Warum die USA Syrien bombardiert haben

Nachdem die syrische Luftwaffe einen Rebellenstützpunkt und damit nahe zivile Wohngebiete mit Saringasbomben angegriffen hat – oder mit einem anderen Kampfstoff, oder nur Chemiebehälter mit ihren konventionellen Sprengbomben getroffen, wir wissen das alles nicht genau – hat der amtierende US-Präsident ohne Absprache mit dem National Security Council, also nur mit dem Pentagon, einen Militärflugplatz der syrischen Luftstreitkräfte mit 59 Tomahawk-Marschflugkörpern bombardieren lassen. Warum?

Eine solche GPS-gesteuerte, fliegende Roboterbombe mit 450 Kilogram Sprengstoff kostet derzeit bis zu 1,1 Millionen US-Dollar (Wir sollten also, theoretisch, Raytheon-Aktien kaufen). Nachdem der völkerrechtswidrige Angriff auf Syrien bekannt wurde, stieg der Rohölpreis spontan um 2,47 % (siehe Bloomberg-Grafik). Inzwischen ist er fast wieder auf Vorbombardementsniveau. Aber jeder mit halbwegs brauchbaren Kontakten zur amtierenden US-Präsidialfamilie konnte innerhalb von wenigen Stunden mit geliehenem Geld 2,47 % Schnutt machen. So leicht kriegt man das selten. Und jetzt die schlechte Nachricht: Nachdem das so gut funktioniert hat, werden wir eine Menge solcher buchstäblich ins arabische Ölfass geworfene brennende Streichhölzer bekommen. Die von den immer neuen Kriegen Vertriebenen fliehen dann wieder nach Europa. Danke Donald.

10 Kommentare

  1. Du machst es Dir sehr leicht , Fritz. Syrien ist bereits mit Giftgas von den Amerikanern bombardiert worden, als man Trump noch gar nicht kannte.

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  2. Raytheon Stocks auch +3.1% in 12 Stunden. Man könnte auch mal schauen, wer das Sarin an Assad verkauft hat. Die 100 Tonnen Chemikalien, die Deutschland geliefert hat, wurden ja eindeutig zur Herstellung von Zahnpasta verwendet.
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/giftgasangriff-in-syrien-merkel-verteidigt-chemikalien-lieferung-a-923085.html

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  3. die selbsternannte „wertegemeinschaft“ beschränkt sich darauf, ihre humanen absichten nur noch zu heucheln. für „den westen“ ist es auch völlig normal, dass im syrischen stellvertreterkrieg von angeblich liberalen medien und politikern beschuldigungen ohne beweise ausgesprochen werden. so wie auch in diesen tagen..
    „wenn westliche „werte“ nur noch geheuchelt werden“

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  4. „nun“? was ist mit all den presidenten davor? danke USA müsstest du schreiben…

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  5. Davon ausgehend, dass jeder Flüchtling ca. EUR 1.000,- (ja schwer zu schätzen, aber grober Schnitt und einfacher zu rechnen…) im Monat kostet hätte man allein mit diesem Angriff. 5.000 Flüchtlinge für ein Jahr finanzieren können.

    Und da der wesentliche Anteil dieses Geldes ja nicht bei den Flüchtlingen verbleibt käme das eher einem Konjunkturprogramm a la Abwrackprämie gleich.

    Ist wohl nicht medienwirksam genug…

    Und was man vor Ort in Ländern machen könnte wo das Kind noch nicht tot im Brunnen schwimmt wie in Syrien. Kaum auszudenken.

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  6. Es geht natürlich auch um die Ablenkung von gewissen Russlandgeschichten und die Steigerung der Beliebtheitswerte. Und da funktionieren die alten Tricks immer noch am Besten.

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  7. Der Vollständigkeit halber: Das Internet gerüchtet, dass eine ganze Batterie Tomahakws auf dem Weg vom Laster gefallen ist:

    http://blog.fefe.de/?ts=a614d5ce
    und
    http://blog.fefe.de/?ts=a61469ce

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