EU-Studie zu TISA findet keine positiven Effekte

Der geplante Welthandelsvertrag TISA (Trade In Services Agreement) beschäftigt sich speziell (anders als TTIP, CETA oder JEFTA) mit der Privatisierung des öffent­lichen Dienstes, als Nachfolger des General Agreement on Trade in Services (GATS) der WTO von 1995. Zu den Beratungen liess die EU-Kommission eine vorge­schriebene Bewertung durch zwei Beratungsfirmen durchführen, die holländische ECORYS und die britische CEPR. Der gemeinsame Bericht wurde im Juli 17 an die Kommission übergeben, die österreichische Bundesarbeitskammer hat nun eine Zusammenfassung veröffentlicht. Die Eckzahlen: Das Bruttoinlandsprodukt der EU wächst durch TISA um geschätzte 0,1%, die Exporte um 0,2%. Diese Zahlen liegen im Bereich der statistischen Ungenauigkeit, stellen also kein Argument für den Abschluss eines solchen internationalen Vertrags dar. Allerdings würde TISA weite Teile des öffentlichen Dienstes (einschliesslich Notare, Bildung, Medizin, Städtebau etc) privatisieren, Arbeitnehmerrechte einschränken und Umsätze auf multinationale Konzerne verlagern. akeuropa via techdirt, pic sasint cc0

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