Was Deutschland am Sonntag gewählt hat

Aus aktuellem Anlass der gestrigen Bundestagswahl, pic via Kraftfuttermischwerk (irgendwo gibts das auch als Video). Das Wirtschaftswunder ist lange vorbei und vergessen. Wachstumsraten kann man nur noch auf Kosten anderer steigern, inzwischen nicht nur auf Kosten der Dritten Welt und der schwächeren EU-Randstaaten, sondern der lokalen Bevölkerung. Wo die unteren und mittleren Haushaltseinkommen seit der Wiedervereinigung inflationsbereinigt keinen Einkommenszuwachs hatten. Nur die Reichen. Und wo 2016 bereits 45% der neuen Arbeitsverträge nur Zeitverträge waren. Und wo der hart erkämpfte Mindestlohn nicht ausreicht, um eine Rente über der Grundsicherung auf Hartz4-Niveau zu bekommen. Klar sind die Leute sauer, und klar haben vor allem diejenigen Angst, die heute noch einen gewissen Wohlstand besitzen. Noch.

Nicht mehr lange. Die Wachstumsraten der Reichen werden das bischen Mittelstand auch noch aufessen. Also muss der älteste Trick der steinzeitlichen Stammespolitik wieder aus der Mottenkiste: Die anderen sind schuld. Heute: Die Flüchtlinge und der Islam. Früher mal die Sowjets, Juden, Franzosen, Römer, Neandernachbartaler. Wärenddessen kann man sich ja in Ruhe bereichern. Und genau das ist am Sonntag passiert. Mit massiven Verstössen gegen das Parteienfinanzierungsgesetz wurden die korruptionsliberale FDP und die Rattenfänger der AfD noch vorne geworben.

Auch und gerade von der heute so beliebten Mainstreampresse, die ja überwiegend rechtskonservativen 1%-Mitgliedern gehört. Prima. Ich finde ja, dass beide Wählergruppen ein T-Shirt zur Belohnung bekommen sollen, in jeweils gelb oder blau, mit brauner Aufschrift: Opfer. Das werden vier unterhaltsamer Jahre. Wenn’s überhaupt so lange hält.

Hier ist ein kluger Text von Katja von 2015: Die inszenierte Flüchtlingskrise.

2 Kommentare

  1. „Mainstreampresse, die ja überwiegend rechtskonservativen 1%-Mitgliedern gehört“

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  2. Was hast Du denn, Fritz? Ist ja alles so gelaufen wie es geplant war.

    CxU, FDP, SPD, GRÜNE und AFD werden sich zwar in der Öffentlichkeit gegenseitig Ansätzen, aber in den Puffhinterzimmern jede Entscheidung gegen das Volk absprechen und auf den Weg bringen. Das ist ja mal so klar wie Kloßbrühe.

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