Was einmal gut für uns war

Es schadet nichts, wenn wir uns ab und zu daran erinnern, was noch vor ein oder zwei Generationen als gute Sache galt. Oder zumindest unwidersprochen hingenommen wurde. Einerseits, um uns des gesellschaftlichen Fortschritts bewusst zu werden, den unsere Zivilisation dann doch hingekriegt hat. Und andererseits, um uns vor Augen zu halten, wie diese Generationen gelebt haben. Während wir von ihnen aufgezogen und fürs Leben vorbereitet wurden.

Klar galt das mal als Tatsache, dass DDT eine prima Sache ist. Je weniger Insekten, desto besser, nicht wahr? Dass das Zeug aber für alle kohlenstoffbasierten Lebensformen giftig ist, nicht für die sechsbeinigen, wird bis heute gern verdrängt. Und Fernsehen, gut für Kinder? Wenn man auf die Gerätehersteller hört, dann schon. Oder die angebliche Vollversorgung mit Eiweiss durch industrielle Lebensmittel vom Typ McDonalds – eine Industrie, die uns zum Verbrauch von billig zu produzierenden, gut lagerfähigen und haltbaren Nahrungsersatzstoffen erzogen hat. Da kommt die (zurückliegende) Empfehlung der Gesundheitsbehörde, doch beim Autofahren nach zwei Litern Bier aufzuhören, gerade richtig. Klar sind wir aus solchen Sümpfen der kapitalistischen Propaganda einigermassen raus, aber in unseren Köpfen liegen immer noch die unverdaulichen Reste davon. Die müssen wir erst noch loswerden. pics via lost at e minor

5 Kommentare

  1. Radioaktive Zahnpasta nicht zu vergessen!
    https://de.wikipedia.org/wiki/Doramad

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  2. Waren das nicht auch tolle Zeiten? Klar, wir werden wohl keine 120 werden, danke DDT, radioaktiver Zahnpasta, Bleifarbe und und und.
    Wenn ich mir aber anschaue, was heute mit den Kindern gemacht wird, wünsche ich mir doch glatt etwas von der Naivität zurück. Extreme Helikoptereltern, verfeindete Müttergruppen, Kinderwägen zu Preisen eines Kleinwagens und Kinder, die mit vier Jahren das erste Mal in den Sandkasten gelassen werden. Zusammen mit Impfgegnern und MMS-Jüngern, Chemtrailgläubigen, usw. ergibt das auch keine Mischung, auf die man so stolz sein könnte^^

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  3. „Waren das nicht auch tolle Zeiten?“
    Ja, es waren tolle Zeiten. Und wie es damals einfach war, einen gutgezahlten Job während der Studentenzeit zu bekommen, plus Sozialversicherung, das glaubt einem heute kein junger Mensch mehr.

    An Fritz gerichtet. Anstatt immer mehr gesellschaftlichen Fortschritts, wäre Rückschritt angesagt.
    Den Fortschritt hat doch heute keiner mehr im Griff.

    Kinder hören mit 18 Jahren auch auf, zu wachsen.

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    • Rückschritt wohin? Weniger Neoliberalismus? Wenn ja, zu welchem Preis? Mehr verdrängte Nazivergangenheit, mehr kalter Krieg? Ich bin nicht überzeugt.

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    • Aaah, wieder so ein Nostalgidiot, der zu sehr ein Hosenscheißer ist, um die Realität verarbeiten zu können.
      PROTIP: Wir sind bereits im Rückschritt. (Vor allem dem geistigen, aber auch dem sozialen, menschenrechtlichen, u.ä..) Wegen Leuten wie dir. DAS ist was die Probleme von heute ja erst bewirkt!

      Fortschritt ist *definiert* als besser für die Menschheit. Ansonsten ist scheißegal was irgendwer sagt, es ist per Definition nicht Fortschritt.

      (Ok, Profitpsychopathen definieren Fortschritt als “Wachstum” … also im Sinne von Pathogen-Pandemien und Explosionen … Dingen die den Wirt töten. Das ist aber nur deren offensichtlich schwer kranke Definition. Verständlich. Sind ja psychisch krank.)

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