Bund“ keinen Spass mehr hatte. Dabei dürfe aber niemand getötet werden. Im Gegenzug würden Lansky und sein bester Freund Lucky Luciano rechtlichen Beistand erhalten. Das Geld wies Lansky zurück, sorgte aber für Ausbildung und Einsatz von frühen jüdischen Antifa-Aktivisten. Auch konnten mit Hilfe der Mobster deutsche Spione enttarnt und der wichtige New Yorker Hafen vor Geheimdienstaktivitäten des Dritten Reiches geschützt werden. In den eigenen Worten des jüdischen Volkshelden klingt das so:

„Wir kamen an diesem Abend an und fanden mehrere hundert Leute in braunen Hemden vor. Die Bühne war mit einem Hakenkreuz und Bildern von Hitler dekoriert. Der Redner fing an herumzuschreien. Wir waren nur fünfzehn, aber wir gingen an die Arbeit. Wir griffen sie im Saal an und warfen einige von ihnen aus dem Fenster. Überall gab es Faustkämpfe. Die meisten Nazis kriegten Panik und rannten raus. Wir verfolgten und verprügelten sie, manche davon sah man danach monatelang nicht mehr. Ja, das hier war Gewalt. Wir wollten ihnen eine Lehre erteilen. Wir wollten ihnen zeigen, dass Juden nicht immer nur zurückweiche n und Beleidigungen hinnehmen.“

An dieser Stelle, liebe Leser*innen, möchte ich betonen, dass ich nicht zu ausser­gesetzlichen Handlungen ermuntern möchte. Nein. Garnicht. Aber die Vorstellung einer jüdischen Antifa, die mit den Nazis aufräumt, ist trotzdem irgendwie charmant, nicht wahr? pic pd

5 Kommentare

  1. Ich verwende Feedly. 11k2 wird über ‚Explore‘ gleichberechtigt neben Spiegel und Focus angezeigt. Wie kann das sein, dass ein exotischer linksradikaler Blog so prominent angezeigt wird? Wer finanziert das?

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    • Ich vermute mal George Soros, Bill Gates, oder die Weltverschwörung der jüdischen Antifa. Oder du hast deinen RSS-Reader so eingestellt. Viel Spass beim Lesen weiterhin!

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      • Ich vermute ‚Die Linke‘ – das wirst du aber besser wissen.
        Feedly-Explore ist neutral (das ist ja der Witz dieser Funktion – sie soll Vorschläge unterbreiten), 11k2 habe ich nicht abonniert, die Explore-Funktion zeigt mir 11k2 aber nach Heise, Spiegel, Focus und FAZ an. Wie ermöglicht man das?

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        • Mal im Ernst: Da musst du bei Feedly nachfragen. Die wollten dir was Gutes tun, denk ich.

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  2. Ich bin mir der Ehrenhadftigkeit bei Meyer-Lansky nicht so sicher und erinnere micheher, dass er wegen erheblicher Verwicklung in Bandenkriminalitaet und finanzieller Schieberei angeklagt wurde, aber -mit erheblichen Gelsmitteln- nach Israel entkam, das sich weigerte, ihn auszuliefern.
    Wie ist der dann zurueck nach Miami gekommen?

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