Ameisenstaat: 40% Arbeitslose

Insektenforscher Daniel Charbonneau, Takao Sasaki und Anna Dornhaus ver­öffentlichten an der örtlichen Uni in Tucson, Arizona die Ergebnisse ihrer Studien. Obwohl landläufig Ameisen als Inbegriff des unermüdlichen Fleisses bis hin zur Selbstaufgabe gelten, sind demnach durchschnittlich 40% der Arbeiter inaktiv. Das heisst, sie erhalten ein bedingungsloses Grundeinkommen, müssen aber nichts dafür tun. Erst wenn aktive Arbeiter aus dem Produktionsprozess fallen, rücken die bis dahin inaktiven nach. Das klingt schlüssig und könnte eine Lösung für unsere durch Digitalisierung und Automation in eine Krise geratene Wirtschaft bieten. Wir müssten dazu nur das frühindustrielle Konzept der Erwerbsarbeit fallen lassen. Aber womöglich ist dieser evolutionäre Schritt zu gross für unsere Spezies und wir sterben stattdessen aus. phsyorg via boingboing, pic Daniel Charbonneau

8 Kommentare

  1. Das Bandbreitenmodell sagt: Deutschland ist noch nicht reif dafür. Wie das weltweit aussieht, weiß ich nicht. http://www.economy4mankind.org/de/warum-ein-besseres-system-in-deutschland-noch-keine-chance-hat/

    Die PARTEI sagt: keine Nachteile beim BGE gefunden. Die wohl einzige wirklich ernstgemeinte Aussage zu den 38 Wahl-O-Mat-Kategorien :)

    Gruß

    Thomas

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  2. Ameisen brauchen keine 3 Jahre Ausbildung und Berufserfahrung um Ihre Tätigkeit zu erfüllen. Selbst wenn man jetzt so „einfache“ Tätigkeiten wie Lagerarbeiter ausführt werden dazu heutzutage Computerkenntnisse, technisches Verständnis und ggf. der Umgang mit komplexen Maschinen erwartet… und das wird zukünftig nicht weniger komplex werden.

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    • „learning by doing“. Man kann sich in seine Tätigkeit auch reinarbeiten. Schau‘ Dir mal das Bandbreitenmodell an ( http://www.bandbreitenmodell.de/ ). Danach sind Arbeitskräfte GESUCHT. Momentan haben nur die Allerbesten eine Chance, ihren Fähigkeiten entsprechend eingesetzt zu werden, der Rest läuft über „Vitamin B“. Viele Potentiale gehen dadurch vor die Hunde. Das muß so nicht sein, ist keinesfalls alternativlos, egal was der Mainstream dazu derzeit denkt…

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      • „learning by doing“

        wenn schon englische Begriffe, dann bitteschön die richtigen:

        „Training-on-the-Job“ oder „Training-off-the-Job“

        Aber mal zu dem „learning by doing“ (was eigentlich eine zwar angelehnte, aber dennoch andere Bedeutung hat) . . .

        Denn bei – „learning by doing“ (da bei diesem System u. U. die Fehlertoleranz bis man etwas gelernt hat sehr hoch sein kann) – könnte man in der Zwischenzeitlich eine komplette Firma/Fabrik in den Boden rammen. Finanziell wie auch Physisch (und nicht nur Bildlich gesprochen).

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        „Training-on-the-Job“ oder „Training-off-the-Job“

        Früher hieß das mal „AUSBILDUNG zum . . .“ – wobei dann, wenn es benötigt wurde, dieselben Arbeitskräfte durch „Berufsbezogene WEITERBILDUNGen“ weiter-qualifiziert, und durch „UMSCHULUNGen“, auf neue Tätigkeitsfelder eingeübt wurden (bzw. „noch“ werden. Aber leider in immer schnellerer Spirale nach unten nicht mehr werden. Wobei gleichzeitig – „die Wirtschaft“ – dieses zwar immer mehr verlangt, es aber kaum noch Bezahlen will und es gleichzeitig ihren Arbeitskräften durch real sinkende Löhne und Gehälter, inkl. Zeitverweigerung, so gut wie unmöglich macht es selbst zu finanzieren, ganz davon zu schweigen das es ihnen ebenfalls Zeitbezogen unmöglich gemacht wird dem nachzugehen. Finde die Paradoxa.).

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        Da dein (übrigens sehr interessanter) Link nicht mehr zugänglich ist, hier also nochmal:

        https://www.bandbreitenmodell.de/

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        • Danke für die Korrekturen. Hätte das „https://“ am Anfang nicht entfernen sollen ohne vorher zu prüfen, ob der Link dann noch funzt (das „http://“ hat wordpress wohl selbst hinzugefügt weil es „www.“ gefunden hat).

          Gruß

          Thomas

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  3. Ist es nicht ironisch? Die Menschheit träumte davon das einst Maschinen ihnen die harte Arbeit abnehmen.
    Nun kommt es dazu doch die Menschen haben ihren alten Traum längst vergessen..

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  4. […] Quellen: Plos One, phys.org, via 11k2 […]

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  5. Normalerweise ist man bei Vergleichen mit dem Tierreich sofort beim Sozialdarwinismus angelangt, anders hier, wo es wohl eher darum geht, das bedingungslose Grundeinkommen zu legitimieren.
    Anders als bei den Ameisen wird es in Menschenhaufen immer etwas zu tun geben, auch wenn die klassische Erwerbstätigkeit nicht mehr für alle reicht.
    Ich bin für ein garantiertes, aber gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen. Dafür reicht meine Solidarität nicht, sorry.
    Bevor jemand gar nichts macht kann er Spielplätze von Hundekot befreien, oder abends die Tastaturen der Produktivkräfte reinigen, es findet sich für alle etwas, keine Sorge.

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