Wer vergewaltigt und ermordet eigentlich unsere Frauen?

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Jedesmal, wenn eine Frau oder ein Mädchen durch einen nicht-deutschen Tat­ver­dächtigen zu Schaden kommt (bis hin zu Vergewaltigung und Mord), lodert die Flamme der Empörung zum Himmel. Vor allem in den rechtsnationalen Blättern wie Bild, Welt, Focus und anschliessend in den aluhutbelasteten Rechtsaussen-Blogs. Aber mal langsam: gibt es hier irgendwelche harten Zahlen? Von der Polizei vielleicht? Ja? Na, so ein Zufall.

Das Bundeskriminalamt veröffentlicht jährlich eine Zusammenfassung aller Kriminalitätsberichte der Polizeidirektionen. Da stehen dann alle Tatverdächtigen drin. Also Leute, die angezeigt wurden, unter dem Vorwurf einer Straftat. Wobei, wie eine Studie kürzlich feststellte, ein „Ausländer“ zwei- bis dreimal so häufig angezeigt wird als ein „Deutscher“. Aber das ist nur eine einzelne Studie, die Zahlen daraus sind also nicht so hart wie die vom BKA.

Im Jahr 2016 wurden demnach also 133.080 Personen Opfer von vollendeten und versuchten Delikten der Partnerschaftsgewalt. Das sind 17,1 % aller Delikte dieser Art. Wir wissen aus anderen Quellen, dass weit über 90 % aller Sexualdelikte im persönlichen Umfeld der Opfer begangen werden. Also Bekannte, Verwandte, Priester, Trainer. Arbeitskollegen etc. Beliebtestes Partnerschaftsgewalt-Delikt ist allerdings die vorsätzliche einfache Körperverletzung: 86.064 Personen oder 64,7%. Dazu kommen 2.567 angezeigte Fälle von Vergewaltigung und sexueller Nötigung (das wären 7 pro Tag oder eine alle 3,4 Stunden, davon 2.531 Frauen) und 441 von Mord und Totschlag (davon 357 weibliche Opfer, mehr als eine täglich); etwa die Hälfte der Mord- und Totschlagsopfer überlebt die Tat. Übrigens wurde gut ein Viertel der hier betrachteten Straftaten unter Einfluss von Alkohol und über die Hälfte von Mehrfach- oder Wiederholungstätern begangen.

Ja, schon, aber das alles interessiert unsere Opium-Fürs-Volk-Presse nicht. Wieviele deutsche und nicht- deutsche (nach Staatsangehörigkeit) Täter und Opfer von partnerschaftlicher Gewalt gab es, zumindest nach angezeigten Straftaten (Verur­teil­ungen sind wieder eine andere Sache)? Im Jahr 2016 waren 71,8% der Opfer und 68,3% der Täter deutsche Staatsangehörige. Da! Da haben wir’s! Ganze 3,5 % mehr  nicht-deutsche Täter als Opfer. Wenn man allerdings umrechnet, dass „nicht deutsch aussehende“ zwei- bis dreimal so häufig angezeigt werden, kommt schnell der Verdacht auf, dass Nicht-Deutsche nur halb bis ein Drittel so viel partnerschaftliche Gewalt ausüben als einheimische Kartoffeln. Noch dazu ging der Opferanteil deutscher Staatsbürger*innen von 74,7 % im Jahr 2015 auf 71,8 % im Jahr 2016 zurück. Könnte dieser Rückgang am Zustrom der rund 670.000 Syrer im Sommer ’15 liegen? Das ist derzeit Spekulation. Fest steht aber, dass zwischen Inhabern deutscher Staatsangehörigkeit und anderen Leuten kein wirklich nachweisbarer Unterschied bei partnerschaftlichen Gewaltdelikten besteht.

In sehr einfachen Worten zusammengefasst: Männer vergewaltigen und/oder er­mor­den vorzugsweise Frauen aus ihrem eigenen Umfeld. An dieser Stelle könnte man allerdings ansetzen und mit einer Aufklärungskampagne gegen Gewalt in Part­ner­schaften und allgemein bei Verstössen gegen die sexuelle Selbstbestimmung vorgehen. Schliesslich geht die Gewalt fast ausschliesslich von Männern aus. Und das sollte uns nicht nur zu Denken geben, sondern auch zum Handeln veranlassen.

Hier ist der Bericht des BKA zu Partnerschaftsgewalt 2016 als PDF, hier ist die oben erwähnte Studie des Bundesfamilienminsteriums als PDF, und hier eine kürzere Zusammenfassung, auch als PDF. pic: reach of clay county

 

22 Kommentare

  1. Gut, wenn du dich einem so wichtigen Thema annimmst!
    Ich verstehe allerdings nicht wieso du von „unseren Frauen“ schreibst. Meine Frau wirst du kaum meinen, die ist nämlich „ein Ausländer“.
    Diese Rechnungen mit wie viele Opfer es Pro Tag/Stunde/Minute gibt verstehe ich auch nicht. Was willst du damit veranschaulichen?
    Die Benutzung beider Stilmittel kenne ich gerade aus „Blättern wie Bild, Welt, Focus“.

    „Wir wissen aus anderen Quellen, dass weit über 90 % aller Sexualdelikte im persönlichen Umfeld der Opfer begangen werden.“
    Kannst du die Quelle dafür liefern? Ich habe eine Vermutung, aber weder Wissen noch Quelle!

    „Übrigens wurde gut ein Viertel der hier betrachteten Straftaten…“
    „Leute, die angezeigt wurden, unter dem Vorwurf einer Straftat.“
    Geht es um Straftaten oder die in der PKS zu findenden Anzeigen?

    „Schliesslich geht die Gewalt fast ausschliesslich von Männern aus.“
    Ich sehe es ähnlich, dass im Nahfeld vermehrt Straftaten jeglicher Art passieren. Nur daraus immer wieder die gleiche feministische Kampagne zu starten halte ich für falsch. Die Täterinnen und die es noch werden könnten müssen genau so angesprochen werden. Es reicht nicht nur bei Männern anzusetzen, weil sie statistisch die größte Tätergruppe sind. Wie stehts denn mit dem Alter? Ebenso ist es falsch sich nur um weibliche Opfer zu kümmern.

    Wegen dem Bild:
    Mir ist bekannt, dass „domestic violence“ weit ausgelegt werden kann. Es kommt auf die Studie an, die dahinter steckt. Wahrscheinlich nicht seriös.

    Falls du was zum Lesen haben möchtest:
    https://www.heise.de/tp/features/Und-du-sagst-mit-meinem-Gefuehl-stimmt-etwas-nicht-3554808.html

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    • Du hast die meisten deiner Fragen bereits beantwortet. Und ja, natürlich sind Gewalt und Sexismus überwiegend Männerprobleme, und auf die sehr wenigen Täterinnen zu verweisen ist albern. Sexuell konnotierte Gewalt gegen Männer geht übrigens auch überwiegend von Hetero-Cis-Männern aus. Weil es da ja nie um Freude am Sex geht, sondern immer um Macht und Selbstbestätigung.

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      • Ich habe keine rhetorische Fragen gestellt.
        Wenn du an einer Diskussion interessiert wärst…

        Gewalt und Sexismus ist das Problem von allen!!! Das Problem betrifft weder Opfer oder Täter, sondern beider.
        Es ist nicht albern auf Opfer einer Minderheit und gleichsam die Täter zu verweisen, wenn man sich wirklich kümmern möchte. Alles andere halte ich für Populismus.
        Du schließt aus einem BKA-Bericht auf die Motive der Täter. Autsch!

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        • Schau: Eine Diskussion ist das Gegenüberstellen (optional mit Begründung) von unterschiedlichen Standpunkten. Du erwartest, dass ich auf deinen Standpunkt übernehme, damit du es Diksussion nennst. Merkste selber?

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          • Ich erwarte, dass mein Lieblingsblogger sich etwas differenzierter mit der Materie außeinandersetzt. Du kannst Meinungen beeinflussen und von den meisten deiner Posts lasse ich mich gerne beeinflussen. Nur bei dem Thema hast du für mich nicht nachvollziehbare Ansichten.
            Schade, dass du dich nicht auf einen Diskurs einlassen willst und die inhaltliche Kritik als Umpolungsversuch auffasst.
            Vielleicht habe ich mich nicht gut ausgedrückt!

            Dieser Autor hat es gut ausgedrückt:
            https://scilogs.spektrum.de/menschen-bilder/wie-haeufig-ist-nun-sexuelle-gewalt-in-deutschen-schulen/

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  2. [ Ja, schon, aber das alles interessiert unsere Opium-Fürs-Volk-Presse nicht. ]

    Es interessiert auch die Justiz nicht unbedingt sonderlich, noch die Politkasper – natürlich außer es handelt sich um Personen aus ihren schichten.

    Und deshalb – sollte man davon in seinem Umfeld direkt betroffen sein – nimmt man sich am besten selbst der Sache an.
    Völlig geschlechtsneutral.

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    • Ja, das persönliche Einstehen für Gleichstellung und gegen Gewalt ist wichtig. Das reicht aber nicht. Wir müssen durchsetzen, dass Gewalt und Sexismus geächtet werden. Auch wenn’s schwer fällt. Weil viele Männer solche Würstchen sind und zuwenig Selbstbewusstsein haben, um Frauen ohne verbale oder physische Gewalt zu begegnen. Aber es wird ja langsam besser, wir dürfen nur nicht aufgeben.

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  3. Dass Ausländer eher angezeigt werden muss nicht immer so sein.
    http://www.spiegel.de/spiegel/selin-goeren-a-1100990.html

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  4. Conne Island in Leipzig scheint auch ein schönes Beispiel dafür zu sein, dass Flüchtlinge eher seltener angezeigt werden als Einheimische.

    Hat Laura diese Vorfälle gemeldet? „Nein“, sagt sie, „das habe ich nicht.“ Warum nicht? „Ich wollte den Männern den Abend nicht versauen.“
    „Das sind, denke ich, oft traumatisierte Männer aus patriarchal geprägten Gesellschaften, die noch lernen müssen, sich hier zurechtzufinden.“

    http://www.taz.de/!5344474/

    Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Frauen, die von Flüchtlingen vergewaltigt wurden, noch aus anderen Gründen seltener zur Polizei gehen als solche, die von Einheimischen vergewaltigt wurden.
    Erstens ist die zu erwartende Aufklärungsquote geringer, und zweitens ist die Scham größer.

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    • Statistiken vs anekdotische Belege.

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      • Es gibt noch andere Gründe, die Statistik anzuzweifeln.
        Beispielsweise das Anzeigeverhalten von Migranten selbst. Ich glaube, dass nur ein kleiner Bruchteil der Flüchtlingsfrauen, die in Flüchtlingsheimen von anderen Flüchtlingen missbraucht werden, zur deutschen Polizei gehen. Solche Taten tauchen also hier gar nicht auf, und deswegen hat die Statistik so keinen Wert.

        Grüße vom Lake Tahoe, Nevada.

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      • Um die Glaubhaftigkeit der Statistik zu beurteilen kann man die Zahlen auch mit denen aus anderen Ländern vergleichen.

        https://en.wikipedia.org/wiki/Sexual_violence_in_Finland

        The number of crimes per immigrant who lives in Finland is almost eight times as high as that of native Finns when looking at rape related crimes. It was also stated that the immigrants originating from Africa and Middle East commit the highest levels of crimes, with the level being seventeen times as high as that of native Finns. The offenses committed by the immigrant groups most often target the natives of the area.

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        • Citation needed. Steht zwar in der Wikipedia, aber die einzige Quelle für deine Anmerkung ist nicht zugänglich. Anders als die Zahlen des BKA. Hast du irgendwas zuverlässigeres?

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          • Mann O

            da nimsch’da diese Zeiln:

            „Sexual violence in Finland“

            „Sexual violence in Finland immigrants“

            jips’des ans fin de zwa in de gockle nei, un scho’hasste kiloweisch drefva

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          • Nein, habe ich nicht, und ich kenn leider auch keine Finnen, die man fragen könnte. Vielleicht sollte man mit beiden Zahlen skeptisch umgehen.

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  5. Jede Straftat von einem Migranten oder von einer Migrantin ist genauso wie eine Straftat von einem Deutschen oder von einer Deutschen auf jeden Fall eine unnötige Straftat zu viel.

    Das Opfer ist IMMER EIN MENSCH. Dieser Mensch muss durch uns d.h. durch unsere gesammte zivilisierte Welt beschützt und unterstützt werden.

    Meine Erfahrung mit geflüchteten Menschen ist, dass sie entweder eine bzw. mehrere solche Straftaten überlebt oder sehr real davon bedroht waren. Sie sind menschen wie du und ich und als Opfer brauchen sie unseren Bestand und Schutz.

    Ich habe auch andere erlebt, die sich zwar für Opfer ausgeben wollten, um sich Vorteile zu erschleichen. Glaubt mir, sie wurden schnell als solche entlarvt und entsprechend den gültigen Gesetzen behandelt. Diejenigen, die sich fälschlich als Opfer darstellen, müssen auch entsprechend bestraft werden.

    Das sollte m.E. für Migrantinnen und Migranten genauso wie für Deutsche gelten. Im deutschen Strafrecht gibt es wenige Paragraphen, die solche Strafen beim Auftritt vor dem Gericht betreffen. Alles andere bleibt unbestraft…

    Für die Bestrafung der Migrantinnen und Migranten gibt es schon scharfe Gesetze, die auch fleißig angewendet werden.

    Eine Bestrafung von Deutschen, die im Namen der „politischen Redefreiheit“ das gesamte deutsche Volk als das leidende Opfer einer übertriebenen Zuwanderung darstellen, gibt es leider (außer Spott und Häme) keine wirklich funktionierenden gesetzlichen Vorgaben.

    Leider sind solche „Politiker“ genu diejenigen, die durch ihre Mitleidsmasche sich das Vertrauen ihrer Mitmenschen erschleichen und daraus ihr politisches und (vor Allem) auch finanzielles Profit herausschlagen. (siehe USA, siehe unsere völkischen Hetzer und co. sowie alle anderen rechtsgerichteten Regierungen dieser Welt)

    Eigentlich sollten sie und ihre willigen Helferlein wirklich diejenigen sein, die schlussendlich wegen ihrer Lügen und Verbrechen hart bestraft werden.

    Sie alle haben sich unter dem Deckmäntelchen des Opfers in die Machtpositionen gebracht, in denen sie anschließend im Namen irgendwelcher „Gerechtigkeit“ sich selbst die Taschen voll gestopft und im Rest der Welt nur noch Unheil angerichtet hatten…

    Liebe Grüße an alle, denen vielleicht die Schuppen von den Augen gefallen sind und an alle, die sehenden Auges durch diese Welt schreiten. Ich habe euch wirklich, menschlich warm und ganz doll lieb. :-)

    D.K.

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  6. Hier noch eine schöne Anekdote aus dem schwäbischen Hinterland von letzter Woche.
    „Mit einem Messerstich in den Oberkörper ist eine 17-Jährige in Laupheim in Baden-Württemberg lebensgefährlich verletzt worden. Die Polizei nahm ihren Bruder sowie einen Mann fest, mit dem das Opfer nach islamischem Recht verheiratet ist. Wie die Polizei mitteilte, gehen die Ermittler von einer Beziehungstat aus. Die 17-Jährige aus Libyen lebt demnach mit einem 34 Jahre alten Syrer in „nicht ziviler Ehe“.
    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/laupheim-17-jaehrige-niedergestochen-mann-und-bruder-festgenommen-a-1196108.html

    Allein dass eine 17-Jährige mit einem 34-jährigen „verheiratet“ sein kann in Deutschland ist ein Skandal, und es zeigt doch, dass die PEGIDA Typen nicht ganz Unrecht haben mit der beklagten Islamisierung. Man kann sowas, anders als das was in Kandel passiert ist, auch nicht mehr als reine Beziehungstat werten. Das sind von der Religion legitimierte Ehrenmorde wenn der Bruder des Opfers mit dem Täter zusammen die Tat begeht.

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    • Nach deutschem Recht geht das auch. Das Heiraten. Nach islamischem Recht (a.k.a. Schria) gehen Ehrenmorde übrigens nicht. Die sind verboten. Was du meinst sind arabische Hillbillies, die machen sowas. Und ich darf ein weiteres Mal mein liebstes jüdisches Sprichwort zitieren: „Ein Beispiel ist kein Beweis“.

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      • Kein deutsches Familiengericht würde einer solchen Heirat zustimmen, und die Zustimmung brauchen Minderjährige bei einer Heirat. Eine solche Heirat würde auch nicht funktionieren, zumindest nicht im Schwabenländle. Warum? Weil jeder den Mann dort ständig und überall als Kinderficker bezeichnen würde. Die könnten sich dem Spott der Leute dort wohl kaum entziehen. Wenn allerdings ein alter Syrer seine 17-jährige Frau, die er wahrscheinlich in Aleppo, als das Mädel noch 14 war, gegen eine Waschmaschine eingetauscht hat, daheim in einer Ehe hält, dann sind wir tolerant. Andere Kulturen, muss man respektieren.

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        • Sehr schöne Vorurteile hast du da. Ab wann gilt man eigentlich als Rassist? Ich frage für einen Freund…

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          • Sehr zu beneiden, wenn man wie Du, in dem Alter, noch an die wahre Liebe zwischen 17- und 34-jährigen Syrern glauben kann.

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  7. Nichts gegen Syrer, Herr Rentner, aber die wahre Liebe halte ich für ein Märchen aus Hollywood.

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