So sprechen echte Heiden

Ich gebe freimütig zu: Die eigentlichen, also vorchristlichen europäischen Religionen haben einen gewissen Charm. Sowohl die keltische als auch die germanische Götterwelt wirken auf mich irgendwie lustiger, lebensfroher als diese ganzen mono­theistischen Wüstenreligionen.

Besonders präzise ist das im heutigen Island zu sehen, wo man als Asatru die verschiedenen Götter mehr als Meme oder Ausdrucks­formen eigener Über­zeugungen versteht und weniger als übermenschliche Kräfte, welchen man sich unterordnen muss. Unterordnung geht ja wohl gar nicht, liebe Brüder und Schwestern, also geht „Kein Gott, kein Staat, kein Partiarchat“ wohl völlig in Ordnung. Um so bedauerlich ist es, dass manche persönlichkeitsschwache Autoritätssüchtige die alte europäische Religion als arischen Gegenentwurf zum Christentum missverstehen. Also wie Monotheismus, nur ohne Vergebung. Die nordische Mystik der Nazi-Bonzen im Dritten Reich war da eine besonders lächerliche Ausprägung. Nur: So sind Leute eientlich garnicht, die eine pagane Spiritualität pflegen. Das konnte man extrem deutlich in einem kurzen Chat mitverfolgen, in dem US-amerikanische Nazi-Pseudo-Pagans an die Pagan Federation Ireland die Anfrage (siehe oben) richteten, ob man sich auf der Grünen Insel von einem Paganpriester verheiraten lassen könne, welcher aber unbedingt gegen homosexuelle und gemischtrassige Ehen gestellt sei. Worauf die rechtgläubigen Iren sehr klar (siehe unten) antworteten, dass es so jemanden in ganz Irland nicht gäbe, eine Trauung dieser Art deswegen hier auch nicht stattfinden könne und dass die Anfragenden sich doch bitte selber ficken sollten. Genau. So stelle ich mir das vor. Der Paganismus wird mir damit noch sympathischer, als er das bisher war.

Dann also Heil…. ähm, naja, Heil „keinen Stress mit Göttern oder Autoritäten, sondern geht verfickt nochmal anständig mit euren Mitmenschen um!“. Können wir uns darauf einigen, Brüder und Schwestern?

via thepoke, imgur, facebook

2 Kommentare

  1. Diese Leute sollte man für viel Geld kommen lassen, in einer Opferzeremonie für die Götter erschlagen und anschließend im Meer versenken.

    Es fängt ja schon mal damit an das es keine „Paganpriester“ gab.
    Es waren allesamt „Druiden“ (ein Ausdruck der ja auch nur eine Erfindung des Mangels an Wissen der damaligen Griechen und Römer ist).

    Und auch waren Rassen kein Thema. Nicht so wie wir es kennen. So mancher vormalige Sklave (Sklavin) wurde „eingebürgert“ und zum Partner für irgendeinen Partnerlosen gewählt.
    Anderes wäre ja absolut unlogisch angesichts dessen das damals Erd-flächendenkend Frauenmangel herrschte.

    Homosexualität hat auch keinen interessiert solange dieser jemand für Nachwuchs sorgte. Für diese Aussage spricht die Existenz des Göttersohnes Loki, der reichlich Schwul bzw. zumindest Bi-Sexuell rüberkommt.
    War ja bei Griechen und Römern auch keine große Sache. Warum sollten dann also ausgerechnet die deswegen großartig herummaulen, so wie e ihnen gerne unterstellt wird?
    Wäre doch irgendwie komplett unlogisch gewesen.

    Hier eine der besten Seiten zum Thema:
    http://www.mastermyr.de/wikinger-gesellschaft.php

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