American Gods

Überraschung. Nachdem ich neulich von Altered Carbon so enttäuscht war, wider­strebte es mir, das ähnlich gelobte Serienwerk American Gods anzusehen. Ich mag keine Götter, schon gar keine amerikanischen, aber ich schätze den Autor des gleichnamigen Originalromans, Neil Gaiman, um so höher. Und? Beste Binge­qualität, enorme Bildschirmschwerkraft, mehr schäumendes Blut und abgehackte Gliedmassen als in Jahren.

Wenn die Götter der alten und der neuen Welt gegeneinander in den Krieg ziehen, kann eine bemerkenswert spannende Serie entstehen. Die weibliche Haupt­dar­stellerin kam mir so seltsam uneindeutig bekannt vor, dass ich ihren Namen und ihre Karriere nachsehen musste: Emily Browning war mir als viel zu gute Schauspielerin im grottenschlechten Popkultur-Reisser Sucker Punch (als „Babydoll“) in Erinnerung geblieben. Peter Stormare als abstossender Gott der Schlachthöfe ist mir immer willkommen, und Gillian Anderson als Mediengöttin in Bowie- und Monroe-Verkleidung legt einen mindestens so guten Auftritt hin wie Jahre zuvor als X-Files-FBI-Agentin. Eine sehr amerikanische, roadmovie-selige Serie, aber aus dem Amerika, das ich als Freund und Seelenverwandten betrachte. Eines, dass nicht great again werden muss, weil es schon immer grossartig war und weiter sein wird. Auch wenn man von diesem Amerika derzeit nicht viel im TV sieht. Eher, wie im konkreten Fall, in einem Internet in deiner Nähe.

Update: Michael hat mir den richtigen Titel des schlechten Zack-Snyder-Films genannt: Sucker Punch. Babydoll war nur der Rollenname von Emily Browning.

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