Das Hemd des verlorenen Paradises

Nachdem inzwischen in allen Speisefischen und „Meeresfrüchten“ aus dem Ozean Mikroplastik zu finden ist (ich mag inzwischen gar keine Meeresfische mehr essen), weil so gut wie alles Plastik, das wir verwenden und wegwerfen, irgendwann als zerriebene Krümel im Meer schwimmt (nachdem es zuvor durch noch jede Menge Vögel, Schildkröten, Meeressäuger umgebracht hat), hat Corona zusammen mit Parley for the Oceans ein Hawaii-Hemd entwerfen und anfertigen lassen. Mit Darstellungen von Plastikabfällen drauf. 69 USD. Ausverkauft. Anders gesagt: Wenn wir nicht wollen, dass unsere Ozeanfauna ausstirbt, müssen wir aufhören, Plastik zu verbrauchen. Röhrchen in Raumsonden sind manchmal ne gute Idee, aber Einmal-Einkaufstüten auf keinen Fall. Anfang letzten Jahres schwommen 165 Millionen Tonnen Plastik im Ozean, heute sind es mehr, im Jahr 2050 (is ja schon bald) wird im Meer genau soviel Plastik treiben wie alle Fische zusammen. via boingboing

13 Kommentare

  1. Ich sehe da wenig Chancen, was gegen zu unternehmen, außer es wird von oben reguliert, daß nicht mehr alles in Plastik verpackt verkauft wird. Und da sehe ich ehrlich gesagt schwarz.

    Ich hab mal im Familien- und Freundeskreis versucht, die Leute wenigstens mal auf Mülltrennung hin zu motivieren. Ohne Erfolg.

    Ich hab mal versucht, mir den Grund dafür vorzustellen. Und bin in der Vergangenheit fündig geworden. So vor 20.000 Jahren oder noch ein bißchen vorher.

    Da gab es keinen Müll. Mensch hat sein Banänsche gefuttert und die Schale einfach hinter sich geworfen. Das scheint immer noch so drin zu sein.

    Ich bin ja sonst kein Freund von Restriktionen. In dem Fall mache ich eine Ausnahme.

    Gruß

    Thomas

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  2. Bei mir und auch bei uns im Haus wird Mülltrennung ganz groß geschrieben. Wenn ich zum Einkaufen gehe, habe ich meine Stofftaschen dabei und auch Glasbehälter. Manchmal kommt man nicht drumherum, denn selbst in den Bioläden packen sie den Käse in so dünner Klarsichtfolie ab.
    Darum muss ich immer an meine Behälter denken.
    Es klappt gut damit.
    Fürs Sportstudio habe ich meine eigenes Glas, wenn ich mir kostenlos Tee hole und kann auf den Pappbecher verzichten.
    Obwohl Glas nicht gern gesehen wird.

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  3. Der derzeitige Aktionismus hinsichtlich des Plastikmülls dient nur dazu, dass sich die Konsumenten besser fühlen beim Einkauf, und dann mit mehr Freude und besserem Gewissen auch mehr kaufen.
    Der Plastikmüll landet von Asien und Afrika aus in den großen Flüssen, und gelangt von dort ins Meer. Wenn sich in den Ländern nicht ändert wird sich auch an dem Plastikmüll im Meer nichts ändern.
    Was die Discounter hierzulande planen ist nur perfides Marketing.
    Safe the planet, kauft bei uns. Und alle so yeah.
    https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-03/plastik-verpackungen-oekodesign-michael-braungart-interview

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  4. Würden sich die Leute etwas genauer mit einer Thematik auseinandersetzen, dann würden sie auch nicht auf jede noch so sinnlose pseudogrüne Verkaufsmasche reinfallen. Die dänische Umweltbehörde hat die Ökobilanz von verschiedenen Einkaufstüten bewertet. Also alles, von der Plastiktüte, bis hin zur Tasche aus Biobaumwolle.
    Die mieseste Ökobilanz hat, trommeltrommel, die Tasche aus Biobaumwolle. Die müsste man 20000 Mal verwenden, damit sie sich gegenüber der Plastiktüte ökologisch gleichrechnet.
    Ich denke, die durchschnittliche Nutzungsdauer einer Baumwolltasche liegt weit unter 20k Einkäufen.
    https://www.tagesanzeiger.ch/wissen/natur/Plastiksaecke-sind-umweltfreundlicher-als-Bio-Baumwolltaschen/story/23970014

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  5. Einen Kommentar habe ich noch. Die größte staatlich organisierte Umweltverschmutzungskampagne der letzten Jahre war sicherlich die Abwrackprämie. Die alten Autos wurden verschrottet, Weiternutzung unterbunden, und die neuen Autos sind kein Stück besser hinsichtlich Abgasverhalten oder Spritverbrauch. Der in Autos verbaute Kunststoff lässt sich schlecht bis gar nicht recyclen, und die Ökobilanz der Produktion eines Autos dürfte weit über 100k Plastiktüten liegen.

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    • Das Schlimme an der Sache, war ja, dass das z.T. gar keine alten Autos waren, sondern Autos, für die man auf dem freien Markt noch weitaus mehr bekam als die Abwrackprämie.
      Und die Deppen haben dann ihre Kiste verkauft.

      Jetzt beginnt der Zirkus mit den Elektroautos.

      Ach ja, Dieselautos dürfen in manchen Strassen gar nicht mehr fahren.

      Die Bürger werden langsam aber sicher für unmündig erklärt und die schlucken alles. Aussuchen gilt nicht mehr.

      Trotzdem auf meine Stofftaschen lasse ich nichts kommen. Manche habe ich schon zig Jahre. Die sind schon besser als
      jedesmal eine Plastiktüte zu nehmen, bzw. zu kaufen.

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      • Rucksack geht auch. Braucht man als Radfahrer und Wanderer sowieso. Blöd nur, daß bei Lidl und Co. die meisten Waren in Plastik verpackt werden, speziell Lebensmittel. Sogar bei Selbstwiegesachen wie Tomaten und Obst ist zwangsweise eine Plastiktüte fällig, weil die Kassierer sonst nicht sehen was drin ist.

        Das ging doch früher mal anders? Hier am Wochenmarkt werden die Sachen zum Teil noch in Zeitungspapier eingewickelt. Bin ich persönlich ein großer Fan von.

        Gruß

        Thomas

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        • Ich nehme keine Plastiktüte, sondern lege die Tomaten oder die Äpfel in den Wagen, man kann sie auch vorher abwiegen.
          An der Kasse werden sie dann nochmals gewogen und sie kommen in meine Stofftasche.
          Rucksack habe ich auch, aber auch eine schlechte Wirbelsäule.

          Sogar im Bioladen gibt es viel in Plastik verpackt. Ich kaufe das kaum. Man kann die losen Sachen in Papiertüten packen, wenn man will.
          Ich habe 3 – 4 Geschäfte und auf dem Markt wo ich sehr bequem einkaufen kann. Da muss ich allerdings einige Schritte gehen,
          wenn der Markt voll ist.
          Mit dem Wagen und meinen Sachen fahre ich dann bis an mein Fahrrad und liefere dann den Wagen ab.

          Hoffe, dass ich das noch einige Zeit kann.

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          • Endlich mal eine gute Nachricht. Hier bei uns wird jetzt was getan (ich habe allerdings zugegeben nicht kausal mitgewirkt, nur gerade gelesen): https://www.giessener-allgemeine.de/regional/stadtgiessen/Stadt-Giessen-Leitungswasser-in-Flaschen-fuer-lau-in-Innenstadt-Giessen;art71,450847

            Cool! Am besten Weitersagen an eure Bürgermeister…

            Gruß

            Thomas

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          • p.s. @corvusalbus: wünsche Dir auch, daß Du das noch länger kannst. Wohntest Du in meiner Nähe, würde ich Dir auch dabei helfen wenn’s nicht mehr geht.

            Gruß

            Thomas

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          • Thomas,ich wohne ja in diesem großen Berlin. Da wird es ein wenig weit sein zu mir.

            Aber allein für das Angebot, mir helfen zu wollen, danke ich Dir.
            Mir graut ein bisschen davor, was danach kommt.
            Vielleicht gut, wenn man das nicht im Voraus weiß.
            Viele liebe Grüße aus Berlin
            Irene

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