Früher war alles besser

„Am 10. Februar gerieten zwei Studenten der Universität von Oxford in eine Diskussion mit dem Wirt einer lokalen Bar. Die beiden empfanden die Qualität des verkauften Weins als unangemessen, der Wirt widersprach. Daraufhin warfen ihm die Studenten den Wein an den Kopf und prügelten ihn bewusstlos. Der Bürgermeister von Oxford forderte den Leiter der Universität auf, die beiden einzusperren, allerdings stellten sich dem rund 200 Kommilitonen entgegen. In den anschliessenden, drei Tage anhaltenden Unruhen holten die Bewohner Oxfords Verstärkung aus dem umliegenden Dörfern, um die Studenten zurückzudrängen. Von diesen wurden 63 getötet, dazu 30 Stadtbewohner.“

Das berichtet Jim Sharpe, Professor für Geschichte an der University of York. Der Streit wurden übrigens damals, im Jahr 1355, vom amtierenden englischen König, Edward III., beendet, indem er der Universität und ihren Studenten zustimmte. Die Stadt Oxford musste symbolische Wiedergutmachung leisten. Endgülig beendet wurde der Streit erst 1955. Das war übrigens der „Früher war alles besser“ Beitrag der Woche. In anderen News zum selben Thema: Die Hamburger Polizei hat inzwischen zugeben müssen, dass ihre Darstellung der G20-Krawalle erfunden war. Und das Schanzenviertel wurde auch nicht von Linksautonomen verwüstet, sondern von ganz normalen Idioten.

via aeon, das pic stammt mangels Originalbilddokumenten aus Oxford vom Eishockeyaufstand in Vancouver 2011 und ist von elope cc by sa

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