Warum es überhaupt Kohle gibt

Steinkohle und Braunkohle. Und warum Pilze (schon wieder), genauer die Agari­comycetes, die Welt gerettet haben. Bekannt ist das schon länger, aber Andrew Tomes von der University of New York (Abteilung Forst und Umwelt) hat das sehr schön zusammengefasst. Wir alle haben schon gehört, dass Kohle aus zusammengepressten Bäumen besteht. Aber wenn man Holz draussen liegen lässt, verrottet es doch, und wartet nicht, bis es tief in den Boden sedimetiert ist, um dort in nur zu Kohle zu werden?

Das erklärt sich so, dass der schwer verrottbare Anteil von Bäumen, nämlich Lignin, vor etwa 430 Millionen Jahren von irgendwelchen Sumpfkräutern „erfunden“ wurde. Aber erst 40 Millionen Jahre später entwickelten Pilze (im wesentlichen dieselben, die wir im Wald sammeln, um sie in die Pfanne zu hauen), ein Enzym, das Lignin aufspalten konnte, so dass der herumliegende Baum wieder zu 100% verwertet werden konnte. Bis dahin bildeten Wälder eben viele Meter dicke Schichten aus unkompostiertem Holz, die Luft enthielt kaum Co2 und sehr viel Sauerstoff, die Eiszeit hielt deswegen den Planeten umklammert und Insekten waren so gross wie heutige Katzen. Vor all dem haben uns die Pilze gerettet. Ich finde, wir sollten ihnen dafür dankbar sein.

pic A.Gundelach cc by sa

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