Frauen am Herd und am Südpol

Die 16jährige Australierin Jade Hameister ist der bisher jüngste Mensch mit allen drei grossen Eis-Überquerungen per Ski: Nordpol, Südpol (jeweils vom nördlichsten Breitengrad zum Pol) und einmal quer durch Grönland. Ihr TED-Redebeitrag wurde auf Youtube erwartungsgemäss mit den üblichen Kommentaren gekränkter, marginalisierter und wegen ihres Geschlechts massiv benachteiligter männlicher Schneeflöckchen verziert: „cool story babe, now make me a sandwich“, was in unserer Sprache dem „Frauen zurück an den Herd“ entspräche. Jade hat nun eine schlüssige Antwort veröffentlicht, nämlich das oben stehende Bild von ihr am Südpol (zweiter Besuch), mit einem Sandwich und der Aufforderung: Komm und hol’s dir. Fahr 37 Tage lang und 600 km weit auf Skiern durch das antarktische Eis und hol dein Schinken-und-Käse-Sandwich ab.

7 Kommentare

  1. Solche Menschen sind zu bewundern.

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  2. cool story bro

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  3. [ was in unserer Sprache dem „Frauen zurück an den Herd“ entspräche ]

    Es kann, muss aber nicht sexistisch sein (außer vorne oder hinten wird noch ein „Bitch“ angehängt).

    Ansonsten tut es das leider nicht. Im Englischen ist es so das der Kontext über die Bedeutung eines Statements entscheidet.

    In diesem Fall beutete das wahrscheinlich mehr:

    Nette Geschichte, aber jetzt halt mal wieders Maul. Es reicht.

    In Niederbayern sagt man auch gerne abfällig:

    Ja, ja, is‘ a guad, baaast scho . . . und iazt hoitst wieder D’Fotzen.

    Im Sinne von „Es langt, wir/ich können/kann es nicht mehr hören, lesen, sehen . . .

    Weiß ja hier keiner was deswegen evtl. für ein Hype inszeniert/aufgezogen wird in Downunder.

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    • Ma ehrlich, Knalli, würdest du zu einem Mann sagen „cool story, bro, now make me a sandwich“? Nein? Dann ist es sexistisch. Zu einem Mann würdest du vielleicht sagen: „not again, not another young person skiing to north and south pole and across greenland, we just had enough“. Hm. Doch, es ist sexistisch.

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      • Oh, würde ich durchaus.
        Ich bin für absolut 100%ige Gleichbehandlung der Geschlechter (so wie ich es von meiner Mutter, einer echten Feministin und keiner bloßen Feministinnendarstellerin, beigebracht bekam) und so habe ich im leben auch Männer im streit schon mal des öfteren mal als z.B. „Du Votze“ oder schlimmers bezeichnet (nicht das mir meine Mutter das beigebracht hätte. Ganz im Gegenteil).

        Ich meinte ja auch nicht das du komplett unrecht hast, nur wie sagt man es so schön auf deutsch:
        „Der Ton macht die Musik“.

        Im übrigen ist es in Englischsprachigen räumen gar nicht so unüblich auch Männer in der weiblichen Form zu beleidigen.

        zB.:

        Shut up you bitch!
        Stop whining around you pussy.
        Hold on to your panties you wuss.
        You keep your panties on, darlin‘.

        So, und jetzt mach dir nicht gleich wieder ins Höschen, kleiner. ;-D

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        • Ich will jetzt lieber nicht damit anfangen, wie ich Männer schon genannt habe. Ich mache da auch keinen Unterschied, zumal ich von einem Mann erzogen wurde.
          Die „Feministendarstellerinnen“ gehen mir bis auf ganz wenige Ausnahmen am Arsch vorbei.

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      • Auch hier passt wieder der Dwayne „The Rock“ Johnson Selbsttest :D

        … falls man sich unsicher ist…

        Wobei – „Ja, ja, is‘ a guad, baaast scho . . . und iazt hoitst wieder D’Fotzen.“ würde ich vermutlich auch nicht zu ihm sagen… zumindest nicht in einer Sprache, die er versteht…

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