Gameplay: Cyberpunk 2077

Im potapokalyptischen, Dystopie-Hacker-Genre gab es lang nichts Neues. System Shock, Deus Ex (mit ok-en Updates), Neocron (gibt’s immer noch), aber ein wirklich aktueller Beitrag hat bisher gefehlt. Das Entwicklerstudio CD Projekt Red hat mit der Witcher-Reihe bewiesen, dass sie RPGs machen können. Cyberpunk 2077 ist seit sechs Jahren in der Entwicklung, allerdings gibt es noch keine Ankündigung für einen Erscheinungstermin. Hier ist ein Video mit einer Dreiviertel Stunde Gameplay. Work in Progress, Beta-Phase. Der Überblick mit den bekannten Fakten auf rps.

Foundation wird doch verfilmt, von Apple

Die Foundation-Trilogie von SciFi-Grossmeister Isaac Newton Asimov (war jetzt lange genug lustig) sollte zwar schon vor 10 Jahren verfilmt werden (und jedes Jahr vo jemand anderem), hat aber jetzt end­lich einen sicheren Raumhafen gefunden: Apple. Die 10 Folgen sind fest gebucht, erfahrene Serienpiloten ebenfalls, aktuell wurde der Vertrag unterschrieben. Soll uns recht sein. Heisst das, Apple will Serienproduzent werden? Kein Problem auch damit. deadline via io9, oben ein sehr altes buchcover der trilogie

Come Out

Das 12minütige Stück wurde vom US-Komponisten Steve Reich im Jahr 1966 aus Tonbändern geschnitten, aufgenommen während der Vernehmung von verhafteten schwarzen New Yorker Jugendlichen. Der hier verwendete Loop aus vier Wörtern stammt aus einer Aussage, in der ein Teenager beschrieb, dass er seine kaum verheilten Bluergüsse öfffnen musste, um zu beweisen, dass er von Polizisten während der Untersuchungshaft geschlagen wurde. Die Choreografie im Video wurde 1982 von der Belgierin Anne Teresa De Keersmaeker hergestellt und aufgeführt. Beides zusammen bildet eines der eindrücklichsten Beispiele für Performance, die mir in Jahren begegnet sind. Hier im Blog steht es auch deswegen, weil die Barbarei der letzten Tage, Wochen, Jahre in unserem Land einen Kontrast benötigt. Kultur ist immer politisch. Oder wertlos. via mefi

Was ist Hardcore, für Männer und Frauen?

Hardcore ist nicht nur eine antike (also 90er-Jahre) Musikrichtung, sondern mittler­weile Präfix für alles besonders Ernst Genommene. In der wichtigsten heutigen Kulturgattung (Games) ist Hardcore-Gaming sehr stark mit dem Bild des dauer­pubertären Bildschirmschützenkönigs mit wieselflinkem Mausklickfinger und re­kord­verdächtig exkrementhaltigem Sprachduktus verbunden. Ist das wirklich so? „Was ist Hardcore, für Männer und Frauen?“ weiterlesen

Impfschäden, Autismus und Putins Trolle

Eine Untersuchung der vielen Twitternachrichten, die aus russischen Quellen an­läss­lich der letzten US-Präsidentenwahl veröffentlicht wurden, zeigt, dass dieselben Trolle und ihre emsigen Bots nicht nur frohe Botschaften zugunsten Mr. Pumpkins und über wirre Verschwörungtheorien rund um Frau Clinton und eine Pizzeria in Washington D.C. verbreiteten. Dazu kam eine Flut von Meinungsäusserungen zur Anti-Vax-Bewegung, also den Leuten, die glauben, dass Impfen Schäden ver­ur­sachen würde, etwa Autismus. „Impfschäden, Autismus und Putins Trolle“ weiterlesen

Warum Windows verboten werden sollte

Alle paar Jahre muss so ein PC neu installiert werden, finde ich. Entweder, weil die Hardware erneuert wurde (bei mir letztesmal vor 2 Jahren), oder weil, wie neulich, irgendeine Installation einen Legacy-Treiber im Windows auf meiner Game-Partition zerschossen hat. Der sich auch nicht reparieren liess. Na gut, dann eben tschüss unlizenziertes Windows 7 (kann man immer noch bei Microsoft runterladen und unregistriert benutzen) und her mit einem Windows 8.1 per Ebay. Nein, kein Windows 10. Das ist mir zu neugierig und selbstherrlich. Selbst wenn du alle Schnüffelaktionen ausschaltest, gehen trotzdem Infos von deinem Rechner zum Todesstern nach Redmond, WA, und das nächste Update stellt wieder Edge als Standard-Browser ein. Nein danke, so unverschämt ist nicht mal Apple. „Warum Windows verboten werden sollte“ weiterlesen

Ein Jahrzehnt 11k2: Mit Katzen, gegen Nazis

Alter! Heute vor 10 Jahren hab ich dieses Blog gestartet, so aus einem unerfüllten Ausdrucksbedürfnis nach zehn Jahren als bezahlter Technikjourno. Endlich das sagen (schreiben, posten), was mir am Herzen liegt. Oder am Browser vorbeikommt. Und 8173 Beiträge, 33.484 Kommentare und 4.967.860 Aufrufe später stelle ich fest, dass das Blog noch genau so heisst, einen leicht anderen Inhalt hat, aber die Welt drumherum sich stark verändert hat. Mein eigenes Leben wird heute nicht mehr von der nagenden Unzufriedenheit darüber angetrieben, dass Journalismus alleine die Welt nicht besser machen kann, und die Welt wird nicht mehr davon bestimmt, dass sie einem ein Kaleidoskop von Möglichkeiten zum Bessermachen vor die Nase hält. „Ein Jahrzehnt 11k2: Mit Katzen, gegen Nazis“ weiterlesen

Facebook erzeugt Gewalt in Deutschland

Ein Forscherteam der University of Chicago und der University of Warwick hat die aktuelle Zunahme von Gewalt gegen ausländisch aussehende Menschen in Deutschland mit der Zunahme rechtsextremer Äusserungen verglichen und einen Zusammenhang festgestellt. Dieser geht so weit, dass Angriffe auf Refugees (2017 über 3000 Fälle) in Stadtvierteln und Gemeinden mit Internetausfall messbar zu­rück­gingen. Wie die Wissenschaftler nachweisen konnten, ist die massive Facebook-Hasswelle aus den Reihen der AfD und ihrer (wenigen) Unterstützer direkt ver­ant­wortlich für vergossenes Blut. Es ist an der Zeit, dass die Gesellschaft dagegen Stellung bezieht, statt nur das Nazispektakel mit wohlige Gruseln im Abend­fern­sehen anzusehen. nytimes, pic aus dead snow

FCKDRM: Endlich geistiges Eigentum

Die Online-Vertriebsplattform GOG (Good Old Games) hat eine Initiative namens FCKDRM gestartet. Der Vertrieb für Spiele und andere Online-Kultur bietet bisher schon alles ohne Kopierschutz (DRM) an: Wenn du etwas kaufst, gehört es dir, und du kannst damit machen, was du willst. Auch deinem Freund oder deiner Freundin kopieren. Was du nicht sollst, weil die Entwickler des Spiels oder Schöpfer des digitalen Kulturguts auch von irgend was leben müssen. Aber du entscheidest selbst, und nicht irgendein Software-Zusatz, der deine Nutzung einschränkt, etwa weil du dich jedesmal mit dem Internet verbinden musst, um das Gekaufte zu nutzen. Was kann man tun? Produkte ohne DRM kaufen, zum Beispiel bei GOG (kann ich aus eigener Nutzererfahrung empfehlen) und weiter Freiheit vom DRM fordern: fckdrm.

Plastik: 8,3 Milliarden Tonnen

Ein Berg aus 16.600 heutigen Supertankern, kleingemahlen in Stückchen und über die Erde und die Ozeane verstreut, wo sie von Tieren aller Grössen versehentlich gegessen werden. Oder oder 822.000 Eiffeltürme, aus Plastik, kleingemahlen. oder eine Milliarde massive Plastikelefanten in Lebensgrösse. Seit Beginn der Plastik­massenproduktion in den 1950ern sind etwa 8,3 Milliarden Tonnen davon hergestellt wurden, die teilweise hunderte von Jahren brauchen, um vollständig zersetzt zu werden. „Plastik: 8,3 Milliarden Tonnen“ weiterlesen

Star Traders Frontiers: Wie in alten Zeiten, nur besser

Überraschungstreffer: Eine Roleplay-Handelssimulation mit Raumschiffen und Retro-Charme bis zum Abwinken, also ein würdiger Nachfolger von Start Control 2, hat einfach gefehlt. Seit dem ersten August gibts „Star Traders: Frontiers“, ein 2D-SciFi-Game mit einer lange vermissten Spieltiefe. Zu Anfang ist die Masse der Optionen verwirrend, aber nach ein paar Versuchen und Fehlversuchen öffnet sich eine Galaxis voller Wunder. Die eigene Figur des Captains kann aus einer Vielzahl von Gesichtern, Uniformen, Fähigkeiten, Schrullen und Berufen wählen, ebenso die Offiziere und die Mannschaft. Das Startkapital an Roleplaying-Punkten verteilt sich dabei auf den Captain, seine Vorzüge und das Schiff. Aber das ist erst der Anfang. „Star Traders Frontiers: Wie in alten Zeiten, nur besser“ weiterlesen

Abgasskandal: Bis zu viermal mehr Stickoxid

Nachdem in den 80ern des letzten Jahrhunderts (manche erinnern sich vielleicht noch) der durch Abgase verursachte saure Regen ganze europäische Waldgebiete bedrohte, fanden sich die EU-Nationen zusammen, um klare Grenzwerte fest zu legen. Seither sinkt der Ausstoss der gefährlichen Stickoxide kontinuierlich. Ach? Wirklich? Die uns bekannten Abgasmengen sind nämlich eigentlich nur Hoch­rechnungen von Prüfstandmessungen. Richtig, so wie beim Dieselgate, das uns zeigte, wie alle Autohersteller tricksen, um auf dem Prüfstand niedrige Werte zu bekommen. Und jetzt? „Abgasskandal: Bis zu viermal mehr Stickoxid“ weiterlesen

Kuba: Kostenloses Internet

Allerdings nur gestern, zum Nationalfeiertag. Das neue, inselweite, mobile Internet kostet dann, stellt aber einen grosse Fortschritt für ein Land dar, indem es bisher nur einzelne WLAN-Hotspots gab. President Miguel Diaz-Canel kündigte das schon im Frühjahr an, mit den Worten: „Wir müssen in der Lage sein, die Inhalte der Revolution online zu stellen“. Da hat er recht. via reuters. pic: cuba

Hauptsache autoritär, alles andere ist Nebensache

Tolle Tshirts im US-Polit-Zirkus: Anhänger des grossen Führers Donald des 45sten tragen mittlerweile zu ihren Maga-Mützen gut gefüllte Leibchen mit der Aussage „Ich wäre lieber Russe als Democrat“. Was ja unsere nationalen Schlafschafe vom rechten Rand genau so über sich sagen könnten. Hauptsache autoritär, grosse Klappe, Schimpfwörter und immer ausreichend Frauen- Ausländer und Sozial­feindlichkeit, dann passt das für den mittlerweile schrecklich diskriminierten (ooooh!elf) weissen, alternden Plauzenbesitzer. Wobei das für US-Amerikaner, Türken oder Österreicher gar nicht mehr lustig ist, wo die leicht beeinflussbaren Vaterlandsfans mit entsprechendem Finanzaufwand durch die Wahlen gepeitscht wurden und jetzt mit bunten Tshirts über rasant zunehmende Korruption bei direkt reziprok fallenden Löhnen hinweggetröstet werden. Nur für uns. Das pic ist vom Lokalreporter Jeremy Pelzer aus Cleveland, Ohio. Danke, dafür, Jeremy.

In Frankreich wird das Leben von Frauen sicherer

Während hierzulande der spiessige Teil der Republik noch versucht, Belästigung von Frauen mit oder ohne Gewaltanwendung zum rein islamischen Problem zu stempeln, obwohl weit über 90 % der weiblichen Opfer sexueller Gewalt den Täter vorher persönlich kannten, macht Frankreich bereits ernst: Nach monatelangen Debatten verabschiedete das Parlament in Paris einen Gesetzesentwurf der Gleich­stellungsministerin Marlene Schiappa (pic oben), das Minderjährige besser gegen Übergriffe schützt, die Verjährung solcher Angriffe gegen die sexuelle Selbst­bestimmung auf 30 Jahre verlängert und Frauen allgemein mehr Luft zum Atmen verschafft: Das sexistische Beleidigen, Bedrohen, Verfolgen ist ab sofort eine Straftat. Meine Geschlechtsgenossen kann ich beruhigen: Flirten in jeder Form bleibt dabei ausdrücklich erlaubt, ausser man(n) hält „Ey Puppe, geile Titten!“ für einen gelungenen Opener. Oder für „war doch nur Spass“, wie bayrische Polizisten das auszudrücken pflegen. reuters, pic nantilus cc by sa

Nächtliche urbane Unschärfe

Nächtliche Stadtansichten, mit oder ohne Neon und Regen, gehören zu unserem gemeinsamen retrofuturistischen Formenkatalog. Vor allem, wenn die Bilder unscharf sind. Dann besonders. Philip Barlow malt seine Heimatstadt Kapstadt und andere urbane Lichtzentren direkt in unscharfer Luminosität. Ein genialer Einfall, den er gerne noch eine Weile weiter ausführen darf. Ganz unten ein extrem passendes Autechre-Video. „Nächtliche urbane Unschärfe“ weiterlesen

Satan, Freund aller Teenager

The Chilling Adventures of Sabrina kommt ab dem 26. Oktober als Serie nach einem Comic auf Netflix und wenig später im… Internet. Die Protagonistin mit dem durch­aus verbreiteten Vornamen wird darin von ihren freundlichen Tanten einem mysteriösen Herrn vorgestellt, der sie in speziellen Künsten unterrichtet, was ihr Leben als Teenager natürlich einfacher macht. Die Pics sehen schon mal viel­ver­sprechend aus, vor allem der Kaninchendämon ganz rechts im Bild unten. Hail Satan allerseits. „Satan, Freund aller Teenager“ weiterlesen

Fallout 76: PvP ohne Griefing

Der Volksmund weiss: „MMOs wären eine tolle Sache, wenn nur die ganzen Idioten nicht dabei wären.“ Tatsächlich ist PvP eines der grossen ungelösten Probleme im Online-Gaming: Soll das Gamedesign zulassen, dass heimtückische Hecken­schützen andere Spieler umnieten und dabei aufregende Sekunden erleben, oder sollen friedliche Spieler davor bewahrt werden, von heimtückischen Hecken­schützen umgenietet zu werden und dadurch ein frustrierendes und negatives Spielerlebnis zu haben? Bethesda als einer der heutigen grossen Entwickler von gewaltdarstellenden Games will diese Grundfrage im kommenden MMO Fallout 76 auf neue Weise beantworten. „Fallout 76: PvP ohne Griefing“ weiterlesen

Ohne Polizei wäre der Holocaust nicht möglich gewesen

Über die Rolle der Polizei in der Weimarer Zeit und im Dritten Reich wird erst in jüngerer Vergangenheit geforscht, meist mit erschreckenden Ergebnissen. Der Historiker und Buchautor Sven Deppisch fasst den Erkenntnisstand so zusammen, dass die Legende von der sauberen Polizei der Wirklichkeit eines totalitären Polizeistaates vor 1945 nicht gerecht wird. Tatsächlich, so weiss die Geschichts­schreibung heute, wurden Polizeioffiziere in der Polizeihochschule Fürstenfeldbruck bei München unweit des nationalen Tatortes Dachau speziell dafür ausgebildet, ihre untergeordneten Wachtmeister zum Kampf gegen alle und jeden zu drillen, der von der herrschenden Diktatur zum Staatsfeind erklärt wurde. „Ohne Polizei wäre der Holocaust nicht möglich gewesen“ weiterlesen

Endlich erkennbare Nazis erschiessen: Sozialadäquanz

Deutschland wird ein winziges bischen normaler: Die Unterhaltungssoftware Selbst­kontrolle (USK) will ab sofort die Darstellung von verfassungsfeindlichen Symbolen in Spielen erlauben, wenn sie denn die Sozialadäquanzklausel des § 86a Abs. 3 des Strafgesetzbuches (StGB) erfüllen. Also, wenn da Kunst und Zeitgeschehen mit im Spiel sind. Was man ja bei grossen Schicksaldramen wie „Wolfenstein II: The New Colossus“ sowie den für nächstes Jahr angekündigten Fortsetzungen „Wolfen­stein: Youngblood“ und „Wolfen­stein: Cyberpilot“ stillschweigend voraussetzen kann, weshalb wir uns darauf freuen dürfen, demnächst auf einem Bildschirm in unserer Nähe auf richtige Nazis schiessen zu können, die nicht nur am blöden Gesicht, sondern auch an den einschlägigen verfassungsfeindlichen Kennzeichnungen erkennbar sind. Das ist gut. Da kann die post-millenniale Generation gleich mal Grundwerte erlernen. Spielerisch sozusagen. usk via rps, das pic ist aus Bethesdas Wolfenstein II: The Freedom Chronicles DLC

Asbest mit persönlicher Genehmigung des Präsidenten

Einer der weltweit grössten Hersteller des krebserregenden Mineralstoffes Asbest, der russische Konzern Uralasbest (mit besten Beziehungen zu Herrn Putin), bedruckt seine Lieferpaletten in die USA neuerdings mit einem roten Siegel, das erklärt, dieser seit kurzem wieder gesetzlich zulässige Export des Lungenkillers nach Zentralnordamerika geschehe mit persönlicher Genehmigung des US-Präsidenten. Eine aktuelle Studie der International Commission on Occupational Health schätzt, dass jährlich weltweit eine sechsstellige Anzahl von Menschen durch Asbestfolgen sterben. Natürlich sind das alles nur Zufälle. ewg, pic uralasbest

Hollywood: Stadtrat entfernt den Stern für Donald T.

Der West Hollywood City Council (Stadtbezirksversammlung, nicht dasselbe wie die Stadtregierung von Los Angeles) hat einstimmig beschlossen, den Stern für den umstrittenen US-Politiker und ehemaligen TV-Showstar Donald T. aus dem Holly­wood Walk of Fame zu entfernen. Begründung: „Der Stadtrat von West Holly­wood hat diese Resolution nicht beschlossen, weil Donald T. ein Republican oder Konservativer ist. Einen Stern auf dem Holly­wood Walk of Fame zu erhalten, ist eine Ehre. Wenn aber jemand Minderheiten, Einwanderer, Moslems, Menschen mit Behinderung, Frauen, herabwürdigt und angreift – dann ist diese Ehre nicht mehr vorhanden“. Das ist die richtige Einstellung, Hollywood: Anstand und Zivilcourage sind wichtiger als Macht und Einfluss, und Ehre ist etwas, das nicht alle Menschen in ihren Taten und Reden erkennen lassen. Konsequente Entscheidung. Bravo. nypost, fox, pic Glenn Zucman cc by

Hat jeder Mensch das Recht auf eine Viertelstunde Star?

Rocknroll: Vier Jahre nach meiner Netzhautreparatur mit Einbau einer kalifornischen Kunstlinse (man kann nie genug Kunst haben) meldet sich der Nachstar, noch dazu der regenerative. Auch bekannt aus sekundärer Katarakt oder Elschnig-Perlen. Einfacher: Der werte Body bildet ungefragt etwas blubberiges Gewebe an der Innen­seite der Linse. Das sieht dann in etwa so aus, als ob man durch eine noppelige Bade­zimmerglastür schaut und deswegen rein gar nichts erkennt ausser unter­schied­lich hellen Umrissen. Bei mir und aktuell glücklicherweise nur auf dem rechten Auge. Kann man absaugen, sagt mein Arzt (da war ich grade), man muss nur das Auge ein ganz klein wenig aufschneiden und den Saugrüssel einführen. Ja, wenn man Pech hat, geht das ganze Linsenhalterungsgewebe dabei flöten und man sieht anschliessend nur noch hell/dunkel, ohne Umrisse. Nein, lasern kann man das nicht. Ja, bezahlt die Krankenkasse. Nein, das auf dem Foto oben bin nicht ich, das ist Malcolm McDowell in Clockwork Orange. pic c Warner Bros.