Der Digital-O-Mat

Digital ist heute das Wort für „irgendwas mit Daten“. Oder Informationen. Etwas, das heute die gesamte Kommunikation und Verwaltung umfasst. Trotzdem aber als etwas exotisches, als „Neuland“ behandelt wird. Das ist doof, weil in einer Zeit, in der ein Drittel unserer Bevölkerung im Prekariat lebt (Hartz4, Zeitverträge, Werkverträge, Mindestlohn, Kleinselbständige, unsichere Arbeitsverhältnisse), ein Viertel der Rentner und ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen (unter 18) in Armut, dieses Digitale zumindest ein zentrales Herrschaftsinstrument darstellt.

Wer die Information kontrolliert, muss sich über Macht keine Sorgen machen. Diese Macht liegt derzeit bei Behörden, Banken und Konzernen, und deren gewählten Abgeordneten. Hier könnt ihr euch durch den Digital-Wahl-O-Mat klicken, und dann die Übereinstimmung eurer Meinung mit den Parteien sehen. Unten wie immer mein Ergebnis. Eins noch: Gesetze werden nach wie vor im Bundestag (und den Landtagen) beschlossen. Wer glaubt, nicht teilnehmen zu müssen oder lieber eine Protestsplitterpartei zu wählen, weil man sich ja moralisch überlegen fühlen möchte, der unterstützt damit die Mehrheitskoalition. Und das wird nach aktuellen Umfragen Schwarzgeld. Also mehr wirtschaftliche Ungerechtigkeit, mehr Druck auf Geringverdiener, weniger Steuern für Reiche und mehr Macht für die bereits Mächtigen. Überlegt euch, was ihr wollt.

1 Kommentar

  1. Konsequenterweise müsste das Ding aber Cyber-O-Mat heißen :-)

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