Neues vom EM-Drive, zum letzten Mal

Der EM-Drive, ein experimenteller Raumschiffantrieb mit nur sehr losem Bezug zur Physik, geistert seit Anfang unseres jungen Jahrhunderts durch die Labors. Ist es wirklich möglich, durch eine Mikrowellentüte aus Blech eines der Newton’schen Gesetze zu umgehen? Aktion ohne Reaktion?

Die Fachwelt teilte sich bisher in zwei Lager: Eines, das den EM für unwissen­schaft­lichen Unsinn erklärte, und ein weiteres, das solange mit der Forschung weiter machte, bis die Sache geklärt war. Das ist sie nämlich jetzt, weil unerschrockene Physiker der TU Dresden, nämlich Martin Tajmar, Matthias Kößling, Marcel Weikert und Maxime Monette einen so exakten Versuchsaufbau hinlegten, dass die Quelle der rätselhaften Fortbewegung enthüllt wurde. Was da im EM-Drive oder Mach-Effekt Booster wirkt, ist gar kein relativistisches Mitschwingen des Universums, sondern ganz banal das Erdmagnetfeld. Das uns im Weltraum mangels Anwesenheit natürlich gar nichts nützt. Eine Enttäuschung für unsere kollektiven SciFi-Fantasien, aber auch ein Triumph der Wissenschaft. Weil hier nämlich etwas so lange erforscht wurde, bis man wusste, was los ist, statt sich damit zu begnügen, das Rätsel für unwissenschaftlich und nebensächlich zu halten. via researchgate

1 Kommentar

  1. Tja, die Naturgesetze haben sich einmal mehr als recht stabil erwiesen. Ist es nicht erholsam, wie einfach das in der Physik läuft?

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