Reich durch Evangelismus: So wirds gemacht

Der Trump-Anwalt Jay Sekulow nahm nach vorliegenden Unterlagen seit Beginn unseres jungen Jahrhunderts über 60 Millionen US-Dollar durch eine christliche Spendenaktion ein. Die Christian Advocates Serving Evangelism (Case) forderten vom Fernsehschirm herab gezielt Arme und Arbeitslose auf, doch ihr Herz und ihr Portemonnaie zu öffnen. Davon bezahlte Sekulow respektable Gehälter an seine Familienangehörigen, kaufte Immobilien (für die Familie) und versteckte alles hinter einem Dickicht an Verträgen.

Man kommt hier bei einer moralischen Berwertung auch nicht besonders weit: Einerseits hat Sekulow schamlos Spendengelder für sich und die seinen verwendet, andererseits traf es genau die richtigen: Radikalisierte Evangelikale, die angesichts des letzten, gottlosen Präsidenten Obama und seiner gottlosen Kranken­ver­sicher­ung auch für arme Leute (und ohne gewaltige gottesfürchtige Steuernachlässe für Milliardäre) gerne ihr letztes Geld an den smarten Anwalt und seine Brief­kasten­kirche schickten. Tendenziell würde ich den schmierigen Advokaten aber doch in den Knast schicken. In die Abteilung für gewöhnliche Verbrecher, nicht in die Luxusvariante für Millionäre.

guardian, Beispielbild, ohne Sekulow Jeremy Rasmussen pd

5 Kommentare

  1. Und, lieber Fritz, wie steht es mit der „Vatikan AG“?
    Empfehle Dir, das Buch zu lesen.
    Keine Organisation hat mehr Unheil über die Menschen gebracht, als die „Stellvertreter Christi.“ Und Trump oder einer von ihm bekommt darin wieder eine Rolle zugewiesen.
    Das schaffen auch nicht die „Christian Advocates Serving Evangelism oder irgendwelche anderen Sekten.
    Du solltest doch wissen, es sind immer die Armen, die ausgeplündert werden. Von der Politik, den „christlichen Organisationen, den Sekten. Nimm, wen Du willst……
    Du stellst das jetzt so hin, als wäre das etwas vollkommen neues.
    Bischöfe werden von Steuergeldern gezahlt. Und ich spreche nicht von der Kirchensteuer, sondern, von der Steuer, die jeder Arbeitnehmer bezahlt, ob Christ, Moslem oder Atheist.
    Ein Bischof bekommt zwischen 12 – und 16 OOO € monatlich für seine“christliche Arbeit“- fährt Dienstwagen etc und das alles im Namen Christi.
    Die katholische Kirche schwimmt in Milliarden. Alles was das Herz begehrt, Firmen jeder Couleur- sogar an Kondomen verdienen sie.
    Waffen, Prostution- denen gehört 2/3 von Rom, wenn nicht noch mehr.
    Dagegen sind doch so ein paar Millionen peanuts.
    Was bezweckst Du also mit solch einer läppischen Aussage?

    Jesus hat übrigens von der Arbeit seiner Hände gelebt. Und damit meine ich richtige Arbeit. Er war Zimmermann, wie sein Vater.
    Also suche Dir doch interessantere Themen, von denen man noch nicht viel weis.

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    • Diesen Ansatz reflexartig immer noch auf andere(s) zu verweisen – berechtigt oder unberechtigt sei da mal völlig egal – finde ich immer auf’s Neue argumentativ skuril.

      Was will das aussagen? Wird’s besser davon, dass es Schlimmere gibt? Müsste man das sequenziell nach Schweregrad abarbeiten? Kann man nicht einen Fall diskutieren ohne relativierend andere zu nennen? …

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      • kurz #whatsaboutism

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        • korrekt – wollt’s nur mal plastischer schreiben… =)

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  2. „Glaubensdeppen“ haben schon immer horrend dafür bezahlt angelogen zu werden.
    Anscheinend halten sie ansonsten die REALITÄT nicht aus.
    Überaus TRAURIG – aber letzendes WAHR!

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