Sicherheitslücke bremst Intel-Prozessoren herunter

Aha. Warum ist das wichtig? Deswegen: Intel Chips, die in fast allen Desktop- und Notebook-Computern stecken, werden gerne für ihre besondere Leistungsfähigkeit gepriesen. Jetzt hat sich herausgestellt, dass die Chips (fast alles des grossen Herstellers) ungeprüft Programmbefehle verarbeiten, um einfach schneller zu sein. Das kann von fiesen Hackern ausgenutzt werden, und wurde es auch bestimmt. Update siehe unten.

Um das Sicherheitsloch zu schliessen, müssen alle Betriebssysteme (Linux, Win­dows, MacOSX) umgeschrieben werden, was die Computer je nach Prozessortyp um 5 bis 30 % langsamer machen wird. Und jetzt kommts: Die Prozessoren von Intels einzigem verbliebenem Konkurrenten, AMD (Marktanteil derzeit ca 20%), haben dieses Problem nicht. Auf AMD-Computern (wie meinem hier) kann dieser Daten-Angriff also nicht ausgeführt werden, und er wird durch das (für Linux bereits veröffentlichte) Update auch nicht langsamer. Ich bin gespannt auf die Benchmarks nach dem grossen Windows- und OSX-Patch, und auf die anschliessende Klagewelle gegen Intel durch enttäuschte Verbraucher und PC-Hersteller.

Update: Wie der Register weiter berichtet, sind 2 verschiedene Megabugs unterwegs. „Meltdown“, der nur Intel-Chips betrifft, und „Spectre“, der für alle Prozessoren ever gilt. Auch Smartphones. Beide Fehler sind den Herstellern seit Juni 17 bekannt, nur durch besonders unerschrockene Journos erfuhren wir davon. Stay tuned.

via theregister, hierzulande auch heise, spon, PM von intel, pic recklesstudios cc0

4 Kommentare

  1. AMD nicht betroffen? Das einzige was von dem Bug bei AMD noch nicht betroffen zu sein scheint ist der Aktienkurs.
    https://www.theverge.com/2018/1/3/16846540/intel-processor-security-flaw-bug-response

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    • Mhm. „Intel says…“, würde ich auch sagen, wenn ich Intel wäre. AMD scheint irgendwie betroffen zu sein, aber nicht so exploitable wie Intel. Ich rechne damit,. dass die Sache erst ganz ans Licht kommt, wenn die Patches alle raus sind.

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      • Nicht so exploitable klingt wie nicht ganz so schwanger. Aber tatsächlich, AMD Ryzen scheint nicht betroffen zu sein.
        Bin eher davon ausgegangen, dass so ein Problem entweder nur sehr wenige, oder fast alle Prozessorfamilien betreffen würde.

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        • Meltdown betrifft nur Intel (alle ab 1995 ausser Atom), Spectre alle CPUs (is aber schwer zu exploiten).

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