Warum wir alle so viele Steuern bezahlen müssen

Die Transparenzorganisation Oxfam hat die 20 grössten europäischen Banken unter­sucht und rechnet uns deswegen vor, dass diese pro Jahr 25 Milliarden Euro in Billigsteuerländer wie Luxemburg oder Irland transferieren. Und dort kaum ver­steuern, so zwischen 0,2 und 2 Prozent. Für knapp 400 Millionen Umsatz bezahlen die Grossbanken gar nichts (a.k.a. Peanuts).

Und wer hat jemals schon etwas von einer Mehrwertsteuer auf Finanz­dienst­leistungen (Kontoführung, Zinsen, Speku­lationen) gehört? Hm. Ja, aber: Warum dürfen die Banken das? Weil die Regierungen es ihnen durchgehen lassen, oder? Ja, aber, warum tun unsere Regierungen in Berlin, Brüssel und anderswo nichts dagegen? Weil die an den Regierungen beteiligten Honoratioren mit von diesem Geschäft profitieren. Und weil wir sie jedesmal trotzdem wieder wählen. Hierzulande nächstesmal im September. Entweder Merkel, oder Merkel-mit-Bart (a.k.a. Schulz). Die grossindustriefreundliche AfD ist glücklicherweise bereits wieder mit Abkacken beschäftigt. Ist euch nicht auch klar, dass eine Regierung um Wagenknecht, Gysi, Schiffer, Trittin, Ströbele – eben dem politischen Flügel mit einem Gewissen – hier weniger bereitwillig mitspielen würde? Und? Was machen wir da? Zur Flasche greifen und voller Selbstmitleid erklären, dass sowieso alles keinen Sinn hat? Ok. Das muss jede*r für sich selbst entscheiden.

oxfam via infosperber, pic loufre/pixabay cc0

11 Kommentare

  1. Also ich wähle die Linke :)
    Das Problem ist nur: das kapitalistische System macht UNENTWEGT subtile werbung für sich selbst. gegen gerechte gesellschaften.
    was macht die linke? kurz vor den wahlen mal mehr präsenz.. die linke müsste tagtäglich massiv werbung für ihre ideen machen um gegen die werbung des systems anzukommen..

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    • Die Linke? Ist ein Laden wie jeder andere auch.
      In Berlin haben sie die kostenlosen Schulmittel gestiegen, diese Ganoven. Aber wie gesagt, die anderen sind auch nicht besser!
      Ich halte es so: Gehe ins Wahllokal, lasse mir meine Wahlunterrlagen gegen Pass aushändigen – ja, den Namen wollen sie wissen, wählen darfst du anonym – und zerreisse dann den ganzen taderadatsch öffentlich im Wahllokal.
      Wenn das alle tun würden, die klamm , heimlich, still und leise in der Wahlkabine ihre Stimme ungültig machen, wäre schon viel getan.
      Am besten, sie drucken diese Unterlagen gleich auf Toilettenpapier. Dann wüsste auch der Dümmste, wo sie hingehören.

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      • Liegt wohl an mir – aber ich kann nicht im Ansatz nachvollziehen was das bewirken soll.
        Wen stört, dass Du Dein Recht zu wählen nicht ausübst? Stören würde nur wenn die, die aktuell am Drücker sind es danach nicht mehr wären.
        Oder glaubst Du bei denen damit ein schlechtes Gewissen zu bewirken?!

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      • selten sowas dummes gelesen. was die am wenigsten juckt ist wenn du nicht wählst. solange kriegt auch kein anderer die stimme und die gewinnen.

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  2. Soll heißen: „gestrichen.“ Entschuldigung.

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  3. Ach ja, unser Fritz moniert wieder mal das kapitalistische System. Kapitalistisch kommt von Kapital und das von Caput, lateinisch für Kopf. Und da werden doch die nächsten betrügerischen Ideen, die dann über (schriftliche) Gesetze legalisiert werden, erdacht. Allerdings nicht von den Politikern, diese sind nur die Angestellten der wirklichen Machhaber.

    Aber da man einen dummen Kommentarschreiber nicht glaubt, hier etwas zu informieren:

    Prof. Rainer Mausfeld: Die Angst der Machteliten vor dem Volk

    Nihilus

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  4. Die AfD ist die einzige arbeitnehmerfreundliche Partei in Deutschland. Die heuchlerischen linken Parteien haben haben nur die Besteuerung aller Arbeitnehmer im Sinn.
    Die Gruenen riechen aber schon, die befinden sich gluecklicherweise schon in Verwesung.

    Den Banken geht es zur Zeit ueberhaupt nicht gut, wenn man aber nur den eigenen Blog liest, bekommt man das halt nicht mit.

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    • „Die AfD ist die einzige arbeitnehmerfreundliche Partei…“ Mal das Parteiprogramm gelesen?

      „Den Banken geht es zur Zeit ueberhaupt nicht gut,…“ Na das hoff ich doch. Außerdem sollten doch die, die am jetztigen System Schuld sind, so bald wie möglich durch einen Zusammenbruch verschwinden. Sonnst müsste man ja wieder eine französiche Revolution ausrufen…

      Nihilus

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      • „Mal das Parteiprogramm [der AfD] gelesen?“

        Da sind u.a. Themen genannt wie

        – Volksabstimmungen nach Schweizer Vorbild
        – Direktwahl des Bundespräsidenten durch das Volk
        – Begrenzung der staatlichen Parteienfinanzierung
        – Einführung eines Straftatbestandes der Steuerverschwendung

        – Kinder und Erziehungsleistung bei sozialer Sicherung sowie Rente berücksichtigen
        – Mindestlohn beibehalten
        – Aktivierende Grundsicherung als Alternative zu Hartz IV
        – Pflege durch Familienangehörige aufwerten und höher vergüten

        Jegliche Übertragung von Souveränitäts- und Hoheitsrechten in Freihandelsabkommen auf Sonderschiedsgerichte ist abzulehnen.
        – Nein zu TTIP, CETA und TISA
        – Verbraucherschutz modernisieren und stärken
        – Keine Privatisierung gegen den Willen der Bürger
        – Soziale Marktwirtschaft statt Planwirtschaft

        Wir treten für ein einfacheres und gerechteres Steuersystem ein, das mit niedrigen Steuern vor allem Mittel- und Geringverdiener finanziell entlastet.
        – Gerechte Steuern durch Stufentarif und Obergrenze für Steuern bzw. Abgaben
        – Familiensplitting einführen und Bankgeheimnis wiederherstellen
        – Staatsschulden planmäßig tilgen
        – Bargeldnutzung muss uneingeschränkt erhalten bleiben
        – Wohnungspolitik: Baurecht vereinfachen, Wohnraum schaffen
        – Die ländlichen Regionen stärken

        „Außerdem sollten doch die, die am jetztigen System Schuld sind, so bald wie möglich durch einen Zusammenbruch verschwinden.“

        Am jetzigen System hat die Politik bzw. der Wähler schuld, also nicht die Banken.

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        • Einiges klingt aber nicht sehr Arbeitnehmerfreundlich.
          Ich denke über Obergrenzen für Steuern freuen sich vorallem Großverdiener. Und die „wiederherstellung“ des Bankgeheimnis ist eigentlich auch nur toll wenn man gerade ein paar Millionen unversteuert rumliegen hat.
          Und meiner Meinung nach ist sonst genau so viel blub dabei wie beim Rest der Bande.

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  5. Die AfD ist ungefähr genau so arbeitnehmerfreundlich wie andere nationalistische Arbeiterparteien aus düstersten Teilen deutscher Geschichte. Und lässt sich (wie das grosse Vorbild) ihren Wahlkampf von anonymen Grosspendern bezahlen, denen die Unionsparteien inzwischen zu weich und zu sozial geworden sind. Aber ja, wir haben Glaubensfreiheit in unserem Land. Also soll jeder glauben, was er will.

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