Skyrim lehrt uns, mit Trump klarzukommen

skyrim

Das bemerkenswert sinntragende Blog Anarcho Geek Review (siehe die Meyer Lansky Story weiter unten) hat einen weitere wichtigen Artikel, den ich euch nicht vorenthalten will. Sozusagen in der Reihe: Alles, was ich fürs Leben brauche, hab ich in Computerspielen gelernt. Wie auch sonst, stellen diese doch das epische Narrativ für unser junges Jahrhundert (die Oper nicht mehr so). Konkretes, vom anarchischen Autor aufgeführtes Beispiel: Skyrim, der bislang letzte Teil der Elder Scolls RPG Reihe.

In welchem man für ein menschenverachtendes, sklaven­halt­endes, profitorientiertes Imperium kämpfen kann, oder wahlweise für rassist­ische, weisse Nordmänner, die in ein bislang von anderen Leuten bewohntes Gebiet eingewandert sind und jetzt alle anderen (Ureinwohner, Imperium, Touristen) daraus vertreiben wollen. Bonus: Es gibt Drachen, die extra Verwirrung stiften. Ansonsten muss man sich für die einen oder anderen Faschisten entscheiden… oder muss man das? Nein, man macht zwar irgendwelche Jobs, um Essen, Rüstung und Waffen kaufen zu können, lebt aber ansonsten in einer offenen Welt. Der Fachmann spricht hier auch von einem „Sandkasten“. Ganz genau wie im Meatspace, dem RL, der von uns diesseits des Black Mirror bewohnten „wirklichen“ Welt. In der diese ganzen Faschisten ebenfalls vorkommen. Nur leider keine Drachen. Aber mit freier Entscheidung: Man muss weder bei den Rechtspopulisten mitmachen, die behaupten, sie wären das einzige Rezept gegen den Neoliberalismus, noch bei den Neolibs, die behaupten, sie würden für alle Wohlstand und Sicherheit bringen (nicht nur für das eine Prozent). Nein, man kann beide scheisse finden, jede Form von Herrschaft und Bevor­mundung ablehnen (also anarchistisch eingestellt sein) und seinen eigenen Weg finden. Ok. Dann machen wir das mal. Und für alle, die nicht wissen, wovon ich hier rede: Fangt endlich mit Gaming an. Höchste Zeit. 2017, bitches.

anarchogeekreview, pic bethesda

3 Kommentare

  1. […] Fritz auf Hochtouren […]

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  2. Fritz, Dein Begriff des „Faschismus“ scheint nicht sehr wohlfundiert.
    Gleichermassen aber auch Dein Begriff dessen, was „links“ ist. Du stehst damit allerdings nicht allein; die Begrifflichkeit in unserer Umgebung ist letzthin -nein: seit laengerem, fuerchterlich vermanscht worden. Ist das nun schlicht Zufall, oder ein gezielter Teil der allgemeinen Missinformation eines „NewSpeak“,wie in ‚1984‘? Ich nehme das letztere an – was mich unserer Presse und den Medien gegenueber eben sehr kritisch macht, denn sie sind die wesentlichen Instrumente der Verdummung und politischen Steuerung.
    Sich aus solcher „politisch korrekter“ Bevormundung herauszuhalten, oder ihr zu entfliehen, ist ein guter Anfang – und ja, jeder Mensch ist ein ‚animal ludens‘ -und nicht nur wir: auch andere Tiere lernen im Spiel- sich aber staendig in einem ‚Mundus Ludi‘ niederzulassen, ist nicht ein „Ausgang aus selbstverschuldeter Unmuendigkeit“, wie Kant die menschliche Erleuchtung beschreibt, sondern eben nur eine andere Selbstversenkung in einen Bunker mit Bildern einer Phantasiewelt. Spielen ist gut fuer zwei Dinge -und beide solten zum Tragen kommen: 1. temporaere Entlastung des Bewusstseins von schadhaftem Wissen (temporaer!) und 2. Gelegenheit zur Erprobung von Alternativen (hier kommt der „strategische Sandkasten“ im Gehirn). Nur als Flucht waere das Spiel eine Kapitulation.

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    • Das kann jetzt ein Generationenproblem sein, aber lass dich nicht vom Wort „Spiel“ verwirren. Ersetz es einfach durch „Literatur“.

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