Kunst ist in Steueroasen am schönsten

Der Luxembourg Freeport ist eine geschmackvoll eingerichtete Lagerhalle auf dem Gelände des Luxembourg Airport, eröffnet von einem Schweizer Geschäftsmann, der ähnliche Anlagen bereits anderswo betreibt. Das Geschäftsmodell: Du kaufst einen Kunstgegenstand und lagerst ihn dort diskret ein. Wertsteigerung ist garantiert, der Verkauf findet in eigenen Showrooms auf dem Gelände statt, ebenfalls hoch-diskret und wiederum garantiert ohne Steuerfahnder: Der Freeport hat ex-territoriale Rechte. Kunst wird so zum Anlageobjekt und gleichzeitig zum Steuersparmodell. Dabei steht die besondere Diskretion natürlich jedermann offen: Für nur fünf- bis zwölftausend Schleifen Monatsmiete sind deine Wertsachen endlich deine Privatsache. Steuern bezahlen ist eindeutig etwas für Proleten wie uns, nicht wahr? Showroom-Pic oben vom Freeport, unten ein Erklärvideo von Half As Interesting.

economist via boingboing

3 Kommentare

  1. Moin,

    ach Fritz, wenn du schon wieder auf den Steueroasen rumhackst, warum nimmst du nicht meine Anleitung und machst dir hier nicht deine eigene? Artikel 133 des Grundgesetzes macht’s doch möglich.

    Aber ich denke, du bist auch einer von denen, die meinen: „Mir geht’s schlecht, also muss es anderen auch schlecht gehen.“

    Anstatt sich und anderen(!) zum Besseren zu verhelfen.

    Nihilus

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    • Oh ja. Wenn andere keine Steuern zahlen und die Versorgung des Staates an mir hängen bleibt, dann verhilft mir das sicher zu Besserem.
      Nein, mir geht es ganz und gar nicht schlecht. Und seitdem ich es mir leisten kann ein linksgrünversiffter Gutmensch zu sein, unterstütze ich auch gerne andere. Aber ich finde es zum Kotzen, wenn Leute ihren verdammten Hals nicht voll bekommen. Genau die Leute, die so viele Möglichkeiten hätten, wie von dir gefordert, anderen zum Besseren zu verhelfen. Schon mit den geschissenen 5000 Monatsmiete von so einem Abteil kann man eine ganze Menge am anderen Ende der Gesellschaft bewirken.

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      • Aha, man nähert sich also dem wahren Problem, dem legalisiertem Betrug…

        Fritz, unsere Steuern, also das von uns erpresste Schutzgeld, wird doch hauptsächlich dafür verwendet, eben diesen legalisierten Betrug, man kann es auch Ausbeutung nennen, aufrecht zu erhalten. Nicht, wie von der Probaganda untergejubelten Annahmen, Straßen und Brücken würden davon gebaut und erhalten. Nein, die Wahrheit ist, daß mehr 50% der eingesammelten (erpressten) Steuern direkt als Zinszahlungen an die Machthaber hier gehen.

        Was könnte man mit dem Geld am anderen Ende der Gesellschaft bewirken…

        …deswegen hab ich mich für den, durchaus legalen, Steuerboykott entschieden. Wir zahlen nämlich Steuern immer noch nach einer Abgabenordnung aus der Nazizeit. Wobei das Wort Ordnung nicht danach klingt, als könnte man bei einem Verstoß dagegen wegen einer Straftat belangt werden. Aber diese Täuschung ist ein anders Thema.

        Nihilus
        PS: …und sich über die Auswüchse zu beklagen, hilft nichts.

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