Wie Norwegen Online-Trolle besänftigt

nrkwebsite

Der Norwegische staatliche Rundfunk NRK hat einen Weg gefunden, Hass­kom­mentare auf seiner Website zu reduzieren. Bei einigen Artikeln (das Verfahren wird derzeit noch getestet) muss der Leser zuerst drei Fragen zum Text in einem ein­fachen Multiple-Choice-Verfahren beantworten, um dann erst seinen Kommentar schreiben zu können.

Das bewirkt, dass der potentielle Troll überhaupt mehr als nur die Überschrift kennt und zum Lesen des Textes wertvolle Sekunden verbraucht, in welchen der erste Zorn verraucht. Das WordPress-Plugin dazu wurde von einem hauseigenen Programmierer geschrieben – sollte es den gewünschten Effekt haben, dann werden alle Beiträge auf der NRK-Website damit ausgestattet. Der TV&Radio­sender erklärte, es sei grundsätzlich die Pflicht eines öffentlich finanzierten Mediums, Diskussionen zu fördern. Allerdings ist die Moderation von Hasskommentaren nicht nur in Norwegen zum Problem geworden; auch andere Publikationen müssen eigens dafür Mitarbeiter beschäftigen. Wir werden weiter verfolgen, ob der nor­wegische Weg zur Besänftigung von Online-Diskussionen erfolgreich ist.

niemanlab, axios, pic nrk website

1 Kommentar

  1. Au weia!
    So faengt Zensur an.
    Denn der Fragesteller wird diese nach seinem Gusto – oder der jeweils gueltigen „politischen Korrektkheit“ stelle, beantorten, und „verwerten“.
    Das ist Staat gegen freie Meinung.

    Gefällt mir


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