Anal Trump

Die Grindcoreband aus San Diego, California hat im März ihr erstes Album „If You Thought Six Million Jews Was A Lot Of People, You Should’ve Seen My Inauguration!“ vorgestellt. Die insgesamt 10 Tracks sind zwischen einer und 20 Sekunden lang und drücken das Lebensgefühl junger Amerikaner in der Ära der Neo-Korruption präzise aus. Download 5 USD, Vinyl ausverkauft (klar). bandcamp via christiannightmares

Roboter spielen präziser

Faszinierend, beruhigend und erschreckend. Gleichzeitig. Der schweizer Ingenieur­student Christian Schürch hat diesen Roboterarm darauf programmiert, einen Spielzug für unbestimmte Zeit auf seinem Gleis zu halten. Das veranschaulicht sehr schön die Zukunft unserer Arbeitswelt: Alle Tätigkeiten, die nicht besonders viel Kreativität oder menschliches Einfühlungsvermögen erfordern, werden in einigen Dekaden automatisiert sein. Bis dahin müssen wir uns entscheiden, ob wir lieber in einer sozialistischen Utopie oder einer postapokalyptischen Dystopie leben wollen. via kottke

Wahl-O-Mat Landtagswahl Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein

Der Mai bringt uns nicht nur Blumen und Bienchen, sondern auch zwei Landtags­wahlen, in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Die gute BpB hat für beide je einen Wahlomaten aus den aktuellen landespolitischen Themen zusammen­geschraubt, der zur Meinungsbildung doch erheblich beitragen kann. Klickt euch doch mal durch eure Filterblase, so als Psychotest mit Gesellschaftsbezug. Unten wie immer in meinen Wahlomatblogbeiträgen meine persönlichen Ergebnisse. Sollten mich diese nachdenklich machen? Ach. Nee. „Wahl-O-Mat Landtagswahl Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein“ weiterlesen

Hacker wollen deinen Kühlschrank zerstören: BrickerBot

Das „Internet Of Things“ (IoT) ist eine der aktuellen grossen Verkaufsmaschen: Alles muss vernetzt und via Internet erreichbar sein. Dein Thermostat, Kühlschrank, Fernseher, deine Alarmanlage mit Videokamera, jederzeit vom Smartphone aus steuerbar. Das nennt man dann „smart“, ist es aber nicht, weil die Sicherheit dieser Internet-Dinge noch miserabler ist als die eines PCs mit Windows XP darauf. Nicht nur kann jeder Anfänger und Aushilfsagent auf solche Geräte zugreifen, auch einfache Skripte treiben die Dinge-im-Internet zu Herden zusammen und führen damit bislang ungekannt riesige Distributed-Denial-Of-Service-Angriffe aus. „Hacker wollen deinen Kühlschrank zerstören: BrickerBot“ weiterlesen

Als Salvador Dali für den Playboy arbeitete

Nein, die Siebziger waren nicht einfach nur ein grauenhaftes, spiessiges, über­flüssiges Jahrzehnt, sondern es gab auch Jimi Hendrix, Muhammad Ali und Salvador Dali. Letzterer entwarf für den Playboy ein spanisches Fotoszenario mit magazintypischer Textilarmut und Dalitypischem Surrealismus. Aus diesem Winkel betrachtet, waren die Spiebzige natürlich eher vergnügt und unbeschwert. Aber wahrscheinlich auch nur aus diesem einen Winkel. Sonst nicht so. „Als Salvador Dali für den Playboy arbeitete“ weiterlesen

Persönlichkeitsanalyse Online

Wie kreativ bist du? Wie sehr lebst du in der Gegenwart? Was kann dir ein künstlich intelligenter Psychologe über dein Innenleben sagen? Die Kreativagentur Format hat zur Beantwortung all dieser wesentlichen Fragen einen Chatbot aufgestellt, der dir eine Reihe von seltsamen Problemstellungen unterbreitet, um anschliessend ein noch seltsameres Resumee über dich zu ziehen. Ja, in englischer Sprache, aber definitiv ein unterhaltsamer Ausblick auf den aktuellen Stand der Chatbotforschung. Sprecht hier selbst mit dem Doktor.

Fahrradschloss, leichter und sicherer: Tex-Lock

Ja. Man kriegt jedes Schloss auf. Wenn man genügend Zeit hat und ausreichend grosse, fiese Werkzeuge. Wenn das Rad allerdings so steht, dass es auffällt, wenn da ein Vermummter minutenlang mit einem respektablen Bolzen­schneider herum­hantiert, dann lohnt sich auch ein ordentliches Schloss. Allerdings ist das dann ziemlich schwer, weil eine Menge Stahl verbaut wurde. Geht das nicht leichter? Doch, wenn man moderne Leichtbau- und Kompositmaterialien verwendet. „Fahrradschloss, leichter und sicherer: Tex-Lock“ weiterlesen

Happy 420 Day

Deswegen, weil heute der Zwanzigste Vierte ist. Eigentlich ging’s dabei ja mal um Zwanzig nach Vier als vereinbarte Zeit zum Kiffen. Für einen Freundeskreis in Kali­fornien, in den frühen Siebzigern. Und ja, wir müssen Hanf legalisieren. Und alles anderen Unterhaltungdrogen auch. Gegen den Widerstand der von der Pharma­industrie gekauften Politiker. Und aller Kryptofaschisten, die Hanf verfolgen, um damit Andersdenkende zu unterdrücken. Und das Model auf dem Pic? „Happy 420 Day“ weiterlesen

Norwalk, Kalifornien: Gaskraftwerk mit Akku

Elektrizität aus erneuerbaren Energien steht inzwischen zu niedrigeren Preisen zu Verfügung, als das mit konventionellen Kraftwerken (Kohle, Öl, Uran) möglich ist. Der Vorteil der alten, schadstoffbehafteten Technologie ist allerdings die gleichmässige Erzeugung – für Wind und Sonne sind Speicher und zusätzliche Spitzenlast­kraftwerke nötig. Für die kurzfristige Herstellung von benötigtem Strom sind die Grundlasttechniken zu träge, das geht heute nur mit Gas – und selbst hier wird im Leerlauf unnötig Gas verbrannt und CO2 erzeugt. „Norwalk, Kalifornien: Gaskraftwerk mit Akku“ weiterlesen

Wie Menschen in Wirklichkeit aussehen

So ziemlich alle (wirklichen) Menschen haben ein Problem mit ihrem Aussehen. Oder tun wahlweise so, als hätten sie ein Problem mit dem Aussehen anderer, wie in „hast du zugenommen?“. Um so erfreulicher ist diese Sammlung von Bildbeispielen aus 10 unterschiedlichen jungen, weiblichen Instagram Accounts. Schon Vorher/Nachher, aber eher auf’s Ein- und Ausatmen bezogen. Oder aufs verkrampft dastehen vs. relaxt rumsitzen. In Wirklichkeit reduziert sich dieses ganze Aussehens-Ding doch auf eigene Minderwertigkeitsgefühle und das Ausüben von Macht (mit oder ohne Kapitalismus). Oder etwa nicht? hellogiggles via boingboing

Warum man im Weltraum besser keine Floppy Disks verwendet

Weder dort noch sonstwo. Auch wenn mein geliebter, für immer in meinem Alte-Medien-Mausoleum ruhender allererster Computer Atari 1040 ST nur eine 360 Kilobyte Floppy als Massenspeicher hatte (Festplatten waren erst später), bin ich froh, dass es das alles nicht mehr wirklich gibt. Floppys, Zipdisks, CDs, DVDs. Selbst USB-Sticks liegen einem kleinen Digitalgoldfischglas auf meinem Schreibtisch und blubbern selbstgenügsam vor sich hin. Nur die Compact Cassette vermisse ich ein wenig. Selbst in der kruden Version einer Datasette, wie für den Alesis Drumcomputer, mit dem ich um 90 rum auf Tour war. Ansonsten: Tschüs, physische Speichermedien. War schön mit euch. gif87a via boingboing

Is Trump At Mar-A-Lago?

Der oberste amtierende Polit-Clown der USA hat von 13 Wochenenden seiner Amtszeit 7 in seinem privaten Golfclub in Mar-A-Lago, Florida verbracht. Die Kosten von 25 Mio USD bisher alleine dafür übernimmt der US-Steuerzahler doch gerne. Schliesslich war Korruption selten so unterhaltsam, nicht wahr? Diese Website informiert euch laufend darüber, und rechnet das in Schulmahlzeiten, Krankenversicherung oder Obdachlosenunterkünfte um: istrumparmaralago

Portugal legalisiert die Privatkopie

Das portugiesische Parlament hat das dortige nationale Urheberrecht durch Gesetzesbeschluss soweit abge­ändert (PDF), dass in Zukunft die Privatkopie auch trotz eines etwa vorhandenen digitalen Kopierblockers (DRM) legal ist. Dasselbe gilt für Erziehungszwecke. Das kleine südwesteuropäische Land stellt sich damit noch weiter an die Spitze des Fortschritts. „Portugal legalisiert die Privatkopie“ weiterlesen

Syrien oder Irak, Hauptsache Italien

In einem Interview mit Fox News Anchorwoman Maria Bartiromo erklärte Donald John der Fünfundvierzigste, wie er dem chinesischen Staatschef bei einem Essen in seinem privaten Club in Florida (übernimmt alles der Steuerzahler) von seinem erfolgreichen Angriff gegen den Irak vorgeschwärmt hatte. Die Journalistin korrigierte den Anführer der freien Welt dann dahingehend, dass die 59 Raytheon-Marsch­flug­körper (ein Aktienpaket der Waffenschmiede liegt auch in Donalds Tresoren) doch eher nach Syrien geflogen seien. Ah, ja richtig, Syrien. „Syrien oder Irak, Hauptsache Italien“ weiterlesen

Die Robokalypse und die Entschuldigung dafür, im Voraus

Der Objektkünstler Filipe Vilas-Boas lässt einen Industrieroboter Papierbögen mit „Ich darf keine Menschen verletzen“ vollschreiben, als Strafe für zukünftige Verstösse gegen die Asimov’schen Robotergesetze. Die unweigerlich eintreten werden, wenn – wie angekündigt – autonom fahrende Autos lieber Kinder überrollen als ihre Passagiere zu verletzen, Drohnen selbsttätig Leute ermorden oder auch nur weniger Ausgebildete in der Ersten Welt verhungern werden, weil Roboter alle Jobs über­nehmen. Danke an Filipe für diese Deutlichkeit.

Das TeraByte in Keksgrösse

Mehr Platz benötigt ein mobiles, stabil verpacktes TeraByte heute nicht. Das WD MyPassport SSD (auf dem Bild links neben der Brille) ist 4,5 mal 9 cm gross, enthält (klar, als SSD) keine beweglichen Teile und übersteht Stürze aus zwei Metern Höhe. Um die 400 Euro. Natürlich ist dieselbe Kapazität als herkommliche 2,5inch Harddisk für 80 zu haben. Aber eben nicht so klein.

Warum wir alle so viele Steuern bezahlen müssen

Die Transparenzorganisation Oxfam hat die 20 grössten europäischen Banken unter­sucht und rechnet uns deswegen vor, dass diese pro Jahr 25 Milliarden Euro in Billigsteuerländer wie Luxemburg oder Irland transferieren. Und dort kaum ver­steuern, so zwischen 0,2 und 2 Prozent. Für knapp 400 Millionen Umsatz bezahlen die Grossbanken gar nichts (a.k.a. Peanuts). „Warum wir alle so viele Steuern bezahlen müssen“ weiterlesen